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Discounter-Computer

Aldi-PC Medion Akoya P2310 D im Test

14.03.2013 | 10:00 Uhr |

Dem aktuellen Aldi-PC Akoya P2310 D hat Medion ein neuen Gehäuse spendiert. Und der Nvidia-Chip der Grafikkarte gehört auch zur aktuellen Generation. Zusammen mit Windows 8 kostet der Rechner nur rund 500 Euro. Erfahren Sie im Test, wie viel Leistung der Aldi-PC in der Praxis zeigt.

Jahrelang hat Medion die Aldi-PCs im gleichen Klavierlack-Gehäuse ausgeliefert, die verschiedenen Modelle optisch voneinander zu unterscheiden war kaum möglich. Doch der Akoya P2310 D kommt endlich im neuen Gewand und heimste dafür sogar einen Design-Award ein.

Aldi PC: Medion Akoya P2310D im Test-Video

Hinter der glänzenden Fassade muss sich der Computer zumindest vom Datenblatt her nicht gleich verstecken. Zu den Highlights zählen Onboard-WLAN bis hoch zum n-Standard, USB 3.0 und eine zwei Terabyte große Festplatte. Windows 8 und ein taktstarker Arbeitsspeicher sorgen für einen flotten Betrieb und für PC-Games steht mit der Nvidia Geforce GTX 650 eine diskrete Grafik zur Verfügung. Wie es letztendlich um die Performance in der Praxis steht, klären wir auf der zweiten Seite .

Die Komponenten im Detail

Der Intel Core i3-3220 ist nur ein Zweikerner.
Vergrößern Der Intel Core i3-3220 ist nur ein Zweikerner.

Mit dem Intel Core i3-3220 fällt Medions Wahl auf eine Ivy-Bridge-CPU , die im dritten Quartal 2012 auf den Markt kam. Physikalische Kerne sind zwei vorhanden, dank Hyper-Threading kann der Chip aber vier Aufgaben ohne Probleme bewältigen. Intels Übertakter-Technik Turbo Boost gehört leider nicht zur Ausstattung. Der Werktakt beträgt recht hohe 3,3 GHz, der Cache ist 3 MB groß und verteilt sich auf drei Stufen. Mit der Intel HD Graphics 2500 gibt es auch eine interne Grafiklösung, die sich in Sachen Leistung eher zurückhält.

Das Mainboard stellt MSI und enthält den Intel-Chipsatz B75 , der unter anderem auch DDR3-Arbeitsspeicher und SATA 6 GBit/s unterstützt – allerdings nur mit einem Port, die restlichen Daten fahren in SATA 3 GBit/s. Der Sockel 1155 fasst auch Intel-Prozessoren der Sandy-Bridge-Architektur, also der zweiten Generation.

Nvidia Geforce sorgt für die Grafik

Die Nvidia Geforce GTX 650 übernimmt die
Grafikberechnung.
Vergrößern Die Nvidia Geforce GTX 650 übernimmt die Grafikberechnung.

Die Nvidia Geforce GTX 650 ( zum Test unser Schwester-Publikation Gamestar ) verbaute Medion schon im Akoya P5220 D , den Aldi Ende November 2012 in den Regalen stehen hatte. Der Grafikchip basiert auf der leistungsfähigen Kepler-Architektur. Urvater ist die GPU GK104, die in der Nvidia Geforce GTX 680 ihr Debut feierte. Nur hat Nvidia Hand an den Grafikchip der GTX 650 angelegt und sie in Ihrer Leistung eingeschränkt, sodass nicht mehr viel vom Original über bleibt.

Alles in allem kann sich die Grafikkarte aber sehen lassen, auch wenn es sich um eine reine OEM-Version handelt: Der Chip GK107 taktet mit stolzen 1059 MHz, die vollautomatische Taktratensteigerung GPU Boost gibt es leider nicht. Der 1 GB große GDDR5-Speicher arbeitet mit physikalischen 1250 MHz, effektiv also 5000 MHz. Die Kommunikation zwischen Speicher und GPU erfolgt über ein 128 Bit breites Speicherinterface.

Systemspeicher des Aldi-PCs

Die 3,5-Zoll-Platte bietet viel Speicherplatz.
Vergrößern Die 3,5-Zoll-Platte bietet viel Speicherplatz.

Dicke zwei Terabyte Speicher packt Medion in den Akoya P2310 D und gewährt dadurch ausreichend Platz für Bilder, Videos, Musik und andere Daten. Die 3,5-Zoll-Festplatte kommt übrigens wieder von Seagate. Die Magnetscheiben drehen mit flotten 7200 Umdrehungen pro Minute, der Pufferspeicher ist 64 MB groß. Ab dem ersten Start des PCs stehen Ihnen knapp 1,8 TB zur freien Verfügung.
Der insgesamt 4 GB große DDR3-Arbeitsspeicher verteilt sich auf zwei PC3-12800-Module, die effektiv mit 1600 MHz arbeiten. Die CAS-Latenzen liegen bei mittelmäßigen 11-11-11-28. Hersteller des RAM ist Samsung.

