Flaches Aldi-Notebook
Medion Akoya S5612: Rechen- und 3D-Leistung
Besonders günstige Leichtgewichte arbeiten mit einem Single-Core-Prozessor aus der CULV-Serie. Diese Notebooks sind aber nicht sehr viel rechenstärker als ein Netbook. Medion macht es richtig und setzt einen Dual-Core-Prozessor ins Akoya S5612 - den Pentium SU4100 mit 1,3 GHz. Ein großer Tempomacher ist er zwar auch nicht: Der SU4100 bietet aber mit seinen zwei Kernen, 2 MB L2-Cache sowie einer maximalen Verlustleistung von 10 Watt einen guten Kompromiss aus Rechentempo und Stromsparen.
Medion Akoya S5612: Ergebnis im Sysmark 2007
Im Leistungstest Sysmark 2007 kommt das Medion Akoya S5612 auf 80 Punkte. Das ist langsamer als Standard-Notebooks dieser Preisklasse, die mit einem Intel-Prozessor aus der 6000er-Serie arbeiten - wie zum Beispiel das Aldi-Notebook Medion Akoya P6620 vom August dieses Jahres.
In Vergleich zu anderen flachen und leichten Notebooks steht das Medion Akoya S5612 aber gut da: Besonders bei Bild- und Videobearbeitung helfen die 4 GB Arbeitsspeicher dem Notebook auf die Sprünge. Im Vergleich zu einem Netbook ist das Medion S5612 sogar eine Rennsemmel: Die Mini-Notebooks sind höchstens halb so schnell.
Um möglichst stromsparend zu arbeiten, verzichten viele leichte Notebooks auf eine 3D-Grafikkarte. Stattdessen nutzen sie die Grafikeinheit des Chipsatzes. Medion spendiert dem Akoya S5612 dagegen eine Grafikkarte - die ATI Mobility Radeon HD4530. Mit ihren Leistungsdaten - unter anderem 80 Shader-Einheiten, 64 Bit Speicherbandbreite sowie 512 MB lokalem Speicher - spielt sie allerdings höchstens in der unteren Mittelklasse.
Medion Akoya S5612: Ergebnis im 3D-Test
Im 3D Mark 06 erreichte das Medion Akoya S5612 nur 2534 Punkte - deutlich langsamer als die technisch weitgehend identische, nur höher getaktete Mobility Radeon HD4570. Auch bei aktuellen DirectX-9-Spielen schnitt das Aldi-Notebook schlecht ab: World in Conflict war selbst bei 1024 x 768 Bildpunkten mit 22 Bildern pro Sekunde unspielbar. Diese Leistung ist allerdings schlechter als man sie angesichts der technischen Daten des Grafikchips erwarten könnte: Eventuell liegt es an den Windows-7-Treibern. Wir werden auf jeden Fall die 3D-Leistung des Medion Akoya S5612 noch mal unter die Lupe nehmen.
Der Intel-Chipsatz GS45 im Medion Akoya S5612 bringt übrigens auch eine Grafikeinheit mit. Die lässt sich jedoch nicht nutzen. Bei anderen Notebooks mit zwei Grafikeinheiten kann man zwischen beiden umschalten, um etwa im Akkubetrieb mit der Chipsatzsatzgrafik Strom zu sparen.

