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Medion Akoya P5280D - Aldi-PC im Test

26.03.2015 | 09:44 Uhr |

Ab heute gibt es bei Aldi Süd wieder einen Komplett-PC von Medion. Der neue Aldi-PC ist mit einem Core-i3-Prozessor, einer Nvidia-Grafikkarte sowie 1 TB Festplattenspeicher ausgestattet. Wir verraten Ihnen, ob sich das Angebot des Discounters lohnt!

Update 26.3.2015: Ab sofort ist der neue Aldi-PC Medion Akoya P5280D bei Aldi-Süd erhältlich. Wir haben das Gerät bereits getestet. Den ausführlichen Test lesen Sie in diesem Artikel.

Der neue Aldi-PC führt die Modellbezeichnung Akoya P5280D und kommt – natürlich – von Medion. Der Komplett-Rechner soll ein Allrounder sein, der sich für die „ganze Familie“ eignet: Die Leistung soll also für Büro- und weniger aufwendige Multimedia-Aufgaben sowie auch fürs Spielen von nicht allzu fordernden PC-Games geeignet sein. Ob das auch wirklich zutrifft und ob sich der Gang in den Discounter allein dafür lohnt, klären wir im Test.

Hinweis: Die Ausstattung und Testergebnisse haben wir für Sie im Detail in den Tabellen am Ende dieses Artikels aufgelistet. Die Testergebnisse und Detailfotos des neuen Aldi-PCs haben wir auch übersichtlich in einer Bildergalerie zusammengefasst (hier klicken).

Prozessor, Grafikkarte & Speicher

Beim verbauten Prozessor handelt es sich um den Intel Core i3-4160 mit zwei physikalischen und zwei virtuellen Rechenkernen (Hyper Threading). Die automatische Übertaktungsfunktion Turbo Boost ist leider nicht mit an Bord, die Taktfrequenz beläuft sich somit auf 3,6 GHz. Hinzu kommt die interne Grafiklösung HD Graphics 4400. Mit einer maximalen Verlustleistung (TDP, Thermal Design Power) von 54 Watt lässt sich die CPU durchaus als sparsam bezeichnen.

Aufgeräumt geht anders, aber das Gehäuse bietet auch wenig Möglichkeiten, um die Kabel ordentlich zu verlegen.
Vergrößern Aufgeräumt geht anders, aber das Gehäuse bietet auch wenig Möglichkeiten, um die Kabel ordentlich zu verlegen.

Der Arbeitsspeicher misst nur magere 4 GB, des Weiteren handelt es sich nur um ein einzelnes DDR3-Speichermodul mit einem Arbeitstakt von 800 MHz – das ist in der heutigen Zeit eindeutig zu wenig! Dafür steckt im Computer noch eine separate Grafikkarte in Form der Nvidia Geforce GTX 750 Ti. Die verwendet die energieeffiziente Maxwell-Grafikchip-Architektur und ist mit 2 GB GDDR5-Speicher ausgestattet. Die Taktraten entsprechen der Referenz mit maximal 1085 MHz GPU-Takt sowie 5400 MHz effektiven Speichertakt. Die Kühlung erfolgt über einen einzelnen Lüfter. Mit dieser Grafikkarte lassen sich Spiele bis zu einer maximalen Auflösung von 1680 x 1050 Pixel in den höchsten Details flüssig spielen, darüber hinaus müssen Sie die Grafikdetails aber nach unten stellen, um weiterhin flüssige Bildraten zu erhalten. Allerdings ist die installierte Treiber-Version der GTX 750 Ti bei Auslieferung hoffnungslos veraltet gewesen. Eine Aktualisierung ist nur zu empfehlen!

Die verbaute Hardware im Überblick.
Vergrößern Die verbaute Hardware im Überblick.

