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Samsung WB650 im Test

18.05.2010 | 13:09 Uhr |

Die Samsung WB650 ist mit einem GPS-Empfänger samt interaktiver Landkarte ausgestattet. Das dazugehörige Kartenmaterial gibt's kostenlos auf der Samsung-Website und lässt sich auf SD-Karte speichern. Lesen Sie, wie die Kamera im Test abgeschnitten hat.

Samsung WB650: Testbericht

Die Samsung WB650 eignet sich vor allem für Leute, die viel unterwegs sind. Denn die Kamera kann zu jedem Bild die Koordinaten speichern und auf einer integrierten Landkarte anzeigen. Diese gibt auf Wunsch auch Sehenswürdigkeiten und andere wichtige Sonderziele (Points of Interest, POIs) aus.

Bildqualität: Die Auflösung der Samsung WB650 verlief sehr gleichmäßig über das gesamte Bild. Allerdings waren die Messwerte sehr niedrig, so dass die Kamera einen nur ausreichenden Wirkungsgrad von 58,8 Prozent erzielte. Umgerechnet entspricht dies einer Auflösung von 4,1 Megapixeln. Bei den Rauschmessungen schnitt die Samsung WB650 ebenfalls unterdurchschnittlich ab und erzielte bei keiner Empfindlichkeitsstufe ein besseres Ergebnis als "ausreichend". Schuld daran war unter anderem die Scharfzeichnung, die etwas zu aggressiv arbeitete.

Die Eingangsdynamik war befriedigend. Das bedeutet, dass bei kontrastreichen Motiven die Details in Lichtern und Schatten verloren gehen können. Auch die Ausgangsdynamik, die die Anzahl der Helligkeitsstufen angibt, die eine Kamera zwischen den hellsten und dunkelsten Bildbereichen produziert, war nur befriedigend.

Ausstattung: Die Samsung WB650 besitzt einen integrierten GPS-Empfänger, der zu jeder Aufnahme die geografischen Koordinaten im Exif-Header erfasst, so dass sich die Bilder später einfach einer Karte zuordnen lassen. Die Samsung WB650 selbst verfügt über eine interaktive Landkarte, die Sie auch als Fremdenführer mit Infos zu Sonderzielen einsetzen können.

Das 15fach-Zoomobjektiv liefert eine Anfangsbrennweite von 24 Millimetern, was besonders weitwinklige Aufnahmen möglich macht. Zur Bildstabilisierung setzt die Kamera auf eine mechanische Lösung, sprich, einen beweglichen Bildsensor.

Handhabung: Der GPS-Empfänger lässt sich über einen Schiebeschalter auf der Gehäuseoberseite aktivieren. Möchten Sie die interaktive Landkarte aufrufen, finden Sie sie die dazugehörige Option auf dem Moduswählrad. Das Kartenmaterial, das es auf der Samsung-Website kostenlos zum Herunterladen gibt (Registrierung nötig!), müssen Sie etwas umständlich auf SD-Karte installieren. Eine Anleitung finden Sie unter dem Download-Link.

Fazit: Die Samsung WB650 eignet sich dank GPS und Landkarte gut für den Urlaub. Im Test funktionierte das Herunterladen und Installieren der Karten gut, wenn auch etwas umständlich. Dafür ließ die Bildquualität der Digitalkamera zu wünschen übrig: Vor allem die niedrige Auflösung und das starke Bildrauschen trübten die Fotofreude.

Alternativen: Die Samsung ST1000 ist ebenfalls mit einem GPS-Empfänger ausgestattet. Die Kamera schnitt bei den Bildqualitätstests besser ab als die WB650, vor allem hinsichtlich Bildrauschen und Wirkungsgrad. Dafür müssen Sie bei der ST1000 auf das Weitwinkelobjektiv mit Superzoom verzichten.

Varianten:
Samsung WB650 schwarz
Samsung WB650 grau

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