168828

Fujifilm Finepix J150w

20.11.2008 | 11:46 Uhr |

Die Fujifilm Finepix J150w ist mit zwölf Motivprogrammen und einem 5fach-Weitwinkel-Zoomobjektiv ausgestattet, das eine Brennweite von 28 bis 140 Millimetern abdeckt. Die automatisch Gesichtserkennung lässt sich um eine Rote-Augen-Retusche ergänzen.

Bildqualität: Die Scharfzeichnung arbeitet bei dieser Kamera etwas zu aggressiv, was unsere Auflösungsmessung bestätigte. So lag der Wirkungsgrad der Fuji Finepix J150w bei kurzer und mittlerer Brennweite in der Bildmitte bei über 100 Prozent, was auf Artefakte und andere Bildfehler hindeutet - Folgen der übermäßigen Scharfzeichnung. Insgesamt kam die J150w jedoch auf einen sehr hohen mittleren Wirkungsgrad, wobei die Auflösung zum Bildrand hin leicht abfiel. In Sachen Bildrauschen - auch eine Folge der Scharfzeichnung - enttäuschte uns die Kamera ebenfalls. Bereits bei ISO 64 war das Testergebnis nur befriedigend, ab ISO 200 sogar ungenügend. Dafür konnten wir der Kamera einen hohen Dynamikumfang bescheinigen, da sie mit vielen Blendenstufen arbeitet und viele Helligkeitsabstufungen darstellen kann. Die Kunstlichtbilder, die die Kamera im Automatikmodus mit automatischem Weißabgleich machen musste, zeigten einen deutlichen Grünstich. Sie sollten also unbedingt den Weißabgleichsmodus der Lichtquelle anpassen.

Ausstattung: Die 10-Megapixel-Kamera arbeitet - eigentlich untypisch für Fuji - mit SD-Karten. Sie lässt Lichtempfindlichkeiten von ISO 64 bis ISO 3200 zu, Letzteres jedoch bei reduzierter Auflösung (3 Megapixel). Als Verwacklungsschutz kommt ein digitaler Bildstabilisator zum Einsatz, der über eine Erhöhung der Lichtempfindlichkeit funktioniert.

Handhabung: Möchten Sie bei der Fujifilm Finepix J150w die Belichtungskorrektur nutzen oder die Lichtempfindlichkeit ändern, müssen Sie sich dazu durch das ganze Menü hangeln. Ein direkter Zugriff, wie ihn Konkurrenzmodelle bieten, wäre wünschenswert, vor allem, da sich die Kamera als Einsteigergerät versteht.

Fazit: Auch wenn die starke Scharfzeichnung Bildrauschen und Artefakte in der Bildmitte verstärkt - mit der im Schnitt hohen Auflösung und der guten Eingangsdynamik ist die Einsteigerkamera ein Schnäppchen. Allerdings war die Bedienung nicht immer optimal, da sich wichtige Funktionen nur über dass Menü und nicht über extra Knöpfe erreichen ließen.

Alternativen: Die Sony DSC-W170 kostet etwas mehr als das Fujifilm-Modell, lieferte aber eine viel bessere Bildqualität ab. Darüber hinaus besitzt die Sony-Kamera auch ein Weitwinkelobjektiv. Allerdings hat sie auch Nachteile: Die Ausgangsdynamik war begrenzt, die Kunstlichtbilder etwas rotstichig, und die Helligkeit ließ ebenfalls nach. Dafür produzierte die W170 kaum Bildrauschen und bot mehr in punkto Ausstattung.

Einkaufsratgeber Digitalkameras - darauf müssen Sie achten.

0 Kommentare zu diesem Artikel
168828