Aldi-Notebook

Medion Akoya P6640 im Test

Donnerstag den 25.04.2013 um 10:00 Uhr

von Thomas Rau

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Das Aldi-Notebook Medion Akoya P6640 bietet eine Terabyte-Festplatte und eine leistungsfähige Grafikkarte - für nur 459 Euro. Genügt das, um im Test zu überzeugen?
Das neue Aldi-Notebook mit 15,6-Zoll-Display ist ein Allrounder ohne auffällige Extras - weder technisch noch optisch. Dafür fällt der Preis auf: Für 459 Euro bekommen Sie zwar auch andere Notebooks mit einem aktuellen Core i3 wie dem Core i3-3120M (2,5 GHz, kein Turbo-Boost), der im Aldi-Notebook sitzt - aber kaum eines bietet eine so große Festplatte oder eine so spieletaugliche Grafikkarte.
Das Aldi-Notebook besitzt einen hellgrauen
Kunststoffdeckel
Vergrößern Das Aldi-Notebook besitzt einen hellgrauen Kunststoffdeckel

Optisch ist das Aldi-Notebook unauffällig

Der Trend, dass auch große Notebooks immer schlanker und leichter werden, geht am Akoya P6640 ziemlich spurlos vorüber: Mit einem Gewicht von 2,58 Kilogramm und einer Bauhöhe von 30 Millimetern gewinnt es keinen Model-Wettbewerb. Gleiches gilt für das Design mit dunkelgrauem Deckel und Handballenablage, die zum Display hin ins Dunkle verläuft.Das soll ein bisschen an Alu-Optik erinnern - das Aldi-Notebook sitzt aber in einem Plastik-Gehäuse. Das immerhin ist weitgehend stabil und knarzfrei verarbeitet.

Viel Ausstattung zum kleinen Preis

Design ist also nicht die Stärke des Akoya P6640 - die liegen woanders: Zum Beispiel in der Aussattung - sie ist top für den aufgerufenen Preis, wie bei den meisten Aldi-Notebooks. Sie bekommen eine große Seagate-Festplatte mit knapp 1 Terabyte Speicherplatz, viele Schnittstellen, darunter zweimal USB 3.0 und HDMI, aber auch das inzwischen eigentlich überflüssige VGA. Das ist vollkommen ausreichend für den normalen PC-Alltag.

Medion Akoya P6640 Schnittstellen
Rechts 2 USB 2.0, Audioeingang, Audioausgang
Links VGA, HDMI, 2 USB 3.0, LAN, Kensington
Vorne Kartenleser (SD, MS/Pro)
Sonstiges Web-Kamera
Der DVD-Brenner lääst sich ausbauen, um das Aldi-Notebook
mit einer zweiten Festplatte aufzurüsten
Vergrößern Der DVD-Brenner lääst sich ausbauen, um das Aldi-Notebook mit einer zweiten Festplatte aufzurüsten

Allerdings fehlen Kleinigkeiten, die bei etwas teureren Notebooks inzwischen dazugehören - zum Beispiel funkt das WLAN-Modul nur über die meist überfüllte Frequenz 2,4 GHz, nicht auch über 5GHz. Andererseits bietet es auch Extras, die Sie bei der Konkurrenz vergeblich suchen: Wer noch mehr Speicherplatz benötigt, tauscht den DVD-Brenner über zwei Schiebschalter auf der Gehäuseunterseite gegen eine zweite Festplatte aus - Medion nennt diese Funktion Connect XL.

Medion Akoya P6640 Ausstattung
Prozessor Intel Core i3-3210M (2,5 GHz)
Arbeitsspeicher (nutzbar/eingebaut) 7870 / 8192 MB DDR3-1600 Hynix
Festplatte 931,39 GB Seagate Momentus 5400
DVD-Brenner TSST SU-208BB
Grafikkarte Nvidia Geforce GT 740M (1 GB DDR3)
Display 15,6 Zoll / 1366 x 768 Bildpunkte / entspiegelt
Gewicht 2,58 Kilogramm / 540 Gramm (Netzteil)
Maße (L x B x H) 38 x 26,2 x 3 cm
Akku 56 Wattstunden
Netzwerk Gigabit-LAN, 11n-WLAN (2,4 GHz), Bluetooth 4.0
Betriebssystem Windows 8 (64 Bit)

Systemleistung

Die Rechenleistung des Aldi-Notebooks ist ganz ordentlich. Der Ivy-Bridge-Core-i3 erreicht auch ohne Turbo Boost in etwa die Leistung eines Core i5 aus der Vorgänger-Generation Sandy Bridge. Für die typischen PC-Aufgaben reicht das aus, nur Multimedia-Arbeiten und aufwändiges Multi-Tasking macht ein aktueller Core i5 oder Core i7 besser.

Medion Akoya P6640 Rechenleistung
Tempo bei Multimedia-Programmen 57 Punkte (von 100)
Tempo bei Büroprogrammen 71 Punkte (von 100)
3D-Leistung 75 Punkte (von 100)

Das gefühlte und gemessene Tempo liegt allerdings deutlich hinter einem Notebook mit SSD. Dem Medion Akoya P6640 fehlt ein solcher geschwindigkeitsbeschleunigender Flash-Speicher - das ist für diesen Preis nicht drin.

Modellbezeichnung Modell Prozessor Arbeitsspeicher (GB) SSD Multimedia (Tempo-Punkte) Büroprogramme (Tempo-Punkte)
HP SpectreXT 13-2000eg Core i5-3317U 4 ja 99 99
Nexoc B509 Core i5-3210M 4 ja 98 99
Asus Zenbook Prime UX31A Core i5-3317U 4 ja 91 83
SamsungSerie 5 530U4E Core i5-3337U 4 ja (nur Puffer-SSD) 66 62
Medion Akoya P6640 (MD99220) Core i3-3210M 8 nein 57 71
Acer Aspire V5-571PG Core i5-3317U 4 nein 54 63
Asus N56VJ Core i5-3210M 6 nein 48 39
Dell Inspiron 15R (5521) Core i5-3317U 8 nein 44 32

Spieleleistung

Für 3D-Kraft sorgt im Medion Akoya P6640 die Nvidia Geforce GT 740M - sie basiert auf der aktuellen Kepler-Architektur im 28-Nanometer-Verfahren und bringt 384 Shader-Einheiten mit. Allerdings nutzt Medion die leistungsschwächere Variante mit 64-Bit-Anbindung an den 1 GB großen DDR3-Speicher. Die Taktrate beträgt dafür üppige 980 MHz.

In der maximalen Displayauflösung von 1366 x 768 Bildpunkten schultert das Aldi-Notebook damit die meisten Spiele - auch aktuelle. Für die höchsten Detailstufen reicht es zwar nicht ganz: Aber beispielsweise lässt sich Battlefield 3 in der Stufe "Hoch" noch flüssig spielen, erst bei Ultra sinkt die Bildrate unter die Spielbarkeitsgrenze.

Ältere Games wie Far Cry 2 bereiten dem Geforce GT 740M keine Probleme: Selbst wenn Sie alle Regler hochziehen (Ultra High, 8x Antialiasing) erreicht das Aldi-Notebook 30 Bilder pro Sekunde.

3D-Tests Ergebnisse
3D Mark 11 1840 Punkte (Performance)
3D Mark Vantage 6037 Punkte (Performance)
3D Mark 5014 (Cloud Gate)
Battlefield 3 (Ultra) 17 Bilder pro Sekunde
Battlefield 3 (Hoch) 33 Bilder pro Sekunde
Battlefield 3 (Mittel) 36 Bilder pro Sekunde
Far Cry 2 (Ultra High) 50 Bilder pro Sekunde
Far Cry 2 (Ultra High, 8xAA) 30 Bilder pro Sekunde

Bildschirm

Das Display vermittelt allerdings keinen großen Spielespaß: Es zwar einigermaßen hell und kontraststark, die Farbdarstellung überzeugt aber nicht unbedingt. Außerdem reduzieren sich Kontrast und Farbsättigung deutlich, wenn Sie schräg auf den Bildschirm schauen. Die Testwerte sind typisch für Durchschnitts-Displays, die Sie in den meisten Notebooks in dieser Preisklasse finden. Auch das Medion Akoya P6640 eignet sich trotz der entspiegelten Displayoberfläche daher vor allem für normale Zimmerbeleuchtung, nicht für draußen.

Bildschirm Testergebnisse
Helligkeit (9 Messpunkte) 163 cd/qm
Kontrast 528:1
Helligkeitsverteilung 82 Prozent

Das Aldi-Notebook ist zwar kein Leisetreter: Der Lüfter säuselt mit 0,7 Sone vor sich hin, wenn das Notebook nichts zu tun hat. Unter Last dreht er auf 1,7 Sone auf: Das stört allerdings nur empfindliche Nutzer und auch dann nur, wenn sie in einer ruhigen Umgebung konzentriert arbeiten wollen.

Mobilität

Das Aldi-Notebook besitzt einen recht großen Akku mit 56 Wattstunden. Der reicht im Test für eine sehr ordentliche Laufzeit von über sechs Stunden. Damit gewährleistet das Medion Akoya P6640 gute Mobilität - zumindest in der Wohnung, denn für längere Reisen ist eszu schwer.

Medion Akoya P6640 Mobilität: Testergebnisse
Akkulaufzeit 6:16 Stunden
Gewicht Notebook 2580 Gramm
Gewicht Netzteil 540 Gramm

Aldi-Notebook Medion Akoya P6640 im Test: Fazit

Das Medion P6640 eignet sich für Notebook-Einsteiger oder Käufer, die einen älteren Laptop durch ein aktuelles Windows-8-Notebook ersetzen wollen - und dabei vor allem auf den Preis achten. Spezielle Wünsche - elegantes Design, hochwertiger Bildschirm, Top-Thema durch SSD - erfüllt das Medion Akoya P6640 nicht. Stattdessen paart es zum kleinen Preis umfassende Ausstattung mit ordentlicher Spieletauglichkeit und einer guten Akkulaufzeit - und das macht es zum empfehlenswerten Allrounder und absolut mehrheitsfähig.

Donnerstag den 25.04.2013 um 10:00 Uhr

von Thomas Rau

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