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Kodak Z1015 IS im Test

16.04.2009 | 18:12 Uhr |

Kodaks Bridge-Kamera Z1015 IS bietet auf den ersten Blick alles, was das Fotoherz begehrt: Halbautomatiken, 15fach-Zoomobjektiv von Schneider-Kreuznach, Bildstabilisator, 3-Zoll-Display und extra Sucher. Trotzdem konnte uns das Gerät nicht überzeugen

Testbericht

Schuld daran ist vor allem die Bedienung: Sie wies deutliche Mängel auf, und entspricht damit nicht wirklich der von Kodak immer wieder beworbenen einfachen Benutzerführung.

Handhabung: Bereits nach dem ersten Anschalten fiel uns auf, dass die oberen Symbole auf dem Display sehr unscharf dargestellt werden. Hinzu kommt, dass Sie die Belichtungskorrektur, Blende und Verschlusszeit über ein Wählrad einstellen, das links auf dem Kameragehäuse sitzt - Sie brauchen also beide Hände zum Bedienen, was zwar bei einer DSLR üblich, bei einer relativ kompakten, auf einfache Bedienung ausgelegten Bridgekamera jedoch unangebracht ist. Besser wäre es gewesen, Kodak hätte das Wählrad quer unterhalb des Auslösers platziert.

Auch reagierte das Wählrad sehr träge oder überhaupt nicht. Wiederholen Sie dann einen Einstellschritt, kann es vorkommen, dass die Kamera zu weit springt. Zuguter letzt arbeitet die Kamera sehr langsam, was die Auslöseverzögerung und die Bereitschaft zwischen zwei Aufnahmen angeht.

Bildqualität: Kodaks 10-Megapixel-Kamera produzierte sehr wenig Bildrauschen. Lediglich bei ISO 80 und 1600 waren die Bildfehler etwas deutlicher sichtbar, die Messwerte immerhin befriedigend. Die Eingangsdynamik war sehr hoch. Das bedeutet, dass die Kamera auch sehr kontrastreiche Motive abbilden kann, ohne dass Lichter und Schatten absaufen. Die Ausgangsdynamik, die besagt, wieviele Abstufungen eine Kandidatin zwischen dem hellsten und dem dunkelsten Bildbereich darstellen kann, war noch gut.

Hinsichtlich der Auflösung hatte die Z1015 IS Probleme im Telebereich: Der Messwert lag weit unterhalb der Ergebnisse bei kurzer und mittlerer Brennweite. Da die Auflösung in allen drei Messbereichen zum Bildrand darüber hinaus stark nachließ, kam die Bridge-Kamera auf einen nur befriedigenden Wirkungsgrad.

Ausstattung: Das 15fach-Zoom beginnt bei der Brennweite von 28 Millimetern. Um den hohen Vergrößerungsfaktor auch wackelfrei ausnutzen zu können, steht ein optischer Bildstabilisator zur Verfügung. Ergänzend können Sie die automatische ISO-Erhöhung nutzen. Über das Moduswählrad aktivieren Sie den Panoramaassistenten, die Motivprogramme, den Videomodus sowie die Halbautomatiken. Allerdings bietet Ihnen die Blendenvorwahl nur eine Alternative zum automatisch ermittelten Wert.

Fazit: An der 10-Megapixel-Kamera von Kodak mussten wir vor allem die Bedienung über das Wählrad und die Arbeitsgeschwindigkeit kritisieren. Die Bildqualität war bis auf die ungleichmäßige Auflösung okay.

Alternativen: Die Kodak Z8612 IS hat zwar nur ein 12fach-Zoomobjektiv und arbeitet mit 8 Megapixeln. Sie schnitt jedoch in unseren Bildqualitätstest besser ab. Dafür müssen Sie auf den extra Sucher verzichten.

Varianten:
Kodak Z1015 IS schwarz

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