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Medion Akoya E6416 im Test

04.03.2015 | 08:42 Uhr |

Ab 5. März bei Aldi-Süd - schon bei PC-WELT im Test: Das Medion Akoya E6416 mit Broadwell-CPU und 11ac-WLAN für 399 Euro. Aktuelle Technik zum kleinen Preis: Das neue Aldi-Notebook Medion Akoya E6416 hält dieses Versprechen. Doch dafür spart es an anderen Stellen.

Das erste Aldi-Notebook mit einem Intel-Prozessor der fünften Core-Generation (Codename Broadwell) war das große Akoya E7416 mit 17,3-Zoll-Bildschirm, das Aldi-Nord am 29.Januar für 499 Euro verkaufte. Ein kleineres und günstigeres Notebook bekommen Sie bei Aldi-Süd ab dem 5.März: Dann hat der Discounter das Akoya E6416 mit 15,6-Zoll-Display für 399 Euro im Angebot. Auch die CPU-Leistung fällt schmaler aus, denn diesmal sitzt ein Core i3 statt eines Core i5 im Gehäuse. Aktuelle Technik bietet das Aldi-Notebook auch beim WLAN: Das eingebaute Modul Intel Centrino Wireless-AC 3160 beherrscht den derzeitigen WLAN-Standard 802.11ac - allerdings nur mit einem Datenstrom für Senden und Empfangen (1x1), was theoretisch für maximal 433 MBit/s reicht.

Das neue Aldi-Notebook schon jetzt im Medion Shop

Medion Akoya E6416 (MD 99540)
© Medion

Das neue Aldi Notebook Medion Akoya E6416 (MD 99540) ist bereits im  Medion Onlinestore  gelistet und ist ab dem 5. März für 399 Euro bei Aldi Süd erhältlich.

Alternativen:
Lenovo Ideapad G50-70 ab 389 Euro: Der beste Preis
Acer Aspire E5-571-546C für 399 Euro: Der beste Preis

Der Preis bleibt trotzdem das Highlight des Akoya E6416: Für 399 Euro bekommen Sie bei der Konkurrenz derzeit Notebooks, die mit einem Core i3 aus der Vorgänger-Generation Haswell ausgestattet sind. Auch ein paar Angebote mit einem Haswell-Core-i5 lassen sich finden - aber nur ohne Windows.

Auf den ersten Blick müssen Sie trotz des günstigen Preises beim Aldi-Notebook kaum Kompromisse bei der Ausstattung eingehen: Die Festplatte fasst rund 500 GB - nicht besonders viel, aber in dieser Preisklasse die übliche Größe. Die Kapazität können Sie bei Bedarf auch voll ausnutzen, denn Medion hat beim Akoya E6416 keine versteckte Partition eingerichtet. Auf der zweiten Partition liegen beim Aldi-Notebook Kopien der installierten Treiber und Software sowie ein System-Image für die Wiederherstellung. Für Treiber und Wiederherstellung des Betriebssystems legt Medion außerdem noch zwei DVDs bei.

Notebook-Probleme selbst lösen

Das Akoya E6416 bringt viele Anschlüsse mit: Rechts liegen beispielsweise zwei USB-2.0-Ports, links finden Sie zwei USB-3.0-Buchsen. Externe Bildschirme bekommen per HDMI oder VGA Anschluss ans Notebook. Der SD-Speicherkarten-Leser ist intern per USB 2.0 angebunden, bremst schnelle Speicherkarten also aus.

Wie bei den meisten Aldi-Notebooks gleicht der Desktop des Akoya E6416 einem Werbeplakat für Aldi-Angebote: Fast alle Verknüpfungen verweisen auf Dienstleistungen des Discounters. Vorinstalliert sind zahlreiche Multimedia-Tools von Cyberlink und Ashampoo wie Power DVD, You Cam oder Image FX. Die Sicherheits-Software McAfee LiveSafe sowie Office 365 gibt es nur als zeitbegrenzte Testversionen.

Broadwell an Bord: Im Aldi-Notebook steckt ein Core i3 aus Intels aktueller Prozessor-Generation
Vergrößern Broadwell an Bord: Im Aldi-Notebook steckt ein Core i3 aus Intels aktueller Prozessor-Generation

Rechenleistung: Stark genug für den Alltag

Der Core i3 besitzt keinen Turbo Boost, arbeitet also auch unter Last mit seiner Standard-Taktrate von 2,1 GHz. In den meisten Tests fällt das kaum ins Gewicht: Höchstens bei Multimedia-Anwendungen wie Foto- und Bildbearbeitung schneidet der Core i5 im letzten Aldi-Notebook etwas besser ab. Nur wenn Sie das Akoya E6416 sehr quälen, etwa mit gleichzeitiger Video-Wiedergabe und -Umwandlung, bleibt es im Vergleich zu einem Core-i5-Laptop deutlicher zurück. Hier kann dann auch der nur 4 GB große Arbeitsspeicher - DDR3-1600 von Hynix - zum Flaschenhals werden. Ansonsten bietet das Akoya E6416 ausreichende Leistung für Alltags-Aufgaben. Höheres Tempo in der Praxis würde vor allem eine SSD bieten - doch Allround-Notebooks mit (großem) Flash-Speicher sind in dieser Preisklasse utopisch.

Wie Sie die Notebook-Leistung per SSD tunen

3D-Leistung: Nichts für Spielefreunde

Üblich für diese Preisklasse ist dagegen die 3D-Leistung des Akoya E6416: Sie ist mau, weil das Aldi-Notebook keine zusätzliche Grafikkarte hat, sondern auf die GPU im Intel-Prozessor setzt. Diese Intel HD Graphics 5500 ist aber kaum schneller als die HD Graphics 4400 aus der Haswell-Generation. Sie kann höchstens mit Einsteiger-GPUs wie der AMD Radeon R5 M230 konkurrieren. Für fast alle aktuellen Spiele ist sie zu langsam. Bei einigen erreichen Sie wenigstens in minimaler Detailstufe spielbare Bildraten.

Ein RAM-Steckplatz ist beim Aldi-Notebook noch frei - der Arbetisspeicher lässt sich aufrüsten, nachdem Sie die Service-Klappe geöffnet haben
Vergrößern Ein RAM-Steckplatz ist beim Aldi-Notebook noch frei - der Arbetisspeicher lässt sich aufrüsten, nachdem Sie die Service-Klappe geöffnet haben

Aufrüsten: Mehr RAM geht rein

Dem Tempo können Sie mit mehr Arbeitsspeicher nachhelfen. Von den zwei RAM-Steckplätzen ist nur einer besetzt. An den Arbeitsspeicher sowie die Festplatte und das WLAN-Modul gelangen Sie, wenn Sie die durch fünf Schrauben fixierte Service-Klappe auf der Gehäuse-Rückseite abnehmen. Auch der Akku wird durch zwei Schrauben am Notebook gehalten und lässt sich ausbauen.

Bildschirm: Entspiegelt, aber mäßige Bildquaität

Beim Display fangen die Kompromisse an, die Sie beim Akoya E6416 machen müssen. Das ist keine Besonderheit des Aldi-Notebooks, denn der Bildschirm ist bei vielen günstigen Laptops der größte Schwachpunkt. Er zeigt die mäßige Auflösung von 1366 x 768 Bildpunkten, wodurch Buchstaben mit Stufen und Kanten versehen werden. Darüber können Sie noch hinwegsehen. Mehr stört die mäßige Helligkeit von unter 200 cd/qm. Im Akkubetrieb kommt das Display nicht über 150 cd/qm hinaus. Das erschwert trotz der entspiegelten Oberfläche das Ablesen unter freiem Himmel - vor allem bei dunkleren Bildinhalten. Außerdem verändern sich Farben bei schräger Draufsicht von oben oder unten. Der horizontalte Blickwinkel ist in Ordnung. Für Fotos und Film ist das Akoya E6416 also keine optimale Lösung.

Design, Gewicht, Lautstärke: Leicht und flach

Der Core i3 im Aldi-Notebook kommt aus Intels Ultra-Low-Voltage-Familie. Das erlaubt Medion, einen kleinen Lüfter einzubauen. Auch der Verzicht auf eine Grafikkarte hilft, das Gehäuse flach und leicht zu halten: Das Akoya E6416 ist nur 25,4 Millimeter hoch und wiegt lediglich 2,24 Kilo. Der Lüfter bleibt selbst unter Last recht leise. Der Verzicht auf leistungsstarke Komponenten erhöht auch die Akkulaufzeit: Das Akoya E6416 hält knapp sechs Stunden im Batteriebetrieb durch - sehr ordentlich.

