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Medion Titanium MD 8385

25.07.2005 | 10:00 Uhr |

Seit Donnerstag 21. Juli 2005 verkauft Aldi-Süd wieder einen Angebots-PC. Wir haben uns ein Gerät angesehen und sagen Ihnen, was das Medion Titanium MD 8385 genannte Gerät taugt und für welche Anwender dieser PC geeignet ist.

Wie schon bei den letzten Aldi-PCs gehen wir davon aus, das Sie das Gerät auch noch einige Tage später in den meisten Filialen von Aldi-Süd bekommen können. Im Gegensatz zu den PCs im März und November handelt es sich bei dem aktuellen Rechner weniger um einen hochgezüchteten Boliden, sondern vielmehr um einen PC für das heimische Arbeitszimmer. Er bietet daher auch nicht die absoluten Hochleistungskomponenten; der Medion Titanium MD 8385 ist mit einem Preis von 699 Euro dafür aber auch deutlich günstiger als die Frühjahrs- und Herbst-Maschinen.

Übrigens: Einen Vergleich aller von uns seit Oktober 2004 getesteten Discounter-PCs finden Sie hier .

Tempo: Die Ergebnisse der Office und Multimedia-Benchmarks lagen im Mittelfeld und damit genau dort, wo es Prozessor und Arbeitsspeicher erwarten ließen. Auch bei der 3D-Leistung zeigten sich keinerlei Überraschungen: 16,77 Bilder/s entsprechen den Möglichkeiten der Turbo-Cache-Grafikkarte. Im Multi-Applikations-Benchmark (All-Over) zeigte sich insbesondere der Nachteil des einkanaligen Arbeitsspeichers und des nur mit 533 MHz Front-Side-Bus laufenden Prozessors – hier reichte es mit 290,6 Punkten nur zu einem unterdurchschnittlichen Wert.

Ausstattung: Basis des neuen Aldi-PCs ist der Intel Pentium 4 519, der mit 3,06 GHz Arbeitstakt bei einem Front-Side-Bus von 533 MHz läuft.

Bei der Grafik hat Hersteller Medion auf eine Karte mit dem günstigen Grafikchip Nvidia Geforce 6200 mit Turbo Cache gesetzt. Für aktuelle hardwareintensive 3D-Spiele ist diese Grafiklösung doch recht langsam, für Office-Anwendungen, Bildbearbeitung, Fernsehen und sogar einige ältere oder weniger anspruchsvolle 3D-Spiele reicht das Tempo aber allemal.

Stichwort Fernsehen – die kombinierte Modem- und TV-Tunerkarte unterstützt sowohl herkömliches analoges Fernsehen und Radio wie auch Digitalfernsehen über Antenne nach dem DVB-T-Standard. Die mitgelieferte Software Medion Power Cinema 4.0 ist recht angenehm zu bedienen und bietet Videorekorder-Funktionalität.

Mit einer Kapazität von 232,9 GB reicht die Serial-ATA-Festplatte WD2500JD von Western Digital für den Anfang allemal. Wollen Sie später mehr Daten speichern, als auf diese Festplatte passen, so ist im Innern des PCs noch Platz und Anschlussmöglichkeit für eine weitere Serial-ATA-Festplatte; sofern sie kein Diskettenlaufwerk nachrüsten sogar für zwei zusätzliche Festplatten.

Ergonomie: Der von uns gemessene Stromverbrauch von 98,0 Watt im Betrieb (auf dem Desktop), 4,9 Watt im Standby-Modus und 4,6 Watt heruntergefahren bewegt sich im Rahmen des derzeit Üblichen für Einsteiger- und Arbeits-PCs. Ganz ausgeschaltet verbrauchte er noch 0,4 Watt.

Im Wohnzimmer wird das Betriebsgeräusch eher stören; im Arbeitszimmer dürfte das Geräusch aber noch erträglich sein. Im Ruhemodus haben wir nicht gerade leise 30,6 dB(A) gemessen; unter Last war er jedoch mit 33,2 dB(A) nicht wesentlich lauter.

Fazit: Als PC im heimischen Arbeitszimmer ist der Medion Titanium MD 8385 für nur 699 Euro durchaus gut ausgestattet. Gerade der integrierte TV-Tuner ist hier eine willkommene Ergänzung. Wollen Sie allerdings öfter mit dem PC auch aktuelle Ego-Shooter spielen, sollten Sie eine bessere Grafikkarte mit eigenem Speicher nachrüsten. Sind Sie an umfangreicher Video-Bearbeitung interessiert, sollten Sie dafür den Speicher auf 1024 MB aufrüsten.

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