05.07.2012, 10:00

Thomas Rau

Aldi-Notebook

Medion Akoya P6816: Ausstattung, Bildschirm, Akkulaufzeit

Wie immer bei Aldi: Medion packt sehr viel Software aufs Medion Akoya P6816. Damit ist das Notebook sofort für Office und Multimedia einsatzbereit. Aber die vielen Programme machen den Laptop langsamer.
Die Festplatte ist 750 GB groß - das dürfen Sie in dieser Preisklasse auch erwarten. Wie bei den meisten Aldi-Notebooks ist aber die Software-Ausstattung überdurchschnittlich: Mit dem Laptops kommt ein Rundum-Paket, das keine Wünsche offen lässt - sofern Ihnen die installierten Programme zusagen. Für Multimedia gibt es Brenn-, Authoring- und DVD-Abspielprogramme von Cyberlink. Außerdem im Medion Media Pack 2 vier Programme von Ashampoo. Für Sicherheit soll eine 90-Tage-Version von Kaspersky Internet Security 2012 sorgen. Die Kehrseite dieser Software-Orgie: Viele dieser Programme starten automatisch mit Windows, wodurch sich der Startvorgang in die Länge zieht. Er dauert beim Medion Akoya P6816 happige 1,5 Minuten. Angesichts dieser Boot-Zeiten macht das Tool Fast Boot richtig Sinn: Damit starten Sie das Aldi-Notebook in rund 10 Sekunden in eine Linux-Umgebung, in der Sie im Internet surfen, per VLC Videos schauen oder über Facebook Status-Meldungen abgeben können.

Mit dabei: DVB-T-Stick, Fernbedienung und Recovery-DVD

Beim Akoya P6816 legt Medion auch mehr in den Karton als bei den letzten Aldi-Notebooks: Sie finden beispielsweise einen DVB-T-Stick samt Stabantenne sowie eine Fernbedienung mit Batterien. Auch Kleinigkeiten wie ein gedrucktes Handbuch, eine Wiederherstellungs-DVD für Windows und eine Software-DVD sind dabei. Fast alle Notebook-Hersteller sparen sich das inzwischen.
Bei der Netzwerk-Ausstattung gibt es nichts zu mäkeln: Das Aldi-Notebook hat Gigabit-LAN an Bord ebenso wie 11n-WLAN mit maximal 300 MBit/s (2x2) und das aktuelle Bluetooth 4.0. Auch bei den Peripherie-Anschlüssen ist das Akoya P6816 gut bestückt mit einem VGA- für alte und einem HDMI-Ausgang für neue Monitore, Kartenleser und je zwei USB-2.0- und USB-3.0-Ports.

Wo das Aldi-Notebook enttäuscht

Leistung und Ausstattung stimmen - gibt's also nichts zu kritteln am neuen Aldi-Notebook? Doch - denn irgendwo muss Medion ja sparen, um den günstigen Preis zu erreichen. Ein Schwachpunkt ist der Bildschirm: Das 15,6-Zoll-Display zeigt die übliche Auflösung von 1366 x 768 Bildpunkten. Es ist zwar entspiegelt, aber nicht besonders hell: Die mittlere Leuchtdichte liegt bei 167 cd/qm. Außerdem erreicht der Kontrast nur mäßige 301:1. Zum Arbeiten ist das für drinnen ganz in Ordnung. Allerdings wirken Fotos und Filme etwas fad auf dem Akoya-Bildschirm. Selbst in dieser Preisklasse sind inzwischen Bildschirme mit mehr als 200 cd/qm eigentlich Standard.
BILDSCHIRM Medion Akoya P6816 (Note: 4,13)
Größe 39,5 Zentimeter / 15.6 Zoll (matt)
Auflösung 1366 x 768 Bildpunkte
Punktedichte 100 dpi
Helligkeit 167 cd/m²
Helligkeitsverteilung 76%
Kontrast 301:1
Im Akkubetrieb deckelt Medion die maximale Helligkeit bei 112 cd/qm: Nur wenn Sie das Energieschema "Höchstleistung" aktivieren, leuchtet es genauso hell wie am Netzstrom. Deshalb sind Sie mit dem Medion-Notebook eigentlich nur in den eigenen vier Wänden mobil. Auch das Gewicht von knapp 2,6 Kilogramm sowie die durchschnittliche Akkulaufzeit von knapp 4,5 Stunden qualifiziert das Akoya P6812 nicht für den Einsatz unterwegs.
MOBILITÄT Medion Akoya P6816 (Note: 3,87)
Akkulaufzeit 4:23 Stunden
Gewicht: Notebook (mit Akku) / Netzteil 2,58 / 0,74 Kilogramm

Tastatur, Lautstärke, Wärmeentwicklung

Nicht überdurchschnittlich schneidet das Aldi-Notebook auch beim Test von Tastatur und Touchpad ab: Das Schreibbrett gibt beim Tippen zwar kaum nach. Der flache Hub und die prallende Leertaste machen aber keinen Spaß, wenn Sie viel am Notebook tippen müssen. Das Touchpad versteht Zwei-Finger-Gesten, mit denen Sie beispielsweise Fotos zoomen oder drehen können: die setzt es allerdings nur stockend um. Ansonsten geht der Bedienkomfort in Ordnung: Der Mauszeiger lässt sich ziemlich präzise steuern und positionieren, die Touchpad-Tasten nerven allerdings mit einem sehr harten Druckpunkt.
Bei Lautstärke und Wärmeentwicklung fällt das Aldi-Notebook weder positiv noch negativ aus dem Rahmen: Der Lüfter dreht zwar unter Last auf bis zu 2 Sone auf. Das stört aber nur, wenn Sie das Notebook längere Zeit unter Last haben. Ansonsten werkelt er mit rund 0,5 Sone ziemlich unscheinbar. Mit knapp 45 Grad erwärmt sich das Akoya P6816 außerdem nicht übermäßig: So können Sie es auch problemlos länger auf den Oberschenkeln positionieren.
UMWELT UND GESUNDHEIT Medion Akoya P6816 (Note: 2,63)
Betriebsgeräusch: geringe /hohe Last 0,5 / 2,0 Sone
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