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Creative Vado

30.06.2008 | 14:55 Uhr |

In Zeiten von eierlegenden Wollmilchsäuen im Technik-Bereich ist es schön, dass es auch noch Geräte gibt, die nur einem einzigen Zweck dienen. Creative Vado ist ein solches Gerät: Es nimmt Videos auf, mehr nicht. Wir haben uns die Mini-Videokamera für unterwegs angesehen.

Youtube hat seinen Siegeszug im Internet angetreten, tausende Anwender laden dort täglich neue Video-Schnippsel hoch. An Fans dieser Mini-Videos richtet sich die Creative Vado , eine kleine Videocam für unterwegs, mit der sich in schnell Video-Schnappschüsse erstellen und mit einem Klick auf die einschlägigen Portale hochladen lassen.

Ausstattung: Die Creative Vado ist in etwa so groß wie eine Zigaretten-Schachtel, aber nur halb so dick. Die Kamera wiegt rund 90 Gramm (inklusive Akku) und verfügt an der Frontseite über ein 2 Zoll großes LC-Display sowie gut erreichbare Steuerbuttons für das Aufzeichnen und Abspielen von Videos. Die Kameralinse mit zweifachem optischem Zoom ist an der Rückseite untergebracht. Der interne Speicher ist 2 GB groß, aufgezeichnet wird mit maximal 640x480 Pixel. In das Gehäuse integriert ist zudem ein USB-Stecker, der zum Anschluss der Vado an den PC aus dem Gerät geklappt wird. Die für das Betrachten der Videos auf dem PC und das Hochladen der Filme auf Youtube nötige Software ist bereits auf der Kamera vorinstalliert. Die Kamera ist in den Farben Silber und Pink erhältlich, der Akku ist austauschbar.

Bedienung: Die Bedienung der Creative Vado gestaltete sich kinderleicht - einschalten, filmen, fertig. Die Kamera liegt recht gut in der Hand, allerdings offenbart das Display bei sehr hellem Umgebungslicht sehr schnell Schwächen. Die Bedienelemente sind sinnvoll platziert, so dass sich die Vado schnell intuitiv bedienen lässt.

Qualität: Die maximale Auflösung der Creative Vado beträgt 640x480 Pixel. Mehr darf man in Sachen Bildqualität auch nicht erwarten. Für ein schnelles (Fun)-Video zwischendurch reicht es, für mehr aber nicht. Gerade bei schlechten Lichtverhältnissen gerät das Bild schnell zu dunkel, bei zu viel Sonnenlicht wird es mitunter grell. Auch der Sound geht über das interne Mikro in Ordnung, wenn man sich der Ausrichtung der Kamera als Fun-Gadget immer Gewahr ist. Eine Profi-Kamera ersetzt die Creative Vado mit Sicherheit nicht - soll sie aber auch nicht, sie ist vielmehr als Ergänzung zu verstehen.

Fazit: Für wen eignet sich die Creative Vado? Im Grunde nur für diejenigen Anwender, die keine hochwertigen Videos für ihr privates Filmarchiv wünschen (Kindergeburtstag, Hochzeit, etc.), sondern schnell und bequem Filmchen von Partys oder Ausflügen drehen wollen, ohne gleich die große Videokamera mitschleppen zu wollen. Wir finden den Preis von 100 Euro für das Gebotene allerdings zu hoch. Hier stößt man schon in den Bereich von Einsteiger-Digitalkameras vor, die ebenfalls kompakt und in Sachen Video mindestens ebenbürtig sind. Zudem fehlt in der Grundausstattung der Vado sinnvolles Zubehör wie beispielsweise eine Tasche, mit der sich das Gerät besser schützen ließe. So sind Display und Kameraoptik beim Transport schnell der Gefahr von Kratzern ausgesetzt. Wer auf zusätzlichen Schnickschnack verzichten will und ein einfach zu bedienendes Gerät für seine künftigen Youtube-Auftritte sucht, sollte sich die Vado näher ansehen.

Alternativen: Eine reine Videokamera in der Art ist uns sonst noch von keinem Hersteller bekannt. Jedoch hat beispielsweise Aiptek eine Reihe von kleinen Mini-Camcordern auf SD-Kartenbasis im Programm, die zusätzlich auch digitale Bilder schießen können.

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