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Günstiger Aldi-PC

Medion Akoya E2040 D im Test

28.11.2013 | 10:00 Uhr |

Ab dem 28. November 2013 steht wieder ein erschwinglicher Komplett-PC in den Regalen der Aldi-Filialen. Der Medion Akoya E2040 D soll als Multimedia-Computer gute Dienste verrichten. Ob der Discounter-Rechner sein Geld wert ist, erfahren Sie im Test.

Pünktlich zum Weihnachtsgeschäft soll der neue "Aldi-PC" Medion Akoya E2040 D die Kassen des beliebten Discounters klingeln lassen. Doch bevor Sie 400 Euro Ihres lang ersehnten Weihnachtsbonus in den Komplettrechner stecken, sollten Sie erst einmal unseren Test lesen. Denn wir verraten Ihnen, für wen der Computer am besten geeignet ist und was Sie alles damit anstellen können – und was nicht.

Ausstattung: magere Hardware

Haswell-CPU im Aldi-PC.
Vergrößern Haswell-CPU im Aldi-PC.

Als Prozessor setzt Medion den Intel Core i3-4130 ein, bei dem es sich um einen Zweikerner aus der aktuellen vierten Core-Generation (Codename "Haswell"). Hyper-Threading ermöglicht dennoch das parallele Abarbeiten von vier Aufgaben. Weiterhin fällt auf, dass die CPU Befehlssatzerweiterungen wie VT-x oder SSE4.2 beherrscht, was in verschiedensten Einsatzszenarien wie einer virtuellen Umgebung oder passende Taktraten ermöglicht. Für den Alltag reicht die Leistung allemal. Der Arbeitsspeicher misst ausreichende 4 GB und verteilt sich auf zwei PC3-12800-Module von Samsung, die einen flotten Arbeitstakt von insgesamt 1600 MHz aufweisen. Als Betriebssystem installiert Medion bereits Windows 8.1 vor, das durch eine flotte und flüssige Bedienung besticht. Allerdings stören sich viele Anwender immer noch am Modern-UI-Design.

Die Ausstattung ist recht mager.
Vergrößern Die Ausstattung ist recht mager.

Eine separate Grafikkarte ist nicht verbaut, die integrierte Prozessor-Grafikeinheit Intel HD Graphics 4400 übernimmt die Verarbeitung der Effekte und parallelen Berechnungen. Zwar ist die Leistung der Onchip-Grafik im Vergleich zu Vorgänger-Generation gestiegen, doch für wirklich aufwändige (Multimedia-) Software oder Spiele reicht es immer noch nicht. Die Festplatte von Seagate verfügt über eine ordentliche Bruttokapazität von 1 TB, übrig bleiben knapp 900 GB auf einer Partition. Sehr schön: Ab Werk gibt es bereits eine rund 60 GB große Recovery-Partition , um das System im Notfall komplett wiederherzustellen. Das Netzteil der taiwanischen FSP-Group liefert mit 350 Watt Nennleistung genügend Energie für alle Komponenten.

Technischen Daten

Medion Akoya E2040 D

Hauptplatine

Medion MS-7848

Chipsatz

Intel H81

Bios-Version

American Megatrends M7848W08.20C

Prozessor (Takt / physikalische Kerne)

Intel Core i3-4130 (3,4 GHz / 2)

Grafikkarte: Bezeichnung / Shader / Chiptakt / (physikalischer) Speichertakt

Intel HD Graphics 4400 / 16 Stück / 350 MHz / 800 MHz

Grafikspeicher (shared)

0 (ja)

Grafiktreiber

Intel 10.18.10.3282

Festplatte(n)

Seagate ST1000DM003-1CH162

Soundchip

Onboard: Realtek High Definition Audio

TV-Modul

nicht vorhanden

Betriebssystem, Typ

Windows 8.1, 64-Bit

Anschluss-Armut & Lieferumfang

Auf der Rückseite gibt es nur wenig Anschlüsse.
Vergrößern Auf der Rückseite gibt es nur wenig Anschlüsse.

