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Canon EOS 500D

05.05.2009 | 19:25 Uhr |

Canons 15,1-Megapixel- DSLR bietet neben Profi-Optionen auch eine HD-Videofunktion mit 1920 x 1080 Pixel. Welche Schwächen sie hatte, verrät Ihnen unser Test.

Testbericht

Bislang spendierte Canon nur seiner Profi-DSLR EOS 5D Mark II eine Videofunktion. Nun findet die Spiegelreflex-Filmerei mit der EOS 500D auch ihren Einzug ins untere Preis- und Leistungssegment. Dabei muss sich die Kamera mitnichten verstecken: Neben dem 15,1-Megapixel-Bildsensor, einem dreifacher Staubschutz und einer HDMI-Schnittstelle bietet die Kamera weitere Ausstattungsmerkmale, die auch anspruchsvolle Hobbyfotografen zufrieden stellen.

Ausstattung: Möchten Sie die EOS 500D mit Bildstabilisator nutzen, müssen Sie sich ein entsprechendes Objektiv kaufen - der Body hat keinen Verwacklungsschutz eingebaut. Ein interessantes Feature ist die HD-Videofunktion, die mit 1920 x 1080 Pixeln zur Verfügung steht. Um die Filme auf einen hochauflösenden Fernseher ansehen zu können, bietet die 500D einen HDMI-Anschluss.

Im Serienbildmodus schafft die DSLR bis zu 3,4 Bilder pro Sekunde, wobei der Pufferspeicher für maximal 170 JPG- oder neun RAW-Aufnahmen reicht. Als Staubschutz kommen gleich drei Methoden zum Einsatz, alle zusammengefasst unter dem Begriff "EOS Integrated Cleaning System": eine automatische Sensorreinigung bei jedem Ausschalten der Kamera, eine reduzierte interne Staubbildung und eine Software-basierte Lösung, mit der Sie Staubpartikel in einer Aufnahme erkennen und entfernen.

Bildqualität: Was das Bildrauschen angeht, so erzielte die EOS 500D Spitzenergebnisse. Von ISO 100 bis ISO 1600 fanden wir nahezu keine Bildfehler. Auch der Dynamikumfang war bemerkenswert. Die Eingangsdynamik war sehr hoch, so dass die DSLR auch kontrastreiche Motive darstellen kann, ohne dass Lichter und Schatten ausbrennen. Die Ausgangsdynamik, die den Tonwertreichtum einer Kamera beschreibt, war ebenfalls hoch. Die 500D setzt damit viele Helligkeitsstufen zwischen den hellsten und den dunkelsten Bildbereichen ein.

Weniger gut konnten wir jedoch die Auflösung bewerten. Die Kamera erzielte in Verbindung mit dem Kit-Objektiv 18-55mm einen nur ausreichenden mittleren Wirkungsgrad. Das lag daran, dass die Auflösung zum Bildrand hin zu stark nachließ. Auch der Einsatz des Bildstabilisators änderte an diesem Ergebnis nichts. Die Bildqualität der HD-Videoclips war dagegen im Test beeindruckend, die Filme wurden dank 20 Bildern pro Sekunde fast ruckelfrei.

Handhabung: Haben Sie die 500D per Moduswählrad in den Videomodus versetzt, starten Sie die Videoaufnahme über einen extra Knopf, der mit einem roten Punkt gekennzeichnet ist. Auch der Autofokus lässt sich im Videomodus nutzen, den Sie - wie auch bei der Direktvorschau (Live View) - über die AE-Speichertaste (Stern-Taste) aktivieren.

Fazit: Die Bildqualität der Canon-DSLR konnte uns bis auf die zu niedrige Auflösung voll überzeugen. Vor allem das Rauschverhalten war vorbildlich. Zusammen mit der tollen Ausstattung und der einfachen Bedienung macht das die Kamera nicht nur für Einsteiger interessant.

Alternativen: Die Vorgängerinnen der 500D, die EOS 400D und die EOS 450D , schnitten bei der Bildqualität etwas besser ab und kosten rund 350 Euro weniger. Dafür müssen Sie bei der Ausstattung einige Abzüge machen, denn beide Modelle haben beispielsweise keine HD-Videofunktion, keinen HDMI-Anschluss und weniger Megapixel.

Varianten: Canon EOS 500D schwarz

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