Medienverwaltung

Cyberlink Mediashow 5

Freitag, 11.12.2009 | 08:30 von Thomas Hackenberg
Als Multitalent für Fotos und Videos wird MediaShow 5 beworben. Im Test punktete das Programm mit seiner Gesichtserkennung und dem schnellen Video-Konverter. Zudem gibt es eine Entwacklungs-Automatik für Videos und gute Werkzeuge zur Bild-Retusche.
Modern und persönlich: Das Startfenster von Mediashow
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Vergrößern Modern und persönlich: Das Startfenster von Mediashow 5
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Nach flotter und problemloser Installation – nur die Eingabe der Seriennummer hält etwas auf – sucht Mediashow 5 auf Wunsch nach Bildern und Videos auf der Festplatte. Die Suche dauerte je nach Menge an Fotos seine Zeit. Auffällig waren jedoch die langen Pausen bei Bildern im PNG-Format. Anschließend präsentiert sich das moderne und schön animierte Startfenster. Hier wählt der Benutzer, ob er Fotos oder Videos bearbeiten, eine Disk brennen oder Videos konvertieren will.

Neben erweiterten Möglichkeiten - Erstellen von Diashows, einfachem Videoschnitt, einem eingebauten Videokonverter sowie verbesserter Online-Anbindung - zählt die automatische Gesichtserkennung Face Me zu den Neuerungen. Sie arbeitete im Test erstaunlich flott und zuverlässig. Auf einem älteren Test-PC mit Atis Fire GL V3100 Grafikkarte dauerte die Erkennung von 150 Fotos einer Klassenfahrt rund vier Minuten. Ein aktueller Rechner mit Geforce 8600 und CUDA-Beschleunigung verkürzte die Zeit um gut 60 Prozent. Die Erkennungsquote war durchweg gut bis sehr gut. Sogar auf etwas unscharfen Klassenfotos erkannte die Software viele Gesichter. Allerdings fügte sie auch einige Hände in die Reihe der erkannten Personen ein. Weiteres Manko: Bartträger mit Brille blieben außen vor und wurden nicht als Person identifiziert. Gut dagegen: Ein begonnener Markierungsprozess kann abgebrochen und später fortgesetzt werden. Erkannte Gesichter verknüpft der Benutzer dann mit Namen und findet somit Freunde und Verwandte später auch in großen Bildersammlungen schnell wieder. Schade allerdings, dass die aufwendig hinzugefügten Daten nicht für andere Programme zu Verfügung stehen. Kein gängiges Grafikprogramm zeigte die Tags mit den Namen an. Auch direkt in den Exif-Informationen waren die Namen nicht zu finden.

Fotos, die nicht die Erwartungen entsprechen, können mit Mediashow 5 schnell und effektiv nachbearbeitet und auch verfremdet werden. Diashows lassen sich ohne großen Aufwand erstellen und mit Musik unterlegen. Die mitgelieferten Überblend-Effekte sind nicht sehr zahlreich, aber für die meisten Gelegenheiten ausreichend. Auch Videoschnitt ist möglich, der Schwerpunkt liegt hier aber in der automatischen Korrektur von Aufnahmefehlern. Gut gefallen hat im Test der Videokonverter, der schnell und effektiv arbeitet. Zum Wandeln von Filmen für mobile Geräte bekannter Hersteller bringt die Software fertige Profile mit. Zudem lassen sich eigene Profile anlegen.

Die Bedienerführung ist gut gemacht und übersichtlich, wenn auch nicht immer logisch. So kommt man zwar von „Disc“ und „Konvertieren“ wieder zurück ins Startfenster, aber von „Fotos“ kann man nur zu „Videos“ wechseln – und umgekehrt. Manchmal verlässt man auch das Programm versehentlich.

Fazit: Mediashow 5 ist es ein schönes Rundumpaket, vor allem für Einsteiger. Die sehr gute und innovative Gesichtserkennung wird allerdings durch die proprietäre Tag-Speicherung etwas überschattet.

Alternative: Das kostenlose Picasa 3.5 ( http://picasa.google.de ) bietet ebenfalls Gesichtserkennung, bearbeitet aber keine Videos.

BEWERTUNG

Leistung (50%): Note 1,5
Bedienung (35%): Note 2,5
Dokumentation (5%): Note 1,5
Installation/De-Installation (5%): Note 1,5
Systemanforderungen (5%): Note 2,5

GESAMTNOTE: 1,9

Anbieter:
Cyberlink
Weblink:
www.cyberlink.de
Preis:
40 Euro
Betriebssysteme:
Windows XP, Vista, 7
Plattenplatz:
ca. 420 MB
Freitag, 11.12.2009 | 08:30 von Thomas Hackenberg
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