Medion Akoya P5330: Test-Fazit und Alternativen

Donnerstag, 01.12.2011 | 10:00 von Michael Schmelzle und Friedrich Stiemer

Test-Fazit

Aldi bietet mit dem Medion Akoya 5330 D erstmals seit langem wieder einen Rechner mit einem wirklich attraktiven Preis-Leistungs-Verhältnis an. Der Weihnachts-Akoya präsentierte sich im Test als starker Allround-PC: Das Medion-Modell ist gleichermaßen für den Office- und Multimedia-Einsatz, aber auch für aktuelle Spiele geeignet.

Viel PC fürs Geld: aktueller Aldi-PC Medion Akoya
P5330
Vergrößern Viel PC fürs Geld: aktueller Aldi-PC Medion Akoya P5330

Sind die Spiele nicht übermäßig anspruchsvoll wie etwa Anno 2070, liefert die Grafikkarte bis zu einer Auflösung von 1680 x 1050 Bildpunkten selbst bei hohen Qualitätseinstellungen in der Regel noch flüssige Bildwiederholraten. Zu den positiven Eigenschaften des Aldi-PCs gehört auch die meist energieeffiziente Arbeitsweise des Rechners, die 3 Jahre lange Garantiezeit und das gewohnt umfangreiche Software-Paket.

Perfekt ist der Aldi-PC nicht. Negativ zu Buche schlagen die eingeschränkten Aufrüstmöglichkeiten und die etwas zu knapp bemessenen Schnittstellen - insbesondere bei den Audio-Ausgängen hat Medion an der falschen Stelle gespart. Zudem ist das Betriebsgeräusch des PCs unter Last deutlich hörbar und kann sich bei empfindlichen Ohren schon störend bemerkbar machen. Auch saugt der Aldi-PC bei 3D-Spielen etwas zu viel Strom aus dem Netzteil.

Alternativen

Nicht konkurrenzfähig: das Saturn-Angebot Acer Aspire
x3990 i5-2320/4GB/1TB schwarz PT-SGKE2.278
Vergrößern Nicht konkurrenzfähig: das Saturn-Angebot Acer Aspire x3990 i5-2320/4GB/1TB schwarz PT-SGKE2.278

Ebenfalls für 549 Euro bietet Saturn einen Desktop-PC an. Der Acer Aspire x3990 i5-2320/4GB/1TB setzt auf den gleichen Prozessor Intel Core i5-2320, dem ebenfalls vier GB DDR3-Speicher zur Seite stehen. Weitere Gemeinsamkeiten sind der DVD-Brenner, WLAN, Kartenleser und vorinstalliertes Windows 7 Home Premium 64 Bit. Allerdings fehlt dem Aspire-Modell USB 3.0, die Grafikkarte mit dem Nvidia-Chip Geforce GT530 ist deutlich schwächer und die Festplatte hat mit einem Terabyte nur halb so viel Kapazität. So gesehen ist das Saturn-Angebot keine Alternative - aber ein weiterer Beleg für das sehr gute Preis-Leistungs-Verhältnis des Aldi-PCs. 

Alternative fürs Wohnzimmer zum halben Preis: Zotac Zbox
Nano AD10 Plus
Vergrößern Alternative fürs Wohnzimmer zum halben Preis: Zotac Zbox Nano AD10 Plus

Für rund 280 Euro (ohne Betriebssystem) bekommen Sie mit dem Zotac Zbox Nano AD10 Plus einen schicken Mini-PC, der sich gleichermaßen als Medien-Abspielzentrale für Musik und Filme, Büro-PC und Surf-Station eignet - inklusive moderner Schnittstellen wie Display-Port, USB 3.0, n-WLAN und Bluetooth. Auch an den Bedienkomfort hat Zotac gedacht und rüstet die Zbox mit Infrarot-Empfänger und Fernbedienung aus. Für Einsatzgebiete wie Videobearbeitung und Transcodierung ist der Zotac-PC nicht geeignet. Das gilt auch für grafisch anspruchsvolle Spiele. Dafür ist die Zbox aber auch nicht gedacht.


 

Donnerstag, 01.12.2011 | 10:00 von Michael Schmelzle und Friedrich Stiemer
Kommentieren Kommentare zu diesem Artikel (8)
  • Dogeater 06:30 | 03.12.2011

    Was kann Medion denn dafür, wenn Intel so unverschämt ist und seinem Prozessor auch noch so ne unnütze Graka einbaut die Medion dann auch noch bezahlen darf?

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  • deoroller 10:46 | 02.12.2011

    Das ist doch normal, dass alles eingespart wird, was im Auslieferungszustand nicht gebraucht wird. Jemand, der sich seinen PC selbst zusammenstellt, hat darauf Einfluss. Sollte mal die gesteckte Grafikkarte kaputt gehen, hat man meist nicht direkt Ersatz und muss sich den erst besorgen. Solange kann man dann die interne Grafik nutzen. Beim Medion ist die Möglichkeit verbaut und man steht sprichwörtlich im Dunkeln.

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  • Michael Schmelzle 10:38 | 02.12.2011

    Eine Leserfrage, die mich gestern Abend noch erreicht hat, lautet: "Kann man die interne Grafik des Intel Core i5-2320 nutzen". Antwort: Prinzipiell schon, allerdings nicht im Aldi-PC, da auf der MSI-Hauptplatine keine Bildschirm-Anschlüsse ausgeführt sind.

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  • deoroller 13:12 | 01.12.2011

    Decrapifier sagt dem unbedarften Medion Nutzer zu, da er so eine unvermeidliche Neuinstallation seines Betriebssystems umgehen kann. Trotzdem bin ich immer wieder erfreut, wenn ein Besitzer einer Vorinstallation nach Jahren hier im Forum anfragt, dann doch Neuaufsetzen soll und für ihn eine Welt zusammenbricht. Keine Recovery-Medien erstellt, keine Sicherungen gemacht und keine Ahnung, aber TuneUp und dicke Security Suiten installiert und dann auch noch wütende Reaktionen und Unverständnis, da man ihm keine genehme Lösungen gratis bieten kann. @mike_kilo Glückwunsch zum 12k Beitrag.

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  • mike_kilo 12:35 | 01.12.2011

    Decrapifier hab ich im Sommer mal auf einem Netbook ausprobiert. Das reinste Chaos ist entstanden. Verstümmelte Uninstall-Einträge , Adobe Air ließ sich nicht entfernen, usw. Nach einem System-Recovery half nur eine manuelle Deinstallation bei den meisten Craps sauber weiter. Kann aber auch ein Einzelfall gewesen sein. Am besten ist immer noch plattmachen und ein Windows(Retail) Setup durchführen mit Image-Backup.

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