Neben der Mailfunktion ist der Mini-Webbrowser die zweite Kernkomponente von PocketWeb. Er unterstützt nicht nur den normalen HTML-Standard, sondern auch teilweise Javascript, animierte GIFs und Cookies. Außerdem beherrscht er das WAP-Protokoll zur Darstellung Handy-optimierter Websites. Der Aufruf von HTTPS-Seiten funktionierte in unserem Testgerät bereits, obwohl 1&1 in einer FAQ angibt, dass dies erst in einer kommenden Firmware-Version möglich sein soll. Völlig ausgereift war die HTTPS-Implementierung auch noch nicht. Wir mussten für jedes Seitenelement das Sicherheitszertifikat bestätigen. Wir konnten das Problem umgehen, indem wir in den Optionen die Anzeige von Sicherheitshinweisen generell deaktivierten.
Theoretisch können Sie dank der HTML-Unterstützung nahezu jede Web-Seite aufrufen. Im praktischen Einsatz stößt man aufgrund der kleinen Auflösung und der GPRS-Geschwindigkeit von durchschnittlich 50 KBit/s schnell an Grenzen. Immerhin lässt sich die Ansicht in vielen Punkten anpassen. Sie haben die Wahl zwischen mehreren Zoomstufen und Rendermodi. Zudem lassen sich Bilder und Scripts abschalten, um die Ladezeit zu verringern.
Flash- und Java unterstützt PocketWeb nicht. Das gleiche gilt für Pop-ups. Dadurch bleibt der Anwender zwar vor Werbe-Fenstern verschont. Manche Website, die Inhalte als Pop-up ausliefert, lässt sich dadurch aber nur eingeschränkt oder gar nicht nutzen. Ein Surferlebnis, das dem am PC nahe kommt, darf man also nicht erwarten. Hier verspricht die Werbung mit der Aussage "Von überall im Internet surfen so bequem wie von zu Hause!" eindeutig zu viel.
Lesen Sie auf der nächsten Seite:
Vorherige Seite
Seite 4 von 7
Nächste Seite



