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Matebook: Huawei bringt Surface-Konkurrenten

22.02.2016 | 13:17 Uhr |

Huawei stellt mit dem MateBook ein Hybrid-Gerät aus Notebook und Tablet vor. Mit Windows 10 und Stylus soll es dem Surface Pro 4 von Microsoft Konkurrenz machen.

Das chinesische Unternehmen Huawei, das sonst vor allem für Smartphones bekannt ist, stellt auf dem Mobile World Congress in Barcelona mit dem Huawei MateBook sein erstes "2-in-1-Laptop" vor (O-Ton Huawei). Zu dem Hybridgerät gehört auch der Stylus MatePen. Diese Kombination aus Tablet mit optionaler physischer Tastur und Stylus soll offensichtlich dem Surface Pro 4 von Microsoft und vielleicht auch dem iPad Pro von Apple Konkurrenz machen.

Das hybride Gerät kann sowohl als Tablet als auch als Notebook genutzt werden und richtet sich vor allem an Business-Kunden, die unterwegs arbeiten müssen und sich zugleich unterhalten lassen wollen. Das Huawei MateBook ist 6,9 mm dick und wiegt 640 Gramm. Das Gehäuse ist vollständig aus Aluminium. Seitlich ist ein Fingerabdrucksensor verbaut, über den das Gerät entsperrt werden kann. Der 12-Zoll-IPS-Touchscreen löst mit 2.160 x 1.440 Pixel auf. Ein Prozessor der Intel Core-M-Serie treibt das Hybridgerät an, der Kunde kann unter m3, m5 und m7 auswählen. Flashspeicher gibt es in den Größen 128, 256 und 512 GByte, beim Arbeitsspeicher stehen 4 und 8 GB zur Auswahl. Als Anschluss ist USB-Typ-C vorhanden.

Der 33,7 Wattstunden Lithium-Ionen-Akku soll bis zu zehn Stunden bei normalen Office-Aufgaben durchhalten und kann über eine Schnellladefunktion in 2,5 Stunden wieder vollständig aufgeladen werden wie der Hersteller verspricht. Im Tablet-Modus hält der Akku länger, im Laptop-Modus ist Huawei zufolge die generelle Leistung des Geräts stärker. Eine achtschichtige Wärmeleitungsstruktur soll die Temperatur des Geräts lüfterlos regeln.

Als Betriebssystem kommt Windows 10 zum Einsatz, außerdem ist Office 365 mit Word, Excel und PowerPoint vorhanden.

Huawei MateBook - Hands-on / Erster Test

Stylus mit Radierfunktion

Zum MateBook kann mit dem MatePen ein Stylus mit 2.048 Drucklevels eingesetzt werden. Für ihn verlangt Huawei zusätzlich 69 Euro. Mit dem MatePen soll man verzögerungsfrei schreiben und zeichnen können. Dazu unterstützt der Stylus Grafiken und mathematische Funktionen wie etwa das Konvertieren von Formeln. Drückt man den Radiergummi-Button des MatePens, schaltet dieser um und löscht Inhalte, die nicht gespeichert werden müssen.

Der Stylus lässt sich auch als Laserpointer einsetzen und um in Präsentationen Folien weiter zu klicken. Bis zu 100 Stunden hält der Akku des drucksensiblen Stifts, wie Huawei verspricht.

Der MatePen kostet 69 Euro extra.
Vergrößern Der MatePen kostet 69 Euro extra.
© Huawei

Tastatur mit Schutzhülle als Aufsteller

Das Huawei Matebook kann mit verschiedenen farbigen Tastatur-Cases aus weichem Kunstleder kombiniert werden. Kosten pro Tastatur-Hülle: 149 Euro. Die ansteckbare physische Tastatur besitzt eine automatische Beleuchtung, die je nach Bedarf heller oder dunkler wird. Die Tastatur wird durch ein Fünfpunkt-Multi-Touch-Pad ergänzt.

Die Innenseite umhüllt Tablet und Keyboard und soll vor Feuchtigkeit oder sowie mechanischen Beschädigungen schützen. Mit der Hülle kann das Huawei MateBook entweder liegend als Tablet oder aufrecht als Notebook genutzt werden.

Preise und Verfügbarkeit

Das Huawei MateBook wird in Deutschland in den Versionen Elite und Business verfügbar sein. Dabei ist die Elite-Version mit einem Intel Skylake M3-Prozessor ausgestattet und verfügt über 4 GB RAM sowie 128 GB SSD. Für diese preiswerteste und am schlechtesten ausgestattete Version sind 799 Euro fällig.

Die Business-Version verfügt über einen Intel Skylake M5-Prozessor sowie 8 GB RAM und 256 GB SSD. Dafür muss man dann 1150 Euro bezahlen. Die maximal mögliche Ausstattung des Matebook kostet 1799 Euro.

Die zugehörigen Keyboard-Cover gibt es in Schwarz und Braun. 

Dockingstation MateDock

Für beide Versionen des HUAWEI MateBook gibt es für 99 Euro eine optionale mobile Dockingstation, die zum Gerät dazu gekauft werden kann. Die multifunktionale Dockingstation bietet unter anderem mehrere USB, microUSB sowie HDMI- und VGA-Anschlüsse und einen Ethernet-Port. 

Für die Dockingstation MateDock verlangt Huawei noch einmal 99 Euro.
Vergrößern Für die Dockingstation MateDock verlangt Huawei noch einmal 99 Euro.
© Huawei
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