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Aldi-Notebook

Medion Akoya P6816 im Test

05.07.2012 | 10:00 Uhr |

Das neue Aldi-Notebook Medion Akoya P6816 setzt mit Quad-Core-Prozessor und starker Spiele-Grafikkarte auf hohe Rechenleistung. Dürfen Power-User unbesorgt zugreifen? Der PC-WELT-Test zeigt es.

Aldi geht in die Vollen. Mit dem Medion Akoya P6816 setzt der Discounter vor allem auf üppige Ausstattung - unter anderem mit einem Quad-Core-Prozessor, einer leistungsstarken Grafikkarte sowie vielen Beigaben im Karton. Das ist auch notwendig: Denn das neue Aldi-Notebook kostet 699 Euro - bei diesem Preis greift man nicht ohne langes Nachdenken zu.

Zweifler soll die Rechen-Power des Aldi-Notebooks überzeugen: Für den Antrieb sorgt der Core i7-2670QM mit 2,2 GHz. Er stammt nicht aus Intels aktueller Prozessor-Plattform Ivy Bridge, sondern aus der Vorgänger-Generation Sandy Bridge, die noch im 32-Nanometer- Verfahren gefertigt wird. Der Prozessor kann seinen Takt per Turbo Boost auf 3,1 GHz steigern, wenn nur ein Kern ausgelastet wird. Stehen alle Kerne unter Last geht es maximal bis 2,8 GHz hoch. Im Windows-Taskmanager sehen Sie acht Kerne - der Core i7-2670QM bietet dem Betriebssystem per Hyper-Threading so viele Kerne an.

Matt-Schwarz hat Medion den Deckel des Medion Akoya P6816 gestaltet
Vergrößern Matt-Schwarz hat Medion den Deckel des Medion Akoya P6816 gestaltet

Der Prozessor ist nicht der Neueste - macht aber nichts

Der Unterschied zwischen Sandy-Bridge- und Ivy-Bridge-CPU fällt beim Rechentempo kaum ins Gewicht: Nur wenn ausschließlich die CPU gefordert ist - etwa im Benchmark Cinebench - liegt der Core i7-2670QM im Aldi-Notebook rund 15 Prozent hinter seinem Nachfolger. Denselben Vorsprung hat das Medion Akoya P6816 in der gesamten Systemleistung gegenüber Notebooks mit einem Core i5-2450M, die sich ebenfalls in der Preisklasse zwischen 650 und 700 Euro finden. Der Quad-Core-Prozessor kommt aber nur zum Tragen, wenn Sie häufig Video- und Musikformate umwandeln. Auch bei aufwändigen Multi-Tasking-Aufgaben bringt der Quad-core ein merkliches Tempoplus - also beispielsweise, wenn Sie einen HD-Film abspielen oder bearbeiten und gleichzeitig Dateien komprimieren oder verschlüsseln. Für alles andere reicht ein Dual-Core-Prozessor vollkommen aus, denn die meisten Programme nutzen ohnehin nicht mehr als die vier Kerne, die etwa ein Core i5 per Hyper-Threading bereit stellt.

Blau heißt Tempo: Links vorne sitzen beim Aldi-Notebook die beiden USB-3.0-Ports
Vergrößern Blau heißt Tempo: Links vorne sitzen beim Aldi-Notebook die beiden USB-3.0-Ports

Schnell, aber mit SSD ginge es noch schneller

Ähnlich verhält es sich mit dem Arbeitsspeicher: Medion baut 4 GB DDR3-1333 ins Aldi-Notebook. Das reicht für fast alle Anwendungen vollkommen aus: Gegenüber einem Laptop mit 8 GB arbeitet das Akoya P6816 nur bei aufwändiger Bild- oder Videobearbeitung spürbar langsamer. Das beste Tempo-Doping wäre eine SSD. Doch die ist zu diesem Preis nicht drin: Und die meisten Anwender werden auch eine große Festplatte mit 750 GB wie im Aldi-Notebook einer schnellen, aber kleinen SSD vorziehen.

Hersteller

Notebook

Prozessor

Arbeitstakt (GHz)

Tempo-Punkte (Multimedia-Test)

Dell

XPS 13

Core i7-2637M

1,7

260

Apple

MacBook Air 13

Core i5-2557M

1,7

220

Toshiba

Satellite Z830-10J

Core i5-2467M

1,6

187

Asus

Zenbook UX31E

Core i7-2677M

1,8

177

Acer

Aspire V3-571G

Core i7-3610QM

2,3

175

Dell

XPS 15z

Core i7-2620M

2,7

170

Samsung

NP900X3A

Core i5-2537M

1,4

165

Medion

Akoya P6816

Core i7-2670QM

2,2

164

Acer

Aspire Timeline Ultra M3-581TG

Core i5-2467M

1,6

159

Acer

Aspire 5750G-2414G50Mnkk

Core i5-2410M

2,3

150

Asus

N53SV

Core i5-2410M

2,3

135

Ganz vorne: In seiner Preisklasse gehört das Medion Akoya P6816 zu den besten Notebooks für Spiele
Vergrößern Ganz vorne: In seiner Preisklasse gehört das Medion Akoya P6816 zu den besten Notebooks für Spiele

Für die Spiele-Leistung gibt's Note 1

Bei der Spiele-Leistung ist das Aldi-Notebook top - ohne Einschränkung. Die Grafikkarte Nvidia Geforce GT 650M bringt 2 GB lokalen Speicher mit. Sie stammt aus Nvidias aktueller Kepler-Familie und ist im 28-Nanometer-Verfahren gefertigt. Im Medion Akoya P6816 läuft sie mit 835 MHz, der DDR3-Speicher mit 1,8 GHz. Unter Last kann der Grafikchip auf 950 MHz aufdrehen. Die Leistung des Geforce-Chip passt ideal zur Display-Auflösung des Aldi-Notebooks: Bei 1366 x 768 Bildpunkten sind auch aktuelle Spiele für das Akoya P6816 kein Problem. Battlefield 3 etwa läuft mit 30 Bildern pro Sekunde in der Detailstufe "Hoch". Erst bei "Ultra" kommt das P6816 mit 25 Bildern pro Sekunde etwas ins Schwitzen.

GESCHWINDIGKEIT

Medion Akoya P6816 (Note: 2,56)

Geschwindigkeit bei Büro-Programmen

170 Punkte

Geschwindigkeit bei Multimedia-Programmen

164 Punkte

Geschwindigkeit bei 3D-Spielen

9052 Punkte

Startzeit

90 Sekunden

Volle Kraft voraus auch im Akkubetrieb

Bei älteren Spielen können Sie die Detailregler ganz aufziehen: Far Cry 2 bringt es mit Ultra-Details und achtfacher Kantenglättung immer noch auf 46 Bilder pro Sekunde. Diese Rechen- und 3D-Leistung bringt das Aldi-Notebook übrigens auch im Akkubetrieb: Weder der Prozessor noch die Grafikkarte werden gedeckelt, sondern laufen mit voller Kraft, wenn es das System verlangt - inklusive Turbo Boost. Das ist nicht bei allen Laptops der Fall - gerade bei aktuellen Ivy-Bridge-Quad-Cores gibt es einige Geräte, die im Akkubetrieb nur gedrosselt laufen.

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