04.06.2008, 10:00

Thomas Rau

Macbook-Alternative?

Dell XPS M1330

Weniger als zwei Kilogramm wiegt das Dell XPS M1330. Im Subnotebook steckt ein Core 2 Duo und eine Nvidia-Grafikkarte: Ist es also schnell und sparsam zugleich?
Leichte Notebooks mit 12- oder 14-Zoll-Display richten sich meist an Geschäftsleute. Im Segment der 13,3-Zoll-Laptops tummeln sich dagegen viele schicke Multimedia-Mobilrechner – siehe Apple Macbook. Sie sollen sich für Filme, Musik und sogar Spiele eignen – wie die großen Brüder mit 15,4-Zoll-Display. Andererseits sind sie aber so leicht und stromsparend, dass man sie auch unterwegs immer dabei haben will. Nicht zuletzt, weil man sie auch herzeigen kann – wie man am schicken Design des Dell XPS M1330 sieht.
Tempo: Wer bei einem Subnotebook an sparsame, aber betuliche Mobilrechner denkt, wird beim Dell XPS M1330 angenehm überrascht. Das leichte Notebook erreichte im Sysmark 2007 starke 116 Punkte - schneller als viele große Laptops. Dabei zeigte es keine Schwächen – ob Internet, Office oder Multimedia: in allen Anwendungsbereichen glänzte es mit hohem Tempo. Nicht ganz so flott ist die Grafikkarte: Die Geforce 8400M GS mit 128 MB Speicher schafft ältere DX9-Spiele wie Far Cry in der maximalen Display-Auflösung und mit ordentlichen Effekten. Für frischere Games oder gar DX10-Effekte muss man Auflösung und Effekte aber teilweise deutlich reduzieren.

Ausstattung: Mit den großen Notebooks kann das Dell XPS M1330 hier nicht mithalten. Für ein Subnotebook ist die Ausstattung aber top: 160-GB-Festplatte, schubladenloser DVD-Brenner in Slot-In-Technik sowie 11n-WLAN und Bluetooth. Der Netzwerkchip erreicht nur Fast-Ethernet-Tempo – die meisten Subnotebooks bieten schon Gigabit-LAN. Für den Internetzugang unterwegs kann man ein Mobilfunkmodem (UMTS/HSDPA) nachrüsten (rund 130 Euro) – das Dell XPS M1330 besitzt dafür einen freien Minicard-Steckplatz und die entsprechenden Antennen. An der Gehäuserückseite sitzen beim Dell XPS M1330 keine Schnittstellen. Links findet sich ein HDMI-Ausgang – noch selten bei Subnotebooks. Allerdings gibt es beim Dell XPS M1330 nur zwei USB-Ports.
Mobilität: Trotz der stromfressenden 3D-Grafikkarte schaffte das Dell XPS M1330 ordentliche 3,5 Stunden im Akkutest. Verglichen mit Profi-Subnotebooks, die fünf bis sechs Stunden schaffen, ist das mager. Dafür ist das Dell XPS M1330 aber ohne Netzstrom auch deutlich rechenstärker. Wer trotzdem eine längere Laufzeit wünscht, kann sich für rund 150 Euro Aufpreis den größeren 9-Zellen-Akku bestellen, mit dem das leichte Notebook über fünf Stunden Laufzeit schafft. Mit 1,92 Kilogramm liegt das Dell XPS M1330 nur knapp unter der Zwei-Kilo-Marke, besitzt dafür aber ein integriertes optisches Laufwerk – bei vielen leichteren Subnotebooks wird nur ein externer DVD-Brenner mitgeliefert.

Ergonomie: Das spiegelnde Display des Dell XPS M1330 eignet sich gleichermaßen gut für Büro- und Multimedia-Anwendungen. Seine Helligkeit liegt durch das LED-Backlight recht hoch und ist angenehm gleichmäßig verteilt, der sehr hohe Kontrast macht sich gut bei Text und (bewegten) Bildern. Farben stellt das XPS M1330 neutral da – Filmfans, die auf besonders leuchtende und knallende Farben stehen, werden enttäuscht sein. Angenehm ist auch das leise Arbeitsgeräusch des Lüfters, das selbst in sehr ruhiger Umgebung kaum auffällt.

Handhabung: Die Tasten besitzen Standardgröße, Blindschreiber werden aber einen abgesetzten Cursor-Block vermissen. Die silbernen Tastenkappen sehen nicht nur gut aus, sondern fühlen sich auch angenehm an. Ihr Druck-Feedback ist deutlich zu spüren, nur der Tastenhub fällt bei einigen recht flach aus. Dem Slot-In-Brenner fehlt natürlich eine mechanische Auswurftaste: Die Medien entlockt man ihm über eine Spezialtaste, die neben den anderen Steuertasten für die Musik- und Filmwiedergabe als Sensortaste über der Tastatur platziert ist.

Verarbeitung: Das Gehäuse des Dell XPS M1330 ist verwindungssteif und solide. Der Displaydeckel wirkt allerdings – wie bei den meisten Notebooks mit LED-Backlight – sehr zart: Größerem Druck möchte man ihn nicht aussetzen. Außerdem ist der mitternachtsblaue Deckelaufsatz etwas nachlässig an den Panelrahmen angepasst: Er lässt sich schon mit leichtem Druck lösen. Die Handballenauflage gefällt im gebürsteten Alu-Look mit kratzfestem Finish.
Fazit: Fazit: Das Dell XPS M1330 sammelt Pluspunkte durch sein auffälliges, aber nicht aufdringliches Design, seine hohe Rechenleistung und die gute Ausstattung. Dazu kommt noch das hervorragende Display. Nur die Akkulaufzeit hätte noch etwas länger sein dürfen – wer kein (Gelegenheits-)Spieler ist, sollte deshalb die Konfiguration mit dem Grafik-Chipsatz Intel GMA X3100 wählen.

Alternativen: Das LG P300-U bringt eine kräftigere 3D-Karte mit und ist deshalb für mobile Spieler die bessere Wahl. Allerdings hat das LG-Notebook kein internes Laufwerk, ihm liegt eine externe USB-Variante bei. Für professionelle Nutzer eignet sich das Dell Latitude D430 besser: Es ist leichter – aber ohne integriertes Laufwerk – und läuft eine gute Stunde länger ohne Netzstrom.
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