Testverfahren

MULTIFUNKTIONSGERÄTE: WIE WIR TESTEN

Dienstag den 01.03.2011 um 16:28 Uhr

von Ines Walke-Chomjakov

HP Officejet 6500A Plus (CN557A)
HP Officejet 6500A Plus (CN557A)
Preisentwicklung zum Produkt
Alles zählt im Test eines Multifunktionsgeräts bei PC-WELT: Von Qualität über Geschwindigkeit, Ausstattung, Handhabung bis zum Service.
Vergrößern Alles zählt im Test eines Multifunktionsgeräts bei PC-WELT: Von Qualität über Geschwindigkeit, Ausstattung, Handhabung bis zum Service.
© 2014
Jedes Multifunktionsgerät wird nach den Kriterien Qualität, Geschwindigkeit, Ausstattung, Handhabung und Service bewertet. PC-WELT vergibt eine Testnote und fällt ein Preisurteil.
Multifunkionsgeräte auf Tintenstrahlbasis vereinen Drucker, Scanner, Kopierer und oft auch ein Fax in einem Gerät. Wer sich für einen Kombidrucker entscheidet, kann auf eine gute Rundum-Qualität hoffen, nicht jedoch auf Top-Leistung aller Einzelkomponenten. Die Multifunktionsgeräte arