Aldi-PC

Medion Akoya P5220 D – Aldi-PC im Test

Donnerstag, 29.11.2012 | 11:51 von Friedrich Stiemer
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Pünktlich zum Weihnachtsgeschäft steht wieder ein neuer Aldi-PC von Medion in den Filialen des Discounters. Der Akoya P5220 D setzt dieses Mal auf eine Ivy-Bridge-CPU von Intel und Grafikpower von Nvdia Geforce. Wir klären, ob Sie den Rechner für 599 Euro bedenkenlos verschenken können - oder ihn sich sogar selbst schenken sollten.
Am heutigen Donnerstag steht deutschlandweit der neue Medion Akoya P5220 D in den Regalen der Aldi-Filialen. Doch dieses Mal kommt nicht AMD zum Zug: Der Prozessor kommt von Intel, die Grafikkarte von Nvidia. Beide Komponenten haben die neuste Technik als Basis: Ivy-Bridge respektive Kepler-Grafikprozessor.

Aldi-PC - Medion Akoya P5220 D im Test-Video
Aldi-PC - Medion Akoya P5220 D im Test-Video

Auch bei den Anschlüssen müssen Sie erst einmal keine Kompromisse eingehen, sondern dürfen Onboard-N-WLAN, USB 3.0, eSATA, HDMI, einen Multikartenleser und DVD-Brenner nutzen. Und auch dieses Mal stellen verschiedene Software-Partner wie Cyberlink wieder einige Vollversionen bereit, die ab Werk bereits vorinstalliert sind.  Unser Test verrät, ob Sie sich mit dem neuen Aldi-PC eine waschechte Gaming-Maschine ins Haus holen oder mit einem anderen Rechner besser beraten sind.

Ausstattung: Ordentliche Komponenten

Neuer Chipsatz mit nützlichen Techniken.
Vergrößern Neuer Chipsatz mit nützlichen Techniken.

Das Mainboard mit der Bezeichnung MS-7797 kommt von MSI und nutzt den Ivy-Bridge-Chipsatz B75 und dem Sockel 1155. Das Board unterstützt dieses Mal auch den flotten Datenübertragungsstandard „SATA 6 GB/s“. Nützlich, wenn Sie zum Beispiel eine SSD nachrüsten möchten, denn so kann sie mit dem System in voller Geschwindigkeit kommunizieren. Weiterhin unterstützen die Chips aktuelle Intel-Techniken wie Rapid-Start, Smart-Response oder auch Rapid-Storage, um nur einige zu nennen. Kurzum profitieren Sie also von schnelleren Bootzeiten und das System ruft Anwendungen flotter auf.

Die CPU unterstützt kein Hyper-Threading, dafür aber
Turbo-Boost.
Vergrößern Die CPU unterstützt kein Hyper-Threading, dafür aber Turbo-Boost.

Bei dem Quad-Core-Prozessor handelt es sich um den Intel Core i5-3350P , der mit einem nominellen Takt von 3,1 GHz arbeitet. Dank der Intels Turbo-Boost-2.0 übertaktet sich die CPU vollautomatisch auf bis zu 3,3 GHz, je nachdem wie stark das System gerade ausgelastet ist. Hyper-Threading unterstützt der Rechenchip aber nicht, im Umkehrschluss arbeitet er also nur vier Threads parallel ab, also einem pro Kern.
Der Cache besteht aus drei Stufen, der größte Speicher ist der Level-3-Cache, der große 6 MB fasst. Über eine integrierte Grafikeinheit verfügt die CPU nicht, weshalb die Grafikkarte alle grafischen Effekte berechnet.

Medion setzt auf die Nvidia Geforce GTX 650

Grafikkarte der Einsteigerklasse: Nvidia Geforce GTX
650
Vergrößern Grafikkarte der Einsteigerklasse: Nvidia Geforce GTX 650

Der Hersteller verbaut als Grafiklösung die Nvidia Geforce GTX 650 , die erst Mitte September auf den Markt kam. Von der Architektur her handelt es sich um einen Kepler-Grafikchip – allerdings ist nicht mehr viel davon übrig geblieben. Nvidia hat die GPU GK107 stark leistungsreduziert, um auf einen Preis von etwa 100 Euro zu kommen: Es kommen weniger Shader-Prozessoren und Transistoren zum Einsatz als noch beim GK104 .

