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Ricoh CX3 im Test

22.02.2010 | 09:37 Uhr |

Die Ricoh CX3 ist eine Superzoom-Digitalkamera mit Weitwinkel-Objektiv und flottem Arbeitstempo. Wie sie sich in unserem Test geschlagen hat, lesen Sie hier.

Ricoh CX3: Testbericht

In der Ricoh CX3 kommt ein CMOS-Sensor zum Einsatz, bei dem die Anordnung der elektrischen Leitungen und der lichtempfindlichen Fläche um 180 Grad gedreht ist. Das Licht aus dem Objektiv fällt somit direkt von hinten auf den Sensor, was die Lichtempfindlichkeit erhöht und das Bildrauschen der Kamera verringern soll.

Bildqualität: Bei kurzer und mittlerer Brennweite ließ die Auflösung der Ricoh CX3 zum Bildrand hin stark nach, so dass die Kamera einen nur ausreichenden Wirkungsgrad von 56,6 Prozent erreichte. Umgerechnet auf die effektive Auflösung sind das 3,1 Megapixel. Auch die Rauschmessung, bei der wir stets Optimierungsmethoden wie Rauschunterdrückung und -minderung ausschalten, fiel nur ausreichend aus. Ein Grund hierfür war die etwas zu aggressive Scharfzeichnung, die bei jeder ISO-Stufe zu finden war.

Die Eingangsdynamik der Ricoh CX3 war befriedigend. Das bedeutet, dass die Kamera bei kontrastreichen Motiven Lichter zum Teil überstrahlen und Schatten zulaufen lässt - was auf Kosten der Details geht. Zudem war die Ausgangsdynamik, sprich, die Anzahl der Helligkeitsstufen zwischen den hellsten und dunkelsten Bildbereichen, nur ausreichend.

Ausstattung: Mittels einer Doppelbelichtung, die Sie über das Moduswählrad aktivieren, lässt sich der Dynamikumfang der Ricoh CX3 erhöhen. Der Multi-Pattern-Weißabgleich analysiert das gesamte Bild und passt sich den verschiedenen Bildbereichen an. Außerdem stehen eine Helligkeits- und eine Kontrastkorrektur zur Verfügung.

Das 10,7fach-Zoom mit einer Brennweite von 28 bis 300 Millimetern lässt sich entweder stufenlos nutzen. Alternativ können Sie auch eine von acht definierten Stufen - 28, 35, 50, 85, 105, 135, 200 und 300 Millimeter - direkt anspringen. Die Videofunktion arbeitet mit 1280 x 720 Pixeln und 30 Bildern pro Sekunde.

Handhabung: Wie von Ricoh gewohnt, arbeitet auch die CX3 superschnell, was Auslöseverzögerung und Bereitschaft zwischen den Aufnahmen angeht. Das Bedienmenü ist übersichtlich und klar strukturiert. Praktisch: Über den Vier-Wege-Joystick lässt sich der Zielpunkt für die Belichtungsmessung und den Autofokus manuell verschieben.

Fazit: Bei der Ricoh CX3 sollten Sie alle Optimierungsmethoden nutzen, die die Kamera bietet. Denn ohne sie produzierte die Kandidatin deutlich sichtbare Bildfehler und Unschärfen an den Bildrändern. Mit der integrierten Rauschunterdrückung und dem mechanischen Bildstabilisator lassen sich beide Probleme verringern. Überzeugt hat uns, wie immer bei Ricoh, das Arbeitstempo.

Alternativen: Auch bei der rund 80 Euro günstigeren Fujifilm Finepix F70 EXR stehen viele Einstelloptionen bereit - beispielsweise lässt sich der Bildsensor in drei Modi betreiben, je nachdem, ob Sie Bilder mit voller Auflösung, wenig Bildrauschen oder hohem Dynamikumfang wollen. Alles in allem war die Ricoh CX3 jedoch besser ausgestattet. Dafür schnitt die Fujifilm Finepix F70 EXR bei den Bildqualitätstest besser ab. So waren der Wirkungsgrad der 10-Megapixel-Kamera etwas höher und das Bildrauschen geringer. Auch beim Dynamikumfang hatte das Fujifilm-Modell die Nase vorn. Der Handhabungspunkt ging jedoch aufgrund ihrer Arbeitsgeschwindigkeit an die Ricoh CX3.

Varianten:
Ricoh CX3 schwarz
Ricoh CX3 violett-silberfarben
Ricoh CX3 hellgrau-dunkelgrau-pink

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