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Gyration Air Mouse Elite im Test

19.11.2010 | 13:18 Uhr |

Ob Mediacenter oder Powerpoint-präsentation - in der Air Mouse Elite ist wie in der Nintendo Wiimote ein Gyroskop verbaut. Dadurch lässt sie sich auch in der Luft steuern.

Die Gyration Air Mouse Elite wirkt auf den ersten Blick wie eine normale Computer-Maus. Sie verfügt über ein Mausrad und linke und rechte Maustaste. Erst auf den zweiten Blick sieht man neben vier kreisförmig angeordneten Tasten auf der Oberseite auch eine Trigger genannte Taste auf der Unterseite. Nach dem Synchronisieren zwischen der kabellosen Maus und dem beigelegtem USB-Sender durch Drücken der Connect-Tasten, funktioniert die Air Mouse Elite auch wie eine normale Maus. Der Akku wird nach Einhängen in die beigelegte Ladestation geladen.

Sobald man die Elite aber hochhebt und dabei die Trigger-Taste mit dem Zeigefinger gedrückt hält, verwandelt sie sich in eine Fernbedienung , die Nintendos Wiimote ähnelt. Durch leichtes Bewegen in der Luft manövrieren Sie den Mauszeiger über den Bildschirm. Die Steuerung ist flüssig und exakt. Die Maustasten bedienen Sie dann mit dem Daumen – was kleinen Händen nicht leicht fällt. Die kreisförmig angeordneten Tasten auf dem Mausrücken haben je nach Programm verschiedene Funktionen. Während die linke Kreistaste unter Windows standardmäßig den Browser öffnet, pausiert sie im Mediaplayer das aktuelle Lied.

Eine besondere Funktion kommt der runden Taste in der Mitte der Kreisformation zu. Hält man sie gedrückt und bewegt man die Air Mouse nach links, rechts, oben oder unten, löst man Gesten aus. Auch Gesten bewirken je nach Programm unterschiedliche Funktionen. Im Mediaplayer spulen Sie mit einer Geste nach rechts vor, in der Power-Point-Präsentation blättern Sie zur nächsten Folie.

Wer sich auf seinem Windows-PC oder Mac – Linux bleibt außen vor – die kostenlose Software Motiontools installiert, darf Gesten und Buttons zum Großteil selbst belegen. Hier können Sie auch mehrere Nutzer-Profile anlegen. Motiontools ist deutschsprachig und verständlich aufgebaut.

Playstation-3 -Besitzer können die Air Mouse Elite auch an ihre Spielekonsole anschließen. Allerdings empfiehlt es sich, Maus und USB-Sender vorab am Rechner zu synchronisieren. Denn die Taste am USB-Stick lässt sich an der PS3 nur schwer erreichen. Mit der Maus steuern Sie zwar keine Spiele, blättern aber durch das Konsolen-Menü und bedienen etwa den Playstation-eigenen Internet-Browser.

Fazit: Das Wii-Prinzip funktioniert sehr gut, die Maus ist auf dem Tisch und in der Luft präzise. Mit 99,99 Euro ist die Air Mouse Elite jedoch viel teurer als die meisten ihrer Nager-Artgenossen. Wer seinen PC-Stuhl während der Arbeit am Rechner ohnehin nicht verlässt, braucht sicher keine Gyroskop-Maus. Auch Gamer können sich das Geld sparen. Für den Business-Einsatz – etwa bei Präsentationen – und als Mediacenter-Maus für die Couch eignet sich die Air Mouse Elite hingegen gut. Der Hersteller verspricht hohe Reichweiten auch durch Wände hindurch.

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