Bildschirm-PCs

Medion Akoya P2010 D – Aldi All-in-One im Test

Donnerstag den 20.12.2012 um 11:25 Uhr

von Friedrich Stiemer

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Aldi Nord bietet ab heute den All-in-One-PC Medion Akoya P2010 D an, der mit einem günstigen Preis von 599 Euro lockt. Zur Ausstattung zählen unter anderem Windows 8 und Fernsehen via DVB-T. Was dem Computer aber noch fehlt, klären wir in unserem Test.
Nach dem letzten Aldi-PC Medion Akoya P5220 D freuen sich Kunden der Aldi-Nord-Filialen über einen schlanken All-in-One-Computer. Dieser kommt wieder von Medion und trägt die Modellbezeichnung Akoya P2010 D. Der Discounter veranschlagt einen Preis von 599 Euro. Deshalb dürfte im ersten Moment das Interesse vieler Käufer geweckt sein, denn die Konkurrenz verlangt einen viel höheren Obolus für ihre All-in-Ones mit vergleichbarer Ausstattung. Dazu zählen unter anderem auch N-WLAN, USB 3.0 und ein DVB-T-Empfänger. Warum Sie sich aber erst einmal informieren sollten, erfahren Sie in unserem Test.

Platzsparendes Formformat

Platzsparendes Format.
Vergrößern Platzsparendes Format.

Wer Wert auf einen aufgeräumten Arbeitsplatz legt, der ist entweder mit einem Mini-PC oder einem schlanken All-in-One gut bedient. Letzter punktet aber noch mit der Tatsache, dass weniger Kabel für den Betrieb nötig sind und zudem kaum mehr Platz einnimmt als ein Monitor. Auch die Anbindung zum Bildschirm entfällt, denn diese Geräte-Kategorie vereint alles in einem, wie ja der Name schon verdeutlicht. Der Medion Akoya P2010 D misst mit Standfuß 58 Zentimeter in der Breite, 43 bis 46 Zentimeter in der Höhe, da er schwenkbar ist, und 19,6 Zentimeter in der Tiefe. Insgesamt bringt der PC 10,3 Kilogramm auf die Waage.

Hardware-Ausstattung der Mittelklasse

Die Ausstattung des Aldi-All-in-Ones beläuft sich auf reine OEM-Komponenten, also speziell für Hersteller entwickelte Hardware. Für das Mainboard zeichnet sich der taiwanische Hersteller ECS Elitegroup verantwortlich und nutzt den Sandy-Bridge-Chipsatz H61 und bietet Platz für Intel-Prozessoren mit 1155-Sockel. Der zugegeben etwas ältere Chipsatz ist kompatibel zu den neuen Ivy-Bridge-CPUs, verzichtet allerdings auf den flotten Datenübertragungsstandard SATA 6 GBit/s. Auf dem Mainboard ist sowohl der WLAN-Empfänger, als auch der Soundchip von Realtek fest verlötet.

Die CPU im Überblick.
Vergrößern Die CPU im Überblick.

Bei dem Zweikern-Prozessor handelt es sich um einen Intel Core i3-3225, der mit einem Werktakt von 3,3 GHz arbeitet. Dank Hyperthreading kann die CPU jedoch vier Threads parallel abarbeiten. Die "Turbo Boost" Technik, die bei vielen modernen Intel-Prozessoren automatische die Taktrate dynamische an die Auslastung der einzelnen Rechenkerne anpasst, unterstützt der Core i3 allerdings nicht. Der Pufferspeicher des Intel Core i3-3225 ist 3 MB groß und verteilt sich auf drei Stufen, von dem der Level-3-Cache am meisten abbekommt.

Nur integrierte Grafik.
Vergrößern Nur integrierte Grafik.

Eine separate Grafikkarte gibt es nicht, weshalb die im Prozessor integrierte Grafikeinheit Intel HD Graphics 4000 die Berechnung der Grafikeffekte übernimmt. Aus diesem Grund verfügt der Grafikchip auch nicht über einen eigenen Videospeicher, sondern er zwackt sich seinen nötigen Auslagerungsplatz vom Arbeitsspeicher ab. Die Taktrate der Grafikkerne beläuft sich auf zahme 650 MHz, der Speichertakt auf rund 800 MHz – was natürlich dem RAM-Takt entspricht. Auf komplexe Grafikdarstellung dürfen Sie also nicht hoffen, für HD-Filme und das Home-Office reicht die Leistung aber aus.

Medion Akoya P2010 D – Aldi All-in-One-PC im Test-Video
Medion Akoya P2010 D – Aldi All-in-One-PC im Test-Video

Arbeitsspeicher und Festplatten

1 TB Speicher.
Vergrößern 1 TB Speicher.

Der Arbeitsspeicher von Nanya Technology belegt die beiden Steckplätze auf der Hauptplatine und weist eine Kapazität von 4 GB auf. Der Speichertyp der PC3-12800-Module ist DDR3, die Taktfrequenz liegt bei 800 MHz. Die CL-Latenzzeiten belaufen sich auf recht träge 11-11-11-30.

Die 1-TB-Festplatte Toshiba DT01ACA100  drehen ihre Datenscheiben mit einer Geschwindigkeit von flotten 7200 Umdrehungen pro Minute, der Cache ist 32 MB groß. Der Datenaustausch erfolgt mangels Kompatibilität des Mainboards über SATA 3.0 GBit/s, obwohl die HDD die aktuellere und somit schnellere Übertragung beherrscht. In der Praxis macht sich dies aber nicht negativ bemerkbar, da die Festplatte im Test die maximal mögliche Transferrate von 300 MB/s nicht annähernd ausschöpft.

Medion verteilt die Kapazität wie gewohnt auf zwei Partitionen: Rund 870 GB entfallen auf die Boot-Partition ‚C:‘, die Recovery-Partition ‚D:‘ ist 60 GB groß. Schön ist, dass auf der Recovery-Partition bereits ein Windows-Abbild für eine schnelle Reparatur-Installation liegt. Das Handbuch als PDF und die vorinstallierten Programme liegen dort ebenfalls als Image.

DVD-Brenner und Anschlüsse

Laufwerk und Kartenleser an der Seite.
Vergrößern Laufwerk und Kartenleser an der Seite.

An der linken Seite dürfen Sie auf zweimal USB 2.0 und die Klinken-Buchsen für Kopfhörer und Mikrofon zurückgreifen. Rechts ist der DVD-Brenner verbaut, der alle gängigen DVDs und CDs beschreibt und liest – Lightscribe unterstützt das Laufwerk wie gehabt nicht, Sie müssen also weiterhin selbst für die Labels Ihrer Discs sorgen. Darunter verbirgt sich der 6-in-1-Kartenleser. An der Unterseite lassen sich noch einmal zwei Audio-Anschlüsse finden, sowie zweimal USB 2.0 und zweimal USB 3.0. Außerdem noch der Gigabit-Ethernet-Anschluss, der TV-Anschluss und zwei HDMI-Buchsen (HDMI-In und HDMI-Out). An der Oberseite befindet sich eine Webcam und ein integriertes Mikrofon für Videochats oder -Konferenzen. Für den Sound sorgen zwei Stereo-Lautsprecher, die an der Unterseite ihren Platz finden.

Lieferumfang: viel Software und TV über DVB-T

Wir sind es gewohnt, bei All-in-One-PCs eine kabellose Tastatur und Maus mitgeliefert zu bekommen. Allerdings ist die Peripherie beim Akoya P2010 D kabelgebunden, das Bedienen aus der Ferne beschränkt sich somit auf die beigelegte Fernbedienung. Die Fernsteuerung schöpft Strom aus der mitgelieferten Knopfbatterie. Ab Werk sind wieder etliche Programme aus den Bereichen wie Multimedia oder Internet vorinstalliert. Hier sind auch wieder Hersteller wie Cyberlink oder Ashampoo vertreten. Ob die Programme durchweg nützlich sind muss jeder für sich entscheiden. Als Betriebssystem ist Windows 8 64 Bit installiert.

