Medion Akoya P4210 D: Benchmarks und Stromverbrauch

Montag den 09.07.2012 um 10:00 Uhr

von Friedrich Stiemer

Prozessor-Leistung: Überraschend schwach

Überraschend leistungsschwach.
Vergrößern Überraschend leistungsschwach.
Die neue APU AMD A8-5500 testen wir mit Cinebench 11.5 auf ihre Leistungsfähigkeit - und sind enttäuscht: Bei voller Auslastung aller vier Kerne kommt der Prozessor auf gerade einmal 2,62 Punkte, der Medion Akoya P5350 D erreichte mit seinem Intel Core i5-2320 schon fast 4 Punkte. Hier wird klar, dass sich die APU bei voller Auslastung nicht gerade mit Ruhm bekleckert und hinter Intel-CPUs zurückbleibt. Für den Heimgebrauch genügt die Leistung aber.

Fesplatten-Leistung: Schneller Speicher

Gute Ergebnisse der HDD.
Vergrößern Gute Ergebnisse der HDD.

Die etwa 1 TB große Seagate-Festplatte erreicht unter Crystaldiskmark beim sequenziellen Lesen/Schreiben Transferraten von knapp 200 MB/s - ein guter Wert! Beim zufälligen Lesen und Schreiben von 512-KB-Blöcken liegen die Werte bei rund 61 MB/s respektive 113 MB/s und kann auch damit punkten. Beim Schreiben und Lesen von 4-KB-Daten bleibt das Ergebnis stets über guten 1,6 MB/s.

Spiele-Leistung: Kein Gamer

Ergebnis mit der integrierten Grafiklösung.
Vergrößern Ergebnis mit der integrierten Grafiklösung.

Um die Spiele-Leistung zu testen, stellen wir Games Battlefield 3 und Dirt 3 auf die höchsten Einstellungen und messen die Bilder pro Sekunde in Full-HD (1920 x 1080 Pixel). Doch über eins sollten Sie von vornherein klar sein: Der Medion Akoya P4210 D ist nicht fürs Gaming ausgelegt - hierfür sollten Sie sich wo anders umschauen. Da wir zur integrierten Grafikeinheit noch die dedizierte Grafikkarte dazu schalten können, testen wir einmal im Dual-Grafik-Modus und einmal ohne zugeschalteter APU-Grafikeinheit.

Ergebnis bei zugeschalteter Grafikkarte im
Verbund.
Vergrößern Ergebnis bei zugeschalteter Grafikkarte im Verbund.

Doch in beiden Spielen erhalten wir keine bessere Performance, wenn wir beide Grafikeinheiten in den Verbund schalten: Battlefield 3 zuckelt mit 15 Bildern pro Sekunde über den Monitor, Dirt 3 ist knapp spielbar mit 31 Bilder pro Sekunde, egal ob wir die Grafikkarte zuschalten oder nicht. Anders sieht es im synthetischen Benchmark 3D Mark 11 aus: Hier steigt die Punktzahl von 556 auf ganze 800 im Extreme-Modus.Doch zum Spielen mit aufwändigen PC-Games reicht die Leistung nicht.

Erst wenn Sie rigoros die Grafikeinstellungen herunterfahren, können Sie flüssig zocken. Alles in allem ist die Grafik-Performance aber um einiges besser als noch beim Medion Akoya P5350 D, bei dem Sie die getesteten Spiele nur in einstelliger Bildwiederholfrequenz spielen konnten. Weniger komplexe Games stellen den Akoya P4210 D also nicht vor eine große Herausforderung.

Multimedia- und allgemeine Leistung: Flotter als der Vorgänger

Gerne würden wir den Akoya P4210 D synthetisch auf seine Büro- und Multimedia-Tauglichkeit testen, indem wir den Benchmark PC Mark 7 im Modus "Overall Performance" durchlaufen lassen. Leider streikt das Testprogramm und wir können es bis zur Abgabe des Tests leider nicht zum Laufen bringen. Hier stellen die neuen Treiber das Hindernis dar, die die Software zum Stolpern bringen. Denn genau wie bei CPU-Z und GPU-Z liefert die Hardware zu neue Daten, die bisher nicht eingepflegt wurde.

Stattdessen beschränken wir uns auf unser persönliches, aber wenn auch subjektives Benutzererlebnis: Auf dem Desktop gibt es selten Ruckler, Programme öffnet das System ohne lange Wartezeiten. In den Multimedia-Anwendungen wie dem Windows Media Player geht die Bedingung flüssig von der Hand. Da überrascht es nicht, dass auch Textverarbeitung kein Problem ist.

Bei der OpenGL-Leistung ist der neue Aldi-PC ebenfalls besser geworden und kommt in Cinebench 11.5 auf fast 50 Bilder pro Sekunde - das ist die doppelte Bildwiederholfrequenz zum Vorgänger Akoya P5350 D! Hier glänzt das AMD-Gespann, bestehend aus integrierter und dedizierter Grafik.

Stromverbrauch: Hungriger Geselle

Im Leerlauf zieht der MEdion Akoya P4210 D etwa 51 Watt, was etwas mehr ist als noch bei seinem Vorläufer. Bei ausgeschaltetem Grafik-Verbund klettert der Stromverbrauch auf 98 Watt, mit zugeschalteter Grafikkarte messen wir ganze 130 Watt - zu viel für die gezeigte Leistung. Im Modus "Energie sparen" zeigt uns das Messgerät circa 2,5 Watt an, heruntergefahren sind es vorbildliche 0 Watt - so soll es sein!

Montag den 09.07.2012 um 10:00 Uhr

von Friedrich Stiemer

Kommentieren Kommentare zu diesem Artikel (53)
  • ben-71 13:21 | 29.09.2012

    Zitat: OpaMueller
    Wir haben Abstand vom Kauf des Aldi-PCs genommen und stattdessen einen Dell-PC gekauft. Super Beratung, keine widersprüchlichen Auskünfte, fairer Preis, schnelle Lieferung.


    ... danke für die Rückmeldung

    Gibt es sonst User hier, welchen den PC auf 2x8GB aufgerüstet haben?

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  • OpaMueller 11:10 | 29.09.2012

    Zitat: deoroller
    Die Beratung zwischen Kassieren und Paletten schieben, kann nicht so toll sein. :bse:

    Ich hatte auch bei Medion in Mülheim a.d.R. angerufen. Hanebüchene Antworten bekam ich dort. Daß Aldi-Verkäuferinnen von PCs keine Ahnung haben, sollte jedem klar sein.

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  • deoroller 10:55 | 29.09.2012

    Zitat: OpaMueller
    Super Beratung, keine widersprüchlichen Auskünfte

    Die Beratung zwischen Kassieren und Paletten schieben, kann nicht so toll sein. :bse:

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  • OpaMueller 10:28 | 29.09.2012

    Wir haben Abstand vom Kauf des Aldi-PCs genommen und stattdessen einen Dell-PC gekauft. Super Beratung, keine widersprüchlichen Auskünfte, fairer Preis, schnelle Lieferung.

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  • ben-71 23:27 | 28.09.2012

    Hallo zusammen,

    hat einer von Euch bzw. OpaMüller den PC inzwischen mit 2x8GB RAM bestückt und kann berichten, welche Erfahrungen bisher damit gemacht wurde?

    Für eine Antwort wäre ich dankbar.

    viele Grüße
    ben

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