Eine flotte SSD verbaut Medion zu diesem Preispunkt nicht, es steht lediglich eine 1 TB große HDD von Seagate zur Verfügung. Die ist auf zwei Partitionen aufgeteilt: Auf der Partition „D:“ liegen auch ein Backup des installierten Windows 8.1, Treiber-Software und die Installationsdateien der installieren Software, die beim Kauf inklusive sind. Im Notfall sind Sie also relativ gut gerüstet und können das System bei nicht allzu schwerwiegenden Vorfällen komplett wiederherstellen.

Netzwerk, Laufwerk & Anschlüsse

Mit dem Medion Akoya P5280D haben sie zwei Möglichkeiten, den PC mit dem Internet zu verbinden: Einmal ganz klassisch über das Netzwerkkabel, oder Sie gehen drahtlos mit Hilfe des eingebauten WLAN-Moduls ins Netz. Der kann zwar im n-Standard funken, allerdings empfinden wir die Geschwindigkeit dennoch als ziemlich lahm. An der Frontseite steht Ihnen ein DVD-Brenner von Samsung zur Verfügung. Darüber finden Sie einmal USB 3.0 sowie 2.0, Audioanschlüsse und einen Speicherkartenleser. An der Oberseite verbaut Medion wieder den Datenhafen 3, der externe Festplatten aufnimmt – allerdings dürfen dort aufgrund des proprietären USB-3.0-Anschlusses nur kompatible Medion-Speicher andocken.

An der Front befinden sich Audioanschlüsse, ein Speicherkartenleser und einmal USB 2.0 sowie 3.0.
Vergrößern An der Front befinden sich Audioanschlüsse, ein Speicherkartenleser und einmal USB 2.0 sowie 3.0.

Die Rückseite des neuen Aldi-PCs kann nicht mit einer Schnittstellenvielfalt begeistern: Ihnen stehen neben dem Netzwerkanschluss und den Audiobuchsen für 5.1-Soundsysteme lediglich viermal USB 2.0 zur Verfügung, einen einzigen USB-3.0-Anschluss gibt es nur an der Front. In der Praxis sind natürlich zwei Steckplätze für die mitgelieferte Maus und Tastatur belegt, womit Ihnen insgesamt (Front mitgezählt) noch viermal USB bleibt. Unserer Meinung nach ist das viel zu knapp bemessen! Ihren Monitor schließen Sie an die Grafikkarte weiter oben an, die HDMI, VGA und DVI bereitstellt.

Schnittstellenarmut: Auf der Rückseite stehen Ihnen unter anderem nur vier USB-2.0-Anschlüsse zur Verfügung, nur an der Front gibt es einmal USB 3.0.
Vergrößern Schnittstellenarmut: Auf der Rückseite stehen Ihnen unter anderem nur vier USB-2.0-Anschlüsse zur Verfügung, nur an der Front gibt es einmal USB 3.0.

Leistung auf dem Prüfstand

In unseren Tests mit dem PC Mark 8 von Futuremark stellt sich heraus, dass sich der Akoya P5280D ohne weiteres für die Aufgaben des Alltags eignet. Dazu gehören das Surfen mit mehreren geöffneten Tabs, Office-Aufgaben oder auch weniger aufwendige Multimedia-Aufgaben. In diesen Tests wird zwar auch die Leistung in Spielen mit DirectX 9 und 11 geprüft, doch so richtig fordernd wird es erst im 3D Mark. Mit komplexen Effekten und Techniken prüft der Benchmark die Gesamt-Grafikleistung des Systems. Hier wird klar, dass sich die Hardware des neuen Aldi-PCs teilweise auch fürs Spielen eignet: Wenn Sie die Kantenglättung unter Full-HD komplett deaktivieren, dann lässt sich sogar ein grafisch aufwendiger Titel wie Battlefield 4 mit über 40 Bildern pro Sekunde mit maximalen Details spielen. Flüssig spielbar wären beispielsweise auch Titel wie Call of Duty: Ghosts, Diablo 3 oder auch Grid 2. Auch beliebte MOBA-Spiele (Multiplayer Online Battle Arena) wie Dota 2 oder League of Legends dürften ebenfalls in maximalen Details laufen – allerdings braucht es dafür grundsätzlich nicht eine hochgezüchtete Gaming-Maschine.