Der GPU-Takt beläuft sich auf 1059 MHz, der physikalische Speichertakt auf 1250 MHz. So kommen wir auf einen Speicherdurchsatz von rund 5 GBit/s. Der DDR5-Videospeicher misst 1 GB, welcher durch ein 128 Bit breites Speicherinterface angesprochen wird. Vorinstalliert ist der Forceware-Treiber in der Version 306.14, der allerdings schon etwas älter ist. Insgesamt machen die technischen Daten der Grafikkarte also Hoffnung auf eine passable Spiele-Leistung – doch später mehr dazu.

Die Grafikkarte ausgebaut.
Vergrößern Die Grafikkarte ausgebaut.

Flotter Arbeitsspeicher und viel Platz auf der HDD

Blick in das SPD des Arbeitsspeichers.
Vergrößern Blick in das SPD des Arbeitsspeichers.

Beim Arbeitsspeicher kommt wieder der Hersteller Nanya Technology zum Zug und stattet den Akoya P5220 D mit zweimal zwei Gigabyte DDR3-RAM aus. Schön ist, dass der Speichertakt mit schnellen 800 MHz arbeitet und der Prozessor die beiden Speicherriegel im Dual-Channel-Modus ansprechen kann. Sie müssen also nicht lange warten, bis sich Ihre aufgerufenen Programme öffnen. Die Latenzzeiten liegen bei 9-9-9-28 und können sich ebenfalls sehen lassen. Intels XMP-Technik zum einfachen Übertakten des Speichers unterstützen die beiden Riegel ebenfalls.

Die HDD misst große 2 TB.
Vergrößern Die HDD misst große 2 TB.

Die 3,5-Zoll-Festplatte stammt von Seagate und protzt mit ordentlich Speicherplatz: Ab Werk dürfen Sie über 1,7 TB frei verfügen. An eine Recovery-Partition hat Medion ebenfalls wieder gedacht, die etwa 60 GB groß ist. So lässt sich der Aldi-PC bei schwerwiegenden Fehlern recht einfach wieder zurücksetzen. Die Umdrehungsgeschwindigkeit liegt bei schnellen 7200 Umdrehungen pro Minute, der Cache ist üppige 64 MB groß.

DVD-Brenner und Schnittstellen

Schnittstellen, DVD-Brenner und
Multi-Kartenleser.
Vergrößern Schnittstellen, DVD-Brenner und Multi-Kartenleser.

An der Oberseite stehen Ihnen einmal USB 3.0, USB 2.0 und zwei Audiobuchsen für ein Mikrofon und einen Kopfhörer zur Verfügung. Dahinter verbaut der Hersteller wieder den Datenhafen 3, der aufgrund der proprietären USB-3.0-Schnittstelle allerdings nur zu den externen Festplatten HDDrive2go von Medion kompatibel ist.

Hinter den Klavierlack-Blenden befindet sich der DVD-Brenner von Samsung, der alle gängigen DVDs und CDs beschreibt und liest – Lightscribe unterstützt das Laufwerk immer noch nicht, das heißt Sie müssen weiterhin selbst für Ihre Disc-Labels sorgen. Darunter sitzt der Multi-Kartenleser der die gängigsten Speicherkarten liest, zusätzlich finden Sie dort auch noch eine eSATA-Schnittstelle. Damit lassen sich auch größere Datenmengen in guter Geschwindigkeit tauschen.

Die Anschlüsse reichen für den durchschnittlichen Anwender
aus.
Vergrößern Die Anschlüsse reichen für den durchschnittlichen Anwender aus.

Auf der Rückseite des Aldi-PCs sind weitere Anschlüsse zu finden: Zwei PS/2-Anschlüsse für ältere Mäuse und Tastaturen, zwei weitere blaue USB-3.0-Buchsen, viermal USB 2.0, Gigabit-LAN, HDMI, VGA sowie Audio-Klinken-Anschlüsse für 5.1-Soundsysteme. Alles in allem ist die Ausstattung recht akzeptabel und auch mit aktuellen Schnittstellen geizt der Akoya P5220 D nicht. Die Sound-Wiedergabe übernimmt übrigens der Onboard-Soundchip von Realtek. Vom selben Hersteller kommt auch der WLAN-Empfänger, der auch im flotten 802.11n-Standard funken kann, und der Gigabit-Ethernet-Controller.

