Mehr Navi als Handy

Garmin Asus nüvifone M10 im Test

Freitag den 11.06.2010 um 13:45 Uhr

von Yvonne Göpfert

Alternativ zu Google Maps lassen sich beim Garmin Asus nüvifone M10 auch die Karten des Navi-Herstellers Garmin nutzen. Lesen Sie den Test.
Garmin Asus nüvifone M10 im Test
Vergrößern Garmin Asus nüvifone M10 im Test
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Autofahrer aufgepasst: Wer sich nicht extra ein Navi kaufen will, kann zu einem Navigations-Handy greifen. Wenn Sie viel unterwegs sind und häufig fremde Adressen ansteuern müssen, ist das Garmin Asus nüvifone M10 eine echte Alternative.

Das nüvifone M10 ist eine Koproduktion zwischen Karten-Experte Garmin und Smartphone-Hersteller Asus. Von Garmin kommen die Karten für Westeuropa. Sie werden auf einer microSD-Karte mit 4 GB mitgeliefert. Der Vorteil gegenüber Google Maps: Wer die Karten im Ausland nutzt, muss keine Angst vor Roaming-Gebühren haben. Mit Hilfe der vorinstallierten Karten gelangt der Nutzer sowohl zu Fuß als auch mit dem Auto gut ans Ziel. Per Pedes werden typische Fußgängerwege wie Unterführungen oder Parkanlagen in die Routenberechnung mit einbezogen. Autofahrer erfahren beim Garmin Asus nüvifone M10 per Sprachanweisung, wo es lang geht. Die Berechnung der Route dauert bis zu 30 Sekunden. Die Sprachansagen kommen laut und deutlich aus dem Lautsprecher.

Navi mit Fahrspurassistent
Damit sich der Fahrzeuglenker leichter in die richtige Fahrbahn einordnen kann, zeigt beim Garmin Asus nüvifone M10 ein Fahrspurassistent auf jeder Kreuzung die richtigen Spuren für das nächste Abbiegemanöver an - sehr schön. Außerdem bringt er aktuelle Daten zu Tankstellen, Parkmöglichkeiten oder Polizei und Kliniken. Sie können direkt aus der Kartenanwendung heraus dort anrufen oder sich direkt hinlotsen lassen.

Zusätzlich kann der Nutzer auf dem Garmin Asus nüvifone M10 Online-Dienste in Echtzeit abrufen. Die nüvifone Online Services bieten beispielsweise Verkehrsnachrichten, Radarinfos, den Wetterbericht sowie aktuelle Flugstati. Sie sind die ersten 30 Tage kostenlos verfügbar. Danach besteht die Möglichkeit, die Staumeldungen und Radarinfos für 50 Euro im Jahr zu abonnieren. Ferner erlaubt das integrierte GPS ortbezogene Dienste. Um diese Services abzurufen, empfiehlt sich ein entsprechender Datentarif.

Das Garmin Asus nüvifone M10 wird mit einer KFZ-Halterung fürs Auto sowie einem Ladekabel für den Zigarettenanzünder ausgeliefert - praktisch und nicht bei allen Handyherstellern der Fall.

Zäher Touchscreen
Das Smartphone wird über einen resistiven 3,5-Zoll-Touchscreen bedient. Auflösung und Helligkeit sind hoch. Doch der Nutzer muss schon recht fest drücken, damit sich auf dem Bildschirm etwas regt. Für alle Fälle hat der Hersteller daher einen Stift beigelegt. Multitouch unterstützt das Handy nicht - weder im Browser, noch in der Fotogalerie, noch in der Navigation.

Das Garmin Asus nüvifone M10 läuft unter Windows Mobile 6.5.3 Professional. Die nüviphone-Oberfläche hat Garmin in Kooperation mit Asus darübergelegt. Doch während HTC mit Sense eine runde Bedienoberfläche für seine Windows Mobile Phones geschaffen hat, die sich mit dem Finger gut bedienen lässt, trifft man beim Garmin Asus nüvifone M10 immer wieder auf das nackte, wenig Touchscreen-freundliche Windows-Menü.

Datenabgleich - alles bestens
Im Rahmen von Windows hat der Anwender Zugriff auf E-Mails, Kontakt- und Kalenderdaten sowie Instant-Messaging. Microsofts großer Vorteil: Der Datenabgleich mit Outlook auf dem PC ist unkompliziert. Da könnten sich andere Betriebssysteme eine Scheibe davon abschneiden. Zudem kann sich der Nutzer Apps aus dem Windows Marketplace herunterladen.

Internet und soziale Netzwerke
In punkto soziale Netzwerke bleibt das Garmin Asus nüvifone M10 jedoch weit hinter anderen Handy-Modellen zurück: Die Fähigkeit, Facebook- und Twitter-Kontakte oder Updates automatisch ins Adressbuch zu ziehen, ist nicht integriert.

Im Web surfen macht mit dem großen Bildschirm und der schnellen Datenübertragung per WLAN und HSDPA viel Spaß, denn trotz Internet Explorer als Browser sind die Daten recht schnell geladen. Fotos hochladen ging allerdings nicht ganz so flott - der Upload per HSUPA wird nicht unterstützt.

Freitag den 11.06.2010 um 13:45 Uhr

von Yvonne Göpfert

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