Die Leistung der eingebauten Nvidia Geforce GTX 750 Ti genügt sogar teilweise fürs Spielen aktueller Spiele!
Vergrößern Die Leistung der eingebauten Nvidia Geforce GTX 750 Ti genügt sogar teilweise fürs Spielen aktueller Spiele!

Umwelt-Eigenschaften

Bei der kombinierten Last von CPU und Grafikkarte messen wir lediglich 150 Watt – für die gezeigte Leistung ist das beeindruckend niedrig! Im Desktop-Betrieb beläuft sich die Leistungsaufnahme auf 38 Watt, im Modus „Energie sparen“ auf nur 1,8 Watt: Das verbaute 350-Watt-Netzteil der FSP-Group kommt also zu keiner Zeit wirklich an seine Grenzen. Auch beim Betriebsgeräusch gibt es nur wenig Kritik, denn bei voller Auslastung messen wir nur 1,1 Sone. Das ist zwar schon hörbar, aber nicht richtig störend: In etwa so laut wie eine laufende Klimaanlage im Zimmer. Hinweis: Wir messen die Lautheit mit einem Richtmikrofon in 50 Zentimeter Entfernung.

Das Netzteil von der FSP Group leistet brutto 350 Watt. Eine Effizienz-Zertifizierung suchen Sie aber vergeblich.
Vergrößern Das Netzteil von der FSP Group leistet brutto 350 Watt. Eine Effizienz-Zertifizierung suchen Sie aber vergeblich.

Aufrüstbarkeit des Systems

In Ermangelung eines zweiten Arbeitsspeicher-Moduls lässt sich natürlich ein weiteres Modul einbauen. Bei den SATA-Steckplätzen für Festplatten oder optische Laufwerke stehen nur zwei freie Buchsen zur Verfügung. Allerdings bietet das Gehäuse nur noch einen freien Festplatten-Schacht für eine 3,5-Zoll-HDD oder eine SSD mit entsprechenden Einbaurahmen, 5,25-Zoll-Schächte sind überhaupt keine frei. Immerhin gibt es zwei freie PCI-x1-Steckplätze, um beispielsweise eine TV-Karte einzubauen. Empfehlenswert wären beispielsweise noch eine SSD und ein zusätzlicher Arbeitsspeicherriegel – damit verpassen Sie dem System einen guten Geschwindigkeitsschub.

Mit im Paket des neuen Aldi-PCs befinden sich auch eine USB-Maus und -Tastatur.
Vergrößern Mit im Paket des neuen Aldi-PCs befinden sich auch eine USB-Maus und -Tastatur.

Test-Fazit zum Medion Akoya P5280D

Für einen Komplett-PC ist die Preis-Leistung des aktuellen Aldi-PCs Medion Akoya P5280D in Ordnung und bedient sowohl die Zielgruppe für Einsteiger- als auch Allround-Familien-PCs. Für den Alltags-Einsatz wie im Internet surfen, Bild- und Textverarbeitung sowie Gelegenheitsspiele und einfache Videobearbeitung ist die Rechenleistung des Aldi-PC ausreichend. Die Kombination aus i3-Prozessor und effizienter GTX 750 Ti Grafikkarte sorgt bei niedrigen Qualitätseinstellungen auch für eine gewisse Performance bei aktuellen Spielen. Zudem überzeugt der Aldi-PC durch seinen insgesamt sehr geringen Stromverbrauch. Sehr schön finden wir, dass Medion zu dem Preispunkt überhaupt eine dedizierte Grafikkarte verbaut hat. Die Software-Ausstattung richtet sich ebenfalls eher an Einsteiger oder Familien, die den PC gemeinsam nutzen möchten – versierte Nutzer dürften die installierten Programme eher stören.

