126134

Elitegroup A790GXM-A

16.09.2008 | 09:42 Uhr |

Elitegroup stattet die Sockel-AM2+-Platine mit aktuellen technischen Features aus. So können Sie etwa einen Full-HD-Fernseher per HDMI anschließen. Und dank der integrierten Grafik ist mit einer zusätzlichen Grafikkarte im 16x-PCIe-Slot ein Hybrid-Grafikverbund möglich

Elitegroup spricht mit dem A790GXM-A vor allem Anwender an, die auf Ihrem Rechner HD-Filme kucken und Spiele zocken wollen. So arbeitet das Board dank des AMD-Chipsatzes 790GX und der Southbridge AMD750 mit den aktuellen Vierkern-Prozessoren der Phenom-Reihe von AMD. Neben Hyperthreading 3.0 und PCI Express 2.0 unterstützt die Platine auch Direct X 10.

Ausstattung: Mit den beiden 16x-PCIe-Steckplätzen lassen sich ein Crossfire-X- oder ein Hybrid-Grafikverbund realisieren. Letzterer nutzt den integrierten ATI-Grafikchip Radeon 3300. Die HDMI-Schnittstelle des Boards ist HDCP-fähig, was bedeutet, dass Sie hoch auflösendes Material über den Grafikchip direkt auf Ihrem HD-Fernseher ausgeben können. Alternativ bietet die Platine einen VGA-Anschluss.

Tempo: Im 4-CPU-Test des Cinebench-Benchmark schaffte die Elitegroup-Platine einen neuen Bestwert, ebenso im "Memories"-Test des PC Mark Vantage. Dieser Parcour beinhaltet Foto- und Videobearbeitung und gibt Auskunft über die Leistungsfähigkeit von Festplatte, Grafikkarte und Speicher. Und auch den "TV & Movies"-Teil, der CPU und Festplatte mit Videoübertragung und -transcodierung stresst, absolvierte die A790GXM-A als bisher beste Platine.

Handhabung: Die A790GXM-A hatte keine Probleme, unsere Bart-PE-Version vom USB-Stick zu booten. Jedoch dauerte es recht lange, bis wir den Startbildschirm zu sehen bekamen. Das Hochfahren vom USB-DVD-Laufwerk klappte dagegen tadellos und schnell. Um das Booten vom USB-Stick zu aktivieren, müssen Sie zuerst den Stick im Bios als erste Festplatte definieren und diese dann als erstes Boot-Device festlegen. Für das USB-DVD-Laufwerk gibt's im Bios ein eigenes Untermenü, in dem Sie das Laufwerk auswählen und zum ersten Boot-Device machen.
Das Einrichten der Platine klappte gut. Allerdings mussten wir die automatische Installation nach einem Reboot erneut manuell starten, um die restliche Software aufspielen zu lassen. Dafür gefiel uns das Platinenlayout: Vor allem das Schnittstellenfeld war aufgeräumt, die Buchsen gut erreichbar. Und auch der Stromverbrauch der A790GXM-A ist eine Erwähnung wert: Sie schaffte sowohl im ausgeschalteten Zustand, als auch im Standby und bei Volllast die bisher niedrigsten Ergebnisse des Testfelds.

Übertaktbarkeit: Die Platine ließ sich im Bios nur sehr wenig übertakten - lediglich die Spannung von CPU, Speicher, North- und Southbridge sowie der Hyperthreading-Takt ließen sich dort anpassen. Wer mehr Optionen haben will, muss das beiliegende Tool AMD Overdrive einsetzen. Hier fiel uns jedoch auf, dass die Temperaturanzeige des Programms nicht mit der im Bios übereinstimmte.

Fazit: Elitegroup hat mit der A790GXM-A eine schnelle und sparsame Platine im Sortiment. Deren Ausstattung vor allem durch den HDMI-Anschluss hervorsticht. Dazu gibt's eine integrierte Grafik und zwei LAN-Buchsen. Übertakten müssen Sie allerdings mittels Software.

Alternative: Sind Ihnen die HDMI-Schnittstelle und die integrierte Grafik nicht wichtig, bekommen Sie für den gleichen Preis die Asus M3A32-MVP Deluxe in der Wifi-Ausführung. Die Platine ließ sich besser übertakten und war in den Tempotests insgesamt etwas schneller als das Elitegroup-Board.

Vergleichstest: Die besten Hauptplatinen mit Sockel AM2+

0 Kommentare zu diesem Artikel
126134