Lieferumfang: Windows 8 und viel Software

Windows 8 Modern-UI-Style auf dem neuen Aldi-PC.
Vergrößern Windows 8 Modern-UI-Style auf dem neuen Aldi-PC.

Wie üblich packt Medion eine Tastatur und eine optische Maus in den Lieferumfang . Und der Akoya P5220 D feiert eine kleine Premiere: Es ist der erste Aldi-PC, der mit Windows 8 (64 Bit) läuft. Die Bootzeiten sind erfreulich kurz, die Anwendungen starten flott und allgemein ist die Performance des Systems flüssiger als noch unter Windows 7. Wer einen Touchscreen-Display besitzt, profitiert gleich doppelt von der Modern-UI-Oberfläche. Aber auch mit der herkömmlichen Peripherie lässt sich der Rechner einwandfrei nutzen - etwas Einarbeitungszeit ist aber erforderlich.

Das Software-Paket fällt wieder einmal üppig aus, und so sind bereits allerhand Programme bereits vorinstalliert: Cyberlink und Ashampoo stellen wieder viele Multimedia-Vollversionen bereit, von Microsoft gibt es dagegen nur das Starter-Paket von Office 2010. Eine Alternative zum fehlenden und kostenpflichtigen Windows-Medien-Center kommt von Cyberlink und nennt sich "Home Cinema" - TV-Programme oder ein Radio bietet die Software aber nicht. Die weiteren Programme können Sie der folgenden Tabelle entnehmen. Letztendlich muss aber jeder selbst entscheiden, wie nützlich das Paket wirklich ist.

Ausstattung
Medion Akoya P5220 D
Arbeitsspeicher: eingebaut / verfügbar / maximal 4096 / 4096 / 8192 MB
Festplatte: Nennkapazität / verfügbar 2000 / 1801 GB
Optisches Laufwerk DVD-Brenner (TSSTcorp CDDVDW SH-216BB)
Speicherkartenleser ja
Netzwerk: Kabel (Typ) 1x Gigabit Ethernet
Netzwerk: WLAN (Standard) 802.11n
Anschlüsse 2x PS/2, 5x USB 2.0, 3x USB 3.0, 1x E-SATA, 2x VGA, 1x DVI, 2x HDMI, 1x Line-In, 1x Line-Out, 1x Kopfhörer, 1x Mikrofon
Lieferumfang
Tastatur & Maus, Microsoft Office 2010 Starter, Medion MediaPack (Ashampoo: Burning Studio, PhotoCommander, Snap), Mediathek, Cyberlink Media Suite (Power2Go, PowerDVD, MediaEspresso, PhotoDirector), Kaspersky Internet Security 2013 (90 Tage)
Die technischen Daten Medion Akoya P5220 D
Hauptplatine MS-7797
Chipsatz P75/B75
Bios-Version American Megatrends M7797W08.209
Prozessor (Takt / Kerne) Intel i5-3350P (3,100 GHz / 4)
Grafikprozessor Nvidia Geforce GTX 650
Grafikspeicher (shared) 1024 GDDR5 (nein)
Grafiktreiber Forceware 306.14 (9.18.13.614)
Festplatte ST2000DM001-9YN164
Brenner TSSTcorp CDDVDW SH-216BB
Soundchip Realtek High Definition Audio
TV-Modul nicht vorhanden
Betriebssystem Windows 8 64-Bit
Donnerstag, 29.11.2012 | 11:51 von Friedrich Stiemer
Kommentieren Kommentare zu diesem Artikel (53)
  • makem 13:26 | 05.04.2013

    Alles klar, hab ich mir schon so gedacht, würde ich bei einer SSD auch nicht machen. Die Funktion der Recover Partition bekommt man wohl eh nur hin wenn man mit der PE Umgebung ein entsprechendes Installations Script erstellt. Auf meine Beschwerde hin bei Medion dass sie ausser dem Festplatten Tausch keine Fehlerbehebung gemacht hätten kam nun nach 2 Wochen eine Email dass der Rechner jetzt ausser Garantie wäre und ich für weiteren Support bezahlen müsste. Unfassbar! Mitte Januar bei Aldi gekauft. Auf jeden Fall möcht ich mich nochmal für Deine/eure Hilfe hier bedanken! Bin zumindest auf die richtige Spur gekommen.