Bei der Ausstattung müssen wir bemängeln, dass sich der Arbeitsspeicher nur auf 4 GB und auf ein einziges Speichermodul beschränkt. Und der Preisschere fallen auch die Schnittstellen zum Opfer: Nur ein einziges Mal USB 3.0 sowie insgesamt fünfmal USB 2.0 sind eindeutig zu wenig. 

Klar ist, dass Sie mit einem selbstgebauten PC günstiger oder leistungsfähiger davon kommen, während Sie selbst über die verwendete Hardware bestimmen können und kein Geld für den Zusammenbau oder die Service-Leistungen abdrücken müssen. Wer aber keine Lust hat, sich selbst einen PC zusammen zuschrauben, kann dem Aldi-PC Medion Akoya P5280D eine Chance geben - sofern die Negativpunkte verschmerzbar sind.

Geschwindigkeit

Medion Akoya P5280D

Grafik-Leistung (3D Mark: Sky Diver / Cloud Gate / Fire Strike)

11 071 / 11 474 / 3802 Punkte

Alltag & Multimedia (PC Mark 8: Home / Creative)

4002 / 3931 Punkte

Datenkomprimierung (7-Zip: Gesamtwertung)

10 452 Punkte

Prozessor (Cinebench R15): ein Kern / alle Kerne

139 / 356 Punkte

Umwelt

Medion Akoya P5280D

Stromverbrauch: Ruhe / Last / Energie sparen / Aus

38 / 150 / 1,8 / 0,0 Watt

Betriebsgeräusch: geringe / hohe Last

0,7 / 1,1 Sone

Handhabung

Medion Akoya P5280D

Freie Steckplätze: RAM / SATA / USB

1 / 2 / 0

Freie PCI-Steckplätze: x1 / x4 / x8 / x16

2 / 0 / 0 / 0

Freie Einbauschächte: 2,5 / 3,5 / 5,25 Zoll

1 / 1 / 0

Technische Daten

Medion Akoya P5280D

Prozessor: Hersteller Bezeichnung (Takt)

Intel Core i3-4160 (3,6 GHz)

Mainboard: Herstellerbezeichnung (Chipsatz)

Medion H81H3-EM2 (Intel H81)

Grafikkarte: Herstellerbezeichnung / Speicher

Nvidia Geforce GTX 750 Ti / 2048 MB GDDR5

Netzteil: Herstellerbezeichnung (Leistung / Zertifizierung)

FSP350-40EMDN (350 Watt / nicht vorhanden)

Ausstattung

Medion Akoya P5280D

Speicher (Bruttokapazität): SSD / HDD

0 / 1000 GB

Arbeitsspeicher: eingebaut / verfügbar / maximal

4096 / 4096 / 16 384 MB

Optisches Laufwerk: Herstellerbezeichnung (Typ)

Samsung SH-216DB (DVD-Brenner)

Speicherkartenleser

ja

Soundkarte: Herstellerbezeichnung (Typ)

Realtek High Definition Audio (Soundchip)

Netzwerk: Kabel (Typ) / WLAN (Standard)

Realtek PCIe GBE Family Controller (Gigabit Ethernet) / 802.11n

Anschlüsse

5x USB 2.0, USB 3.0, Ethernet, VGA, DVI, HDMI, Line-in, Line-out, Kopfhörer, Mikrofon

Kabelmanagement

mangelhaft

Lieferumfang

Tastatur & Maus, Software-CDs, Handbücher, Office-365-Testversion, Home Cinema Suite, Mediapack, McAfee Livesafe Testversion

Service

Medion Akoya P5280D

Garantiedauer

36 Monate

Vor-Ort-Service

0 Monate

Service-Hotline / deutsch / Wochenenddienst / Erreichbarkeit / durchgehend / per E-Mail erreichbar

0201/83830 / ja / ja / 12 Stunden / ja / ja

Internetseite / deutsch / Handbuch verfügbar / Treiber verfügbar / Hilfsprogramme verfügbar

www.medion.de / ja / ja / ja / nein

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