Schnittstellen, Anschlüsse und optisches Laufwerk

Am Frontpanel dürfen Sie auf einen USB-3.0- und einen USB-2.0-Anschluss zurückgreifen, in Reichweite befinden sich auch die zwei Klinkenbuchsen für Mikrofon und Kopfhörer. Der Multi-Speicherkartenleser kann im Vergleich zu den Vorgängern nur noch ein Fach aufweisen und liest demnach nur Speicherkarten vom Typ SD, MMC, Memory Stick und Memory Stick Pro. Der Datenhafen 3 befindet sich wie gewohnt wieder auf der Oberseite des Computers und ist nach wie vor nur kompatibel mit externen Medion-Fesplatten, die Übertragung erfolgt über USB 3.0.
Die oberste Klavierlack-Blende versteckt den DVD-Brenner von Samsung, der alle gängigen Formate von DVDs und CDs beschreibt und liest. Lightscribe gehört nach wie vor nicht zu den Funktionen des optischen Laufwerks.

Schnittstellen und Laufwerk an der Vorderseite.
Vergrößern Schnittstellen und Laufwerk an der Vorderseite.

 
Rückseitig verbaut Medion die restlichen Anschlüsse, wozu unter anderem auch PS/2-Anschlüsse, USB-Buchsen (2.0 und 3.0), Ethernet und die Monitorschnittstellen wie VGA, HDMI und DVI zählen. Für das Anschließen von Soundsystemen stehen insgesamt drei Klinkenbuchsen bereit, der Realtek-Onboard-Soundchip übernimmt die Tonausgabe. Der integrierte WLAN-Empfänger kann auch Daten im schnellen 802.11n-Standard übertragen. Alles in allem stehen ausreichend Schnittstellen am Akoya P2310 D bereit, um den PC ordentlich im Alltag zu benutzen.

Lieferumfang und Software-Paket

Ab Werk sind bereits einige Apps vorinstalliert.
Vergrößern Ab Werk sind bereits einige Apps vorinstalliert.

An Peripherie legt Medion eine Tastatur und optische Maus bei, die Sie beide über USB an den Computer anschließen. Als Betriebssystem kommt Windows 8 in der 64-Bit-Variante zum Einsatz, weshalb wir trotz fehlender SSD recht flotte Startzeiten haben. Insgesamt können wir Programme schneller aufrufen, ruckelnde Galerien oder Tab-Wechsel suchen wir vergeblich. An die Bedienung mit Maus und Tastatur müssen sich Einsteiger oder Wechsler aber erst gewöhnen. Das mitgelieferte Softwarepaket besteht wieder aus Vollversionen von Ashampoo und Cyberlink, die vor allem für den multimedialen Einsatz gedacht sind. Der Tabelle können Sie entnehmen, welche Programme vorinstalliert sind. Hierbei muss allerdings jeder für sich selbst entscheiden, ob das Tool-Paket wirklich nützlich ist.

Unentbehrliche Multimedia-One-Click-Tools

Die technischen Daten

Medion Akoya P2310 D

Hauptplatine

MS-7797

Chipsatz

B75

Bios-Version

American Megatrends M7797W08.209

Prozessor (Takt / Kerne)

Intel i3-3220 (3,3 GHz / 2)

Grafikkarte

Nvidia Geforce GTX 650

Grafikspeicher (shared)

1024 GDDR5 (nein)

Grafiktreiber

Forceware 306.14 (9.18.13.614)

Festplatte

ST2000DM001-9YN164

Brenner

TSSTcorp CDDVDW SH-216BB

Soundchip

Realtek High Definition Audio

TV-Modul

nicht vorhanden

Betriebssystem

Windows 8 64-Bit

Ausstattung

Medion Akoya P3210 D

Arbeitsspeicher: eingebaut / verfügbar / maximal

4096 / 4096 / 8192 MB

Festplatte: Nennkapazität / verfügbar

2000 / 1801 GB

Optisches Laufwerk

DVD-Brenner (TSSTcorp CDDVDW SH-216BB)

Speicherkartenleser

ja

Netzwerk: Kabel (Typ)

1x Gigabit Ethernet

Netzwerk: WLAN (Standard)

802.11n

Anschlüsse

2x PS/2, 5x USB 2.0, 3x USB 3.0, 2x VGA, 1x DVI, 2x HDMI, 1x Line-In, 1x Line-Out, 1x Kopfhörer, 1x Mikrofon

Lieferumfang

Tastatur & Maus, Microsoft Office 2010 Starter, Medion MediaPack (Ashampoo: Burning Studio, PhotoCommander, Snap), Mediathek, Cyberlink Media Suite (Power2Go, PowerDVD, MediaEspresso, PhotoDirector), Kaspersky Internet Security 2013 (90 Tage)

Handbuch: ausführlich / deutsch / gedruckt / als PDF

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