Das neue Aldi-Notebook im Test: Medion Akoya P6816
Das neue Aldi-Notebook Medion Akoya P6816 setzt mit Quad-Core-Prozessor und starker Spiele-Grafikkarte auf hohe Rechenleistung. Dürfen Power-User unbesorgt zugreifen? Der PC-WELT-Test zeigt es.
Aldi geht in die Vollen. Mit dem Medion Akoya P6816 setzt der Discounter vor allem auf üppige Ausstattung - unter anderem mit einem Quad-Core-Prozessor, einer leistungsstarken Grafikkarte sowie vielen Beigaben im Karton. Das ist auch notwendig: Denn das neue Aldi-Notebook kostet 699 Euro - bei diesem Preis greift man nicht ohne langes Nachdenken zu.
Zweifler soll die Rechen-Power des Aldi-Notebooks überzeugen: Für den Antrieb sorgt der Core i7-2670QM mit 2,2 GHz. Er stammt nicht aus Intels aktueller Prozessor-Plattform Ivy Bridge, sondern aus der Vorgänger-Generation Sandy Bridge, die noch im 32-Nanometer- Verfahren gefertigt wird. Der Prozessor kann seinen Takt per Turbo Boost auf 3,1 GHz steigern, wenn nur ein Kern ausgelastet wird. Stehen alle Kerne unter Last geht es maximal bis 2,8 GHz hoch. Im Windows-Taskmanager sehen Sie acht Kerne - der Core i7-2670QM bietet dem Betriebssystem per Hyper-Threading so viele Kerne an.
Der Prozessor ist nicht der Neueste - macht aber nichts
Der Unterschied zwischen Sandy-Bridge- und Ivy-Bridge-CPU fällt beim Rechentempo kaum ins Gewicht: Nur wenn ausschließlich die CPU gefordert ist - etwa im Benchmark Cinebench - liegt der Core i7-2670QM im Aldi-Notebook rund 15 Prozent hinter seinem Nachfolger. Denselben Vorsprung hat das Medion Akoya P6816 in der gesamten Systemleistung gegenüber Notebooks mit einem Core i5-2450M, die sich ebenfalls in der Preisklasse zwischen 650 und 700 Euro finden. Der Quad-Core-Prozessor kommt aber nur zum Tragen, wenn Sie häufig Video- und Musikformate umwandeln. Auch bei aufwändigen Multi-Tasking-Aufgaben bringt der Quad-core ein merkliches Tempoplus - also beispielsweise, wenn Sie einen HD-Film abspielen oder bearbeiten und gleichzeitig Dateien komprimieren oder verschlüsseln. Für alles andere reicht ein Dual-Core-Prozessor vollkommen aus, denn die meisten Programme nutzen ohnehin nicht mehr als die vier Kerne, die etwa ein Core i5 per Hyper-Threading bereit stellt.
Schnell, aber mit SSD ginge es noch schneller
Ähnlich verhält es sich mit dem Arbeitsspeicher: Medion baut 4 GB DDR3-1333 ins Aldi-Notebook. Das reicht für fast alle Anwendungen vollkommen aus: Gegenüber einem Laptop mit 8 GB arbeitet das Akoya P6816 nur bei aufwändiger Bild- oder Videobearbeitung spürbar langsamer. Das beste Tempo-Doping wäre eine SSD. Doch die ist zu diesem Preis nicht drin: Und die meisten Anwender werden auch eine große Festplatte mit 750 GB wie im Aldi-Notebook einer schnellen, aber kleinen SSD vorziehen.
| Hersteller |
Notebook |
Prozessor |
Arbeitstakt
(GHz) |
Tempo-Punkte (Multimedia-Test) |
| Dell |
XPS 13 |
Core i7-2637M |
1,7 |
260 |
| Apple |
MacBook Air 13 |
Core i5-2557M |
1,7 |
220 |
| Toshiba |
Satellite Z830-10J |
Core i5-2467M |
1,6 |
187 |
| Asus |
Zenbook UX31E |
Core i7-2677M |
1,8 |
177 |
| Acer |
Aspire V3-571G |
Core i7-3610QM |
2,3 |
175 |
| Dell |
XPS 15z |
Core i7-2620M |
2,7 |
170 |
| Samsung |
NP900X3A |
Core i5-2537M |
1,4 |
165 |
| Medion |
Akoya P6816 |
Core i7-2670QM |
2,2 |
164 |
| Acer |
Aspire Timeline Ultra M3-581TG |
Core i5-2467M |
1,6 |
159 |
| Acer |
Aspire 5750G-2414G50Mnkk |
Core i5-2410M |
2,3 |
150 |
| Asus |
N53SV |
Core i5-2410M |
2,3 |
135 |
Für die Spiele-Leistung gibt's Note 1
Bei der Spiele-Leistung ist das Aldi-Notebook top - ohne Einschränkung. Die Grafikkarte Nvidia Geforce GT 650M bringt 2 GB lokalen Speicher mit. Sie stammt aus Nvidias aktueller Kepler-Familie und ist im 28-Nanometer-Verfahren gefertigt. Im Medion Akoya P6816 läuft sie mit 835 MHz, der DDR3-Speicher mit 1,8 GHz. Unter Last kann der Grafikchip auf 950 MHz aufdrehen. Die Leistung des Geforce-Chip passt ideal zur Display-Auflösung des Aldi-Notebooks: Bei 1366 x 768 Bildpunkten sind auch aktuelle Spiele für das Akoya P6816 kein Problem. Battlefield 3 etwa läuft mit 30 Bildern pro Sekunde in der Detailstufe "Hoch". Erst bei "Ultra" kommt das P6816 mit 25 Bildern pro Sekunde etwas ins Schwitzen.
| GESCHWINDIGKEIT |
Medion Akoya P6816 (Note: 2,56) |
| Geschwindigkeit bei Büro-Programmen |
170 Punkte |
| Geschwindigkeit bei Multimedia-Programmen |
164 Punkte |
| Geschwindigkeit bei 3D-Spielen |
9052 Punkte |
| Startzeit |
90 Sekunden |
Volle Kraft voraus auch im Akkubetrieb
Bei älteren Spielen können Sie die Detailregler ganz aufziehen: Far Cry 2 bringt es mit Ultra-Details und achtfacher Kantenglättung immer noch auf 46 Bilder pro Sekunde. Diese Rechen- und 3D-Leistung bringt das Aldi-Notebook übrigens auch im Akkubetrieb: Weder der Prozessor noch die Grafikkarte werden gedeckelt, sondern laufen mit voller Kraft, wenn es das System verlangt - inklusive Turbo Boost. Das ist nicht bei allen Laptops der Fall - gerade bei aktuellen Ivy-Bridge-Quad-Cores gibt es einige Geräte, die im Akkubetrieb nur gedrosselt laufen.
Medion Akoya P6816
Das Medion Akoya P6816 ist für 699 Euro bei Aldi Nord erhältlich.
Medion Akoya P6816
Das Medion Akoya P6816 ist für 699 Euro bei Aldi Nord erhältlich.
Medion Akoya P6816 im Test
Das Gehäuse ist aus Kunststoff gefertigt, der Deckel ist matt-schwarz, die Handballenablage dunkelgrau.
Rechts in der Tastatur sitzt ein Ziffernblock.
Oben im Display-Rahmen sitzt eine Internet-Kamera mit 1,3 Megapixel.
Medion Akoya P6816
Die Anschlüsse auf der linken Seite: LAN, VGA, HDMI und zweimal USB 3.0 (von links)
Medion Akoya P6816
Auf der rechten Seite befinden sich Kopfhörereingang, Mikrofonausgang und zwei USB-2.0-Ports sowie der DVD-Brenner.
Medion Akoya P6816 im Test
Zubehör des Medion Akoya P6816: Handbuch, DVDs für Wiederherstellung, System-Software und das Tool Fast Boot sowie ein DVB-T-Stick samt Stabantenne und eine Fernbedienung mit Batterien.
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05.07.12
was ich anderweitig schon darlegte, möchte ich auch hier anmerken:
[B]Bildschirm[/B]:
Gegenüber dem AKOYA P7812 mit 1600x900 ist der jetzige Bildschirm sehr dürftig.
[B]HDD[/B]:
Auch die Festplatte fällt mit 750 GB statt 1.000 GB recht mager aus,
was aber wohl den gegenwärtig hohen HDD-Preisen zu verdanken ist.
[B]RAM[/B]:
Nur 4 GB RAM bei einem 64bit-Windows 7 ist purer Geiz zugunsten des Profits.
Der AKOYA P7812 wurde mit 8 GB RAM ausgeliefert.
[B]DVB[/B]-T:
Dem jetzt beigefügten DVB-T von MEDION sollte das
viel bessere DVB-T von Terratec vorzuziehen sein.
An einigen wichtigen Stellen zeigt das jetzige Modell Schwächen.
Einziger Trost: Der exzellente Prozessor.
Für den normalen Alltag nicht notwendig und reine Verschwendung,
für den Videoschnitt allerdings eine Wohltat.
Die üppigere Extragrafik kommt auch nur den Gamern zugute.
Vielleicht sind die Gamer nun aber auch maßgebend.
Man hat ja sonst nichts, falls man keine Arbeit mehr hat...
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06.07.12
Na dann:
Zitat: consulting
Was soll das?
Ich hab 'ne 400er HD im Stand-PC, die ist noch lange nicht voll.
Zitat: consulting
Welche Anwendubg lastet 8GB RAM aus (Screenshot des Taskmanagers bitte).
Zitat: consulting Videoschnitt mit dem Notebook, ... man gönnt sich ja sonst keine Freizeit. :D
Zitat: consultingEin etwas hochnäsige Einstellung.
Warte, bis das Amt vor der Tür steht.
Oder umgekehrt.
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06.07.12
[IMG]http://img593.imageshack.us/img593/271/06072012195504.png[/IMG]
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06.07.12
Ich schrieb was vom Taskmanager ... .
Nicht irgendetwas undefinierbares. ;)
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07.07.12
Bei dem Namen weiss man schon, dass für Vernünftiges keine Grundlage gegeben ist.
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07.07.12
Für den Videoschnitt ist der Prozessor absolut nebensächlich, denn der hat dabei praktisch nichts zu tun (die richtige Software vorausgesetzt).
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07.07.12
Was soll der Taskmanager für Vorteile bringen?
Ich sehe, dass mehr als 10 GB Ram belegt sind.
Dabei ist es völlig egal ob von nur einer Anwendung oder von vielen einzelnen.
Du kannst dir auch ganz sicher vorstellen, wie's mit der Rechner-Performance aussehen würde, wenn ich nur 4 GB Ram verbaut hätte. ;)
http://addgadgets.com/all_cpu_meter/
Im Übrigen: Wie sollen für Anwendungen 8 GB RAM zur Verfügung stehen, wenn 8 GB verbaut sind?
Braucht das OS keinen Hauptspeicher?
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