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  • ManiB 11:59 | 05.04.2013

    Zitat: makem
    Hast Du bei Deinem Setup auf die SSD auch wieder eine Recover Partition eingerichtet welche die Auffrisch und Neuinstallations Funktion von Windows 8 unterstützt? Wenn ja, wie macht man das? Wenn ich diese nur manuell erstelle/kopiere werden die notwendigen Dateien von den Funktionen nicht gefunden.
    Ich habe auf das Einrichten der Recover Partition verzichtet! Dazu hätte ich die SSD partitionieren müssen - was nicht sehr sinnvoll ist. Wenn was wäre, nutze ich die Windows 8 CD bzw. greife auf meine Sicherung zurück - im schlimmsten Fall spiele ich den letzten Sicherungsstand ein. Meine Daten befinden sich im übrigen sowieso nicht auf der SSD! Allerdings habe ich bei der 2TB Originalfestplatte nur das System Partition neu formartiert und die Recovery-Partition belassen (60GB). Um in den Auslieferungszustand zurückzukommen müsste ich also nur die SSD ausbauen und eine Systemwiederherstellung mittels Recovery Daten durchführen. Ciao, ManiB

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  • makem 09:59 | 04.04.2013

    Es geht tatsächlich nicht mit der Original Installation. Deshalb suche ich auch jemanden mit dem gleichen System ob zu sehen ob das ein Einzelfall ist. Der Rechner wurde auf Anfangszustand gesetzt, sogar eingeschickt, dort mit einer neuen Festplatte versehen und die Sicherungsfunktionen funktionierten nach wie vor nicht. Ich habe jetzt jedoch mal Deine Schritte nachvollzogen, eine leere Festplatte eingebaut und mittels der Recovery DVD das System neu aufgesetzt. Wie von mir schon vermutet, funktionieren damit dann auch die Sicherungsfunktionen. Hast Du bei Deinem Setup auf die SSD auch wieder eine Recover Partition eingerichtet welche die Auffrisch und Neuinstallations Funktion von Windows 8 unterstützt? Wenn ja, wie macht man das? Wenn ich diese nur manuell erstelle/kopiere werden die notwendigen Dateien von den Funktionen nicht gefunden.

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  • ManiB 15:22 | 30.03.2013

    Zitat: makem
    vielen Dank für Dein Feedback! Ich vermute ja dass die Erstellung des Systemabbildes und die Datensicherung eben wegen der Original Installation nicht funktioniert. Will über die Feiertage ebenfalls eine andere Platte einbauen und neu installieren um das zu bestätigen.
    ... ich kann mir nicht vorstellen, dass es mit der Originalinstallation nicht gehen sollte.
    Zitat: makem
    Wäre halt interessant ob jemand mit der Original Installation die gleichen Probleme hat. Kann ich fast nicht glauben dass niemand diese Funktionen nützt
    ... wenn ich mich recht entsinne, hatte vor dem Einbau meiner SSD auch ein Systemabbild erstellt. Aber ich weiss es nicht mehr genau;(
    Zitat: makem
    Wie hast Du denn das System auf die SSD bekommen?
    ... das hatte ich hier in diesem Thread bereits gepostet. Schau mal hier: Eine SSD-Festplatte ist der ultimative Datenturbo für den PC

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  • makem 13:53 | 30.03.2013

    vielen Dank für Dein Feedback! Ich vermute ja dass die Erstellung des Systemabbildes und die Datensicherung eben wegen der Original Installation nicht funktioniert. Will über die Feiertage ebenfalls eine andere Platte einbauen und neu installieren um das zu bestätigen. Wäre halt interessant ob jemand mit der Original Installation die gleichen Probleme hat. Kann ich fast nicht glauben dass niemand diese Funktionen nützt Wie hast Du denn das System auf die SSD bekommen?

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