So verlängert Windows das Leben des Notebook-Akkus

Das Gehäuse ist sehr gut ausbalanciert, den Deckel können Sie einhändig öffnen. Das Kunststoffgehäuse ist nicht übermäßig stabil, aber solide genug für einen Laptop, der meist auf dem Schreibtisch steht und kaum unterwegs genutzt wird. Wer viel auf dem Notebook schreiben muss, wird mit dem Aldi-Laptop dagegen nicht glücklich. Die Tastatur gibt beim Tippen etwas nach, deshalb zeigen die Tasten keinen klaren Druckpunkt. Außerdem federn sie hörbar, was die Tastatur beim Schreiben recht laut werden lässt. Ein knackendes, prellendes Druckgeräusch geben auch die Touchpad-Tasten von sich. Die Touchpad-Fläche dagegen ist angenehm griffig, der Mauszeiger lässt sich sicher positionieren. Und auch Zwei-Finger-Gesten zum Scrollen und Zoomen funktionieren einigermaßen reibungslos.

Aldi-Notebook Medion Akoya E6416 im Test: Fazit

Weniger ist mehr beim Aldi-Notebook Medion Akoya E6416. Das gilt nicht nur für den niedrigen Preis. Der Verzicht auf eine starke Grafikkarte und eine hohe Display-Auflösung beschert Ihnen außerdem eine gute Akkulaufzeit und einen leisen Lüfter.

Die Ausstattung ist gut, die Rechenleistung okay für diese Preisklasse. Dagegen fällt die Qualität von Bildschirm und Tastatur ab - sie dürfte auch in dieser Preisklasse etwas besser ausfallen.

Diese Defizite lassen sich aber am Schreibtisch beheben, indem Sie einen externen Monitor und eine externe Tastatur anschließen - dann wird aus dem Medion Akoya E6416 ein rundum ordentliches und sehr günstiges Alltags-Notebook. Und natürlich spricht auch die lange Garantie von drei Jahren für das Aldi-Notebook.

TESTERGEBNIS (NOTEN)

Medion Akoya E6416

Testnote

befriedigend (2,68)

Preis-Leistung

sehr preiswert

Geschwindigkeit (25 %)

3,13

Ausstattung (20 %)

2,66

Bildschirm (20 %)

3,26

Mobilität (20 %)

2,39

Tastatur (5 %)

2,12

Umwelt und Gesundheit (5 %)

1,50

Service (5 %)

1,07

GESCHWINDIGKEIT

Medion Akoya E6416 (Note: 3,13)

Geschwindigkeit bei Büro-Programmen

60 Punkte (von 100)

Geschwindigkeit bei Multimedia-Programmen

70 Punkte (von 100)

Geschwindigkeit bei 3D-Spielen

25 Punkte (von 100)

Startzeit

15 Sekunden

BILDSCHIRM

Medion Akoya E6416 (Note: 3,26)

Größe

39,7 Zentimeter / 15.6 Zoll

Auflösung

1366 x 768 Bildpunkte

Punktedichte

100 dpi

Helligkeit

190 cd/m²

Helligkeitsverteilung

76 %

Kontrast

152:1

Entspiegelung

hervorragend

MOBILITÄT

Medion Akoya E6416 (Note: 2,39)

Akkulaufzeit

5:59 Stunden

Gewicht: Notebook (mit Akku) / Netzteil

2,24 / 0,26 Kilogramm

UMWELT UND GESUNDHEIT

Medion Akoya E6416 (Note:1,50)

Betriebsgeräusch: geringe /hohe Last

0,1 / 0,5 Sone

ALLGEMEINE DATEN

Medion Akoya E6416

Internetadresse von Medion

www.medion.de

Preis (unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers)

399 Euro

Technische Hotline

01805/633466

Garantiedauer

36 Monate

DIE TECHNISCHEN DATEN

Medion Akoya E6416

Prozessor (Taktrate)

Intel Core i3-5010U (2,10 GHz)

verfügbarer Arbeitsspeicher (eingebauter Arbeitsspeicher), Typ

4015 MB (4096 MB), DDR3-1600

Grafikchip (Grafikspeicher)

Intel HD Graphics 5500 (1024 MB, vom Arbeitsspeicher)

Bildschirm: Diagonale, Auflösung, Typ

15.6 Zoll (39.7 Zentimeter), 1366 x 768, Matt

Festplatte

464,1 GB (nutzbar)

optisches Laufwerk

DVD-Brenner HLDTST GUB0N

Betriebssystem

Windows 8.1 (64 Bit)

LAN

Gigabit-Ethernet

WLAN

802.11ac

Bluetooth

Bluetooth 4.0

Schnittstellen Peripherie

2x USB 2.0 (2 links), 2x USB 3.0 (2 rechts), 1x Kartenleser (vorne, SD-Karte), 1x LAN (links)

Schnittstellen Video

1x VGA (links), 1x HDMI (links), 1x Webcam

Schnittstellen Audio

kombinierter analoger Audioaus-, Audioeingang (rechts)

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