Antenne und Fernbedienung aus dem Lieferumfang.
Vergrößern Antenne und Fernbedienung aus dem Lieferumfang.

Sie können den Akoya P2010 D auch als Fernseher benutzen. Hierfür steht nicht nur eine entsprechende Buchse, sondern auch noch eine DVB-T-Antenne bereit. Als Alternative zum kostenpflichtigen Windows Media Centre ist Arcsoft TV 5.0 vorinstalliert. Nach einem kurzen Scan der empfangbaren Sender dürfen Sie auch schon dem Fernsehkonsum frönen. Bei uns in München-Schwabing funktioniert der Empfang über DVB-T einwandfrei, das Steuern über die Fernbedienung ebenfalls.

Ausstattung Medion Akoya P2010 D (Note: 2,48)
Prozessor: Hersteller Bezeichnung (Takt nominell) Intel i3-3225 (3,30 GHz)
Bios-Version / Grafikkartentreiber American Megatrends H61TIW08.111 / 9.17.10.2843
Arbeitsspeicher: eingebaut / verfügbar / maximal 4096 / 3870 / 32 768 MB
Festplatte: Nennkapazität / verfügbar 1000 / 877 GB
Optisches Laufwerk DVD-Brenner (TSSTcorp CDDVDW SN-208BB)
Anschlüsse 4x USB 2.0, 2x USB 2.0, 1x Ethernet, 2x HDMI, 1x Line-Out, 1x Kopfhörer, 1x Mikrofon
Speicherkartenleser ja
Netzwerk: Kabel (Typ) / WLAN (Standard) Gigabit Ethernet / 802.11n
Handbuch: ausführlich / deutsch / gedruckt / als PDF ja / ja / ja / ja
Lieferumfang Maus und Tastatur, DVB-T-Antenne, Fernbedienung, Software-Paket
TV-Empfangsmodul, Bezeichnung DVB-T, IT9135 BDA Device

Donnerstag den 20.12.2012 um 11:25 Uhr

von Friedrich Stiemer

Kommentieren Kommentare zu diesem Artikel (6)
  • chipchap 19:38 | 21.12.2012

    Zitat: A_A
    Was ist daran, bitte schön, Trollerei?
    Die Medion Basherei ist ja schon krankhaft.
    Wer mich kennt, weiß wie ich zu Medion stehe, aber ich muß da nicht dauernd drauf rumdreschen.
    Und einen Beitrag muß ich nicht wortgleich aus purer Bequemlichkeit kopieren nur um irgendetwas von mir zu geben und in einem anderen Tread wieder die gleichen Worthülsen abzusondern.

    Es gibt User, die kommen sehr gut jahrelang mit den Medion-Geräten zurecht ohne Probleme.
    Die wollen oder können nicht nachrüsten und sind mit der gebotenen Ausstattung voll zufrieden.

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  • A_A 09:39 | 21.12.2012

    Zitat: chipchap
    Geht die Trollerei jetzt wieder los?


    Mich als Troll zu bezeichnen. Jetzt bin ich aber persönlich beleidigt

    Ich habe doch nur meine Zweifel an der Sinnhaftigkeit eines Windows-8-AIOs ohne Touchscreen zum Ausdruck gebracht und wollte damit sanft durch die Blume andeuten, dass die Aldi-Medion-Marktanalysten nicht mehr instinktsicher einschätzen können, was DAS Volk wirklich will und braucht. Was ist daran, bitte schön, Trollerei?

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  • chipchap 19:00 | 20.12.2012

    Zitat: A_A
    Schade, mit dieser Konfig hat Medion - mal wieder - knapp daneben gegriffen.

    Geht die Trollerei jetzt wieder los?

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  • deoroller 18:00 | 20.12.2012

    Ein Win-8-AIO ohne Touchscreen


    Dann würde die Kiste keine 599 sondern 999 oder noch mehr Euros kosten und die Zielgruppe verfehlen.

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  • Mandulis 14:26 | 20.12.2012

    naja, fürs surfen reicht das teil aus. find ich allerdings auch komisch, dass der all-in-one keinen touchscreen hat und auch noch mit kabel-maus & tastatur kommt.

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