Auf der Rückseite gibt es tatsächlich recht wenig zu sehen: Es stehen lediglich vier USB-2.0-Ports, einmal HDMI und ein Gigabit-LAN-Anschluss zur Verfügung, hinzu kommt ein VGA-Anschluss und die Audio-Buchsen. Auf der Vorderseite steht die einzige USB-3.0-Schnittstelle bereit sowie ein 4-in-1-Speicherkartenleser, Front-Audio und einmal USB 2.0. Die Klavierlack-Front glänzt zwar schön, hässliche Fingerabdrücke lassen sich aber nicht vermeiden. Hinter einer Blende befindet sich auch der DVD-Brenner von Samsung. Immerhin lässt sich der Aldi-PC auch drahtlos mit dem Internet verbinden, das WLAN-Modul funkt bis zum flotten 802.11n-Standard. Der Lieferumfang beinhaltet lediglich Tastatur und Maus, was wir als obligatorische Dreingabe betrachten. Bei der Software gibt es ein umfangreiches Multimedia-Paket von Ashampoo und Cyberlink. An der Oberseite integriert der Hersteller den Medion-Datenhafen-3 , der aufgrund seiner proprietären USB-3.0-Schnittstelle nur kompatible externe Medion-Festplatten aufnimmt.

Ausstattung

Medion Akoya E2040 D

Arbeitsspeicher: eingebaut / verfügbar / maximal

4096 / 4096 / 8192 MB

Speicher

 

HDD (Nennkapazität / verfügbar)

1000 / 931 GB

Optisches Laufwerk

DVD-Brenner (TSSTcopr CDDVDW SH-216DB)

Speicherkartenleser

ja (4-in1)

Netzwerk: Kabel (Typ)

1x Gigabit Ethernet

Netzwerk: WLAN (Standard)

Realtek RTL8188CU Wireless LAN (802.11b/g/n, bis zu 300 Mbit/s)

Anschlüsse

1x USB 3.0, 5x USB 2.0, 1x HDMI, 1x VGA, 5.1 Audio-Klinke, 1x Kopfhörer, 1x Mikrofon

Netzteil: Bezeichnung / Nennleistung / Zertifizierung

FSP Group FSP350-60EMDN / 350 Watt / keine

Lieferumfang

Tastatur & Maus, 30-Tage-Testversion Office 365, Medion MediaPack (Ashampoo Burning Studio, Ashampoo Photo Commander, Ashampoo Photo Optimizer und Ashampoo Snap), Mediathek, Cyberlink Power2Go, Cyberlink PowerDVD, Cyberlink MediaEspresso und Cyberlink Photo Director.

Leistungstests: gemächlicher Rechner

Die Leistung genügt fürs Büro und fürs Surfen, mehr ist
leider nicht drin.
Vergrößern Die Leistung genügt fürs Büro und fürs Surfen, mehr ist leider nicht drin.

Laut PCMark 7 macht der Medion Akoya E2040 D in Büro- und Multimedia-Anwendungen nicht allzu schnell schlapp. Doch wenn es um Spiele geht oder aufwändigere Software wie Videobearbeitung geht der Rechner in die Knie, da es sich lediglich um eine integrierte Grafik handelt: Der DirectX-11-Benchmark 3DMark 11 kommt auf maue 271 Punkte. Und auch im neuen 3DMark zeigt sich, dass es sich um einen reinen Office-PC handelt. Simple Browsergames sind natürlich kein Problem.

Geschwindigkeit

Medion Akoya E2040 D

Büro- und Multimedia-Leistung (PC Mark 7, Overall-Performance)

3839 Punkte

Spiele-Leistung

 

3DMark 11 (Extreme-Voreinstellungen)

271 Punkte

3DMark (Ice Strom / Cloud Gate / Fire Strike)

43 711 / 4924 / 626

Prozessor-Leistung (Cinebench 11.5, ein Kern / alle Kerne)

1,49 / 3,67 Punkte

Stromverbrauch & Betriebsgeräusch

Für die Konfiguration ist das Netzteil von FSP ausreichend
leistungsfähig.
Vergrößern Für die Konfiguration ist das Netzteil von FSP ausreichend leistungsfähig.

Egal ob unter Last oder im Leerlauf, der Aldi-PC ist ziemlich leise – klar, denn eine meist laute Grafikkarte fehlt ja auch! Auch bei der Leistungsaufnahme profitiert das System vom fehlenden Pixelbeschleuniger und der energieeffizienten Haswell-CPU. Der maximale Stromverbrauch liegt bei 53 Watt. Bei der geringen Leistung war dieses Ergebnis jedoch zu erwarten. Heruntergefahren verlangt der Rechner immer noch 0,2 Watt, der Netzschalter kappt jedoch zuverlässig die Verbindung.

Umwelt und Gesundheit

Medion Akoya E2040 D

Stromverbrauch: Heruntergefahren

0,2 Watt

Stromverbrauch: Netzschalter aus

0,0 Watt

Stromverbrauch: Last

53 Watt

Stromverbrauch: Energie sparen

2,1 Watt

Stromverbrauch: Desktop-Betrieb

27 Watt

Betriebsgeräusch: geringe Last

0,7 Sone

Betriebsgeräusch: hohe Last

1,1 Sone

Aufrüstung des Aldi-PCs

Genügend Möglichkeiten zum Aufrüsten gibt es.
Vergrößern Genügend Möglichkeiten zum Aufrüsten gibt es.

Beide Arbeitsspeicher-Slots sind bereits ab Werk belegt, doch die aktuellen Preis für RAM ermöglichen hier eine einfache Aufrüstung auf insgesamt bis zu 8 GB. Eine Grafikkarte lässt sich aufgrund des freien PCI-Exress-x16-Steckplatzes einwandfrei nachrüsten. Berücksichtigen Sie hier jedoch das recht schwache Netzteil! Zwei weitere PCI-Express-x1-Bänke sind ebenfalls noch frei, um beispielsweise eine TV-Tuner-Karte einzubauen. Weiterhin sind noch zwei SATA-Anschlüsse und ein 3,5-Zoll-Schacht für eine weitere Festplatte frei. Die vernünftigere Wahl wäre hier aber eine SSD, die dem System ordentlich Beine macht.

Erweiterungsmöglichkeiten

Medion Akoya E2040 D

Freie SATA-Anschlüsse

2x

Freie PCI-Express-x16-Anschlüsse

1x

Freie PCI-Express-x1-Anschlüsse

2x

Freie 3,5-Zoll-Schächte

1x

Test-Fazit zum Aldi-PC Medion Akoya E2040 D

Reiner Office-PC für geringe Ansprüche.
Vergrößern Reiner Office-PC für geringe Ansprüche.

Der aktuelle Aldi-PC Medion Akoya E2040 D ist ein reiner Office-PC und mehr auch nicht. Das bedeutet nur ausreichende Leistung auf der einen, und geringer Stromverbrauch und ein leises Betriebsgeräusch auf der anderen Seite. Wenn Sie also keine hohen Ansprüche haben und lediglich einen Computer zum Arbeiten und Surfen im Internet suchen, dann ist dieser Rechner hier keine schlechte Wahl. Allerdings geht das auch günstiger. Und mehr Leistung für 400 Euro ist auch möglich: Andere Hardware-Schmieden konfigurieren Ihnen ausbalanciertere Systeme, meist sogar mit separater Grafik oder inklusive einer kleinen (Puffer-) SSD. Wer etwas mehr investiert kann zu einem All-in-One-PC greifen, der weniger Platz auf dem Schreibtisch beansprucht und mit mehr Stil daherkommt.
Immerhin installiert Medion gleich das flotte Windows 8.1 und packt ordentlich viel Software dazu. Über die Programme lässt sich freilich streiten, aber eine gute Grundausstattung ist unserer Meinung nach nicht verkehrt. 

Allgemeine Daten

Medion Akoya E2040 D

Testkategorie

PCs

Hersteller

Medion

Internetadresse von Medion

www.medion.de

Preis (unverbindliche Preisempfehlung)

399 Euro

Medions technische Hotline

01805/633466

Garantie des Herstellers

36 Monate

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