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Digitalkamera Ricoh GXR

14.12.2009 | 12:48 Uhr |

Die Digitalkamera Ricoh GXR setzt Objektivmodule ein – ein revolutionäres Konzept. Bisher erhältlich: eine 50mm-Makro-Linse sowie ein 24-72mm-Zoom.

Digitalkamera Ricoh GXR: Testbericht

Im Gegensatz zu Spiegelreflexkameras, bei denen man lediglich das Objektiv austauschen kann, verwendet die kompakte Digitalkamera Ricoh GXR sogenannte Wechselmodule. Sie bestehen aus Objektiv, Bildprozessor und Sensor. So will der Hersteller sicherstellen, dass die drei Komponenten optimal aufeinander abgestimmt sind. Auf jedem Wechselmodul lassen sich außerdem mit einem Adapterring Konverter, Filter und anderes Zubehör anbringen. Der Korpus der Ricoh GXR verfügt über sämtliche Bedienelemente, etwa einen Aufklapp-Blitz und ein 3-Zoll-Display.

Bildqualität der Digitalkamera Ricoh GXR: Unser Testgerät war die Ricoh GXR mit 24-72-mm-Zoom-Modul. Dabei haben wir einen verhältnismäßig hohen mittleren Wirkungsgrad ermittelt. Auch die Auflösung der Ricoh-Digitalkamera war positiv, sie verlief bei langer, mittlerer und kurzer Brennweite fast identisch. Zum Bildrand hin verlor die Ricoh GXR allerdings um etwa 15 Prozent an Auflösung – das ist aber noch okay.

Beim Bildrauschen schnitt die Ricoh-Digitalkamera schlechter ab. Bereits bei ISO 100 fanden wir vereinzelt Bildfehler. Ab ISO 800 konnte man das Bildrauschen dann deutlich sehen. Die Eingangsdynamik der Ricoh GXR ist sehr hoch, d.h. sie kann auch kontrastreichere Motive darstellen, ohne dass Lichter ausbrennen oder Schatten absaufen. Dagegen war ihre Ausgangsdynamik nur ausreichend, sie stellt also nur eine begrenzte Zahl an Helligkeitsstufen zwischen den dunkelsten und hellsten Bildbereichen dar. Die Helligkeit der Ricoh GXR wiederum war sehr gleichmäßig.

Die Gehäuserückseite der Ricoh GXR ist aufgeräumt und übersichtlich
Vergrößern Die Gehäuserückseite der Ricoh GXR ist aufgeräumt und übersichtlich

Handhabung der Digitalkamera Ricoh GXR: Neue Module bringt man an der Ricoh Digitalkamera mit einem Schiebemechanismus an, der sich über einen Knopf lösen lässt. Im Test hat das Wechseln der Module einwandfrei funktioniert. Gegenüber einer Spielreflexkamera mit Wechselobjektiv hat das Modul-System den Vorteil, dass alle Teile geschlossen sind und damit vor Staub geschützt bleiben. Sämtliche Anschlüsse sind ab Werk mit einer Abdeckung versehen, da Module und Body getrennt geliefert werden.

Der Body der Ricoh-Digitalkamera macht einen sehr wertigen und robusten Eindruck. Die Kombination aus Body und Modul ist allerdings nicht gerade leicht: Mit ihren 361 Gramm gehört die Ricoh GXR schon in die Bridge-Kamera-Gewichtsklasse. Dafür lässt sich die Ricoh-Digitalkamera sehr intuitiv und rasend schnell bedienen. Wer gerne ein größeres Display haben möchte, kann die GXR für stolze 249 Euro mit dem elektronischen Aufstecksucher VF-2 aufrüsten, den man am Blitzschuh befestigt.

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