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Netbook Samsung N120 im Test

04.08.2009 | 09:30 Uhr |

Im Test überzeugte das Netbook Samsung N120 mit langer Akkulaufzeit und einer sehr guten Tastatur. Trotz des mittelmäßigen Displays reichte es für eine Top-Wertung.

Üppige Akkulaufzeit: Das Samsung N120 platziert sich im Akku-Test in der Spitzengruppe
Vergrößern Üppige Akkulaufzeit: Das Samsung N120 platziert sich im Akku-Test in der Spitzengruppe
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Neben dem sehr erfolgreichen Netbook NC10 bringt Samsung mit dem N120 ein weiteres Netbook-Modell auf den Markt. Das N120 steckt Samsung in ein mattschwarzes Gehäuse. Im Gegensatz zum NC10 hat sich Samsung bei diesem Netbook für ein spiegelndes Glare-Display entschieden. Der 10,1 Zoll große Bildschirm sitzt in einem breiten Rahmen, in den links und rechts Lautsprecher integriert sind. Bei der Ausstattung bietet das Samsung N120 Bewährtes: den Prozessor Intel Atom N270 (1,6 GHz), den Chipsatz 945GSE sowie eine Festplatte mit 160 GB. Das Gehäuse des Samsung N120 ist recht solide verarbeitet, der Deckel war aber anfällig für Kratzer und knarzte schon bei geringem Druck - wenig vertrauenerweckend.

Akkulaufzeit
Die große Stärke des Samsung N120 ist seine lange Akkulaufzeit: Dank des 6-Zellen-Akkus mit 57 Wh hielt es beim WLAN-Surfen 8:46 Stunden durch - die bisher zweitlängste Laufzeit im Test. Fast fünf Stunden spielte es ein Video im Akkubetrieb ab - ebenfalls ein hervorragendes Ergebnis. Nur Netbooks mit der Kombination Intel Atom Z und Poulsbo-Chipsatz schneiden hier besser ab.
Das Samsung N120 wiegt 1,28 Kilogramm - das übliche Gewicht für ein Netbook mit 10-Zoll-Display. Verhältnismäßig schwer ist aber das Netzteil mit 380 Gramm.

Ergonomie
Das Samsung NC10 besaß ein entspiegeltes und helles Display, das sich sehr gut für draußen eignete. Beim N120 beugt sich Samsung dem Modetrend zum Spiegel-Display: Mit einer durchschnittlichen Leuchtdichte von nur 168 cd/m2 lässt es sich unter freiem Himmel schlecht ablesen. Ebenfalls schwach waren die Messwerte für den Kontrast und die Helligkeitsverteilung.
Sehr viel besser gefiel uns im Test der leise Lüfter: Auch wenn das Netbook viel zu tun hatte, drehte er mit einem kaum hörbaren Laufgeräusch.

Handhabung
Beim Samsung N120 liegen die Tasten in einem angenehm großen 18-Millimeter-Raster. Nur wenige Tasten sind verkleinert, sodass auch Zehnfinger-Tipper schnell mit der Tastatur zurechtkommen. Sie erwies sich im Test als stabil eingebaut, sehr leise, die Tasten hatten einen klaren Anschlag - das Schreibbrett im Samsung N120 gehört damit zu den besten Netbook-Tastaturen, die wir bisher unter den Fingern hatten.

Ausstattung
Keine Experimente: Samsung setzt im N120 auf Netbook-Standard. Neben der 160-GB-Festplatte finden sich im Mini-Notebook mit Windows XP Home ein Netzwerkchip mit Fast-Ethernet-Tempo, ein WLAN-Modul mit dem älteren 11g-Standard sowie Bluetooth und eine Webcam. Auch bei den Schnittstellen bietet das Samsung N120 das Übliche: Drei USB-Ports, Speicherkartenleser, VGA-Ausgang sowie zwei Audiobuchsen.

Tempo
Samsung baut ins N120 eine hauseigene 2,5-Zoll-Festplatte: Die erwies sich in den Tempo-Tests als nicht besonders schnell. Das änderte aber nichts daran, dass sich das Samsung N120 im PC Mark 05 mit 1550 Punkten auf dem üblichen Netbook-Niveau bewegte.

Fazit: Ein gutes Netbook muss eine lange Akkulaufzeit, ein ergonomisches Display und eine gute Tastatur haben: Das Samsung N120 landet in zwei der drei Kategorien einen Volltreffer - die Akkulaufzeit ist ebenso hervorragend wie die Tastatur. Das mittelmäßige Display trübt den sehr guten Gesamteindruck - trotzdem setzt sich das Samsung N120 an die Spitze der Netbook-Rangliste.

Alternativen: Eine etwas längere Akkulaufzeit kann das MSI Wind U110 Eco Luxury vorweisen. Das MSI Wind U100-1616XP White Luxury besitzt ein helleres und entspiegeltes Display.

Varianten: Samsung N120-anyNet N270 BBT schwarz (NP-N120-KA01DE/SEG): getestet
Samsung N120-anyNet N270 BBT weiß (NP-N120-KA02DE/SEG): in Weiß

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