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Registry Doktor 4

26.10.2007 | 08:30 Uhr |

Entrümpeln der Registrierdatenbank könnte die Leistung des Rechners stei-gern. Wir haben den Test mit dem System-Tool Registry Doktor 4 gemacht.

Eine zentrale Datei, ohne die bei Win-
dows nichts läuft, ist die Registrier-
ungsdatenbank – kurz Registry ge-
nannt. Hier sind alle Informationen über die installierte Hardware und Software sowie über die individuellen Ein-
stellungen des Benutzers gespei-
chert. Die gelegentliche Säuberung von nicht mehr benötigten Einstellungen kann ein Plus an Geschwindigkeit bringen. Um das Betriebssystem nicht zu schädigen, sollte der PC-Nutzer hier nicht manuell eingreifen, sondern eine spezielle Software einsetzen. Wir haben dazu den Registry Doktor 4 getestet, um festzustellen, ob er den PC wirklich auf Trab bringt.

Vor der Installation fordert die Software den Anwender auf, ein Registrierformular ausfüllen. Wer dieser Aufforderung nicht vollständig nachkommt, erhält keine Infos zu Updates. Doch wozu benötigt der Hersteller Angaben zum Alter und zum Beruf?

Die Bedienung ist weitgehend selbsterklärend. Vor dem PC-Check kann man im Optionen-Menü festlegen, nach welchen Einträgen das Tool suchen soll. Was sich hinter so kryptischen Einträgen wie „RunMRU“ verbirgt, verrät der Doktor in der Hilfe, die als 16-seitige Bedienungsanleitung auch in gedruckter Form vorliegt. Im Test auf einem Vista-PC mit zahlreichen installierten und de-installierten Programmen fand das Tool innerhalb von etwa sechs Minuten 388 fehlerhafte Registry-Einträge. Sie werden in unterschiedlichen Kategorien angelegt, aber nicht nach der Schwere des Problems. Erst ein Doppelklick auf einen Eintrag gibt Auskunft über das jeweilige Löschrisiko.

Uns war dieses Unterfangen jedoch viel zu zeitraubend – bei der Masse an gefundenen Einträgen. Wir klickten deshalb rasch auf den Button „Einträge löschen“. Ein Risiko, das System damit kaputt zu machen, bestand nicht, denn von entfernten Einträgen legt das Tool eine Sicherung an, die sich einfach zurückspulen lässt. In unserem Fall war das Backup überflüssig, denn der PC lief nach der Säuberung anstandslos. Auch auf unserem Test-Notebook mit Windows XP wurde die Anwendung mit 56 gefundenen Einträgen fündig. Trotz der hohen Trefferquote auf den zwei Rechnern blieb das Programm hinter unseren Erwartungen zurück. Die wenigen eingesparten Kilobyte an fehlerhaften und überflüssigen Einträgen in der Registry brachten keinen spürbaren Geschwindigkeitsgewinn. Funktionen zur Komprimierung der Registry sowie ein Monitor, der die Datenbank im laufendem Betrieb überwacht, fehlen.

Fazit: Eine schlichte Software mit geringem Nutzen für den Anwender. Gängige Freeware erledigt die Registry-Entrümpelung genauso gut.

Alternative: Der kostenlose CCleaner ( www.ccleaner.de ) reinigt nicht nur die Registry von lästigem Ballast, sondern befreit den PC auch von anderen überflüssigen Datenschnipseln.

BEWERTUNG

Leistung (50%): Note 4,0
Bedienung (35%): Note 1,5
Dokumentation (5%): Note 2,0
Installation/De-Installation (5%): Note 1,0
Systemanforderungen (5%): Note 1,0

GESAMTNOTE: 2,7

Anbieter:

BHV

Weblink:

www.bhv.de

Preis:

20,00 Euro

Betriebssysteme:

Windows 2000, XP, Vista

Plattenplatz:

ca. 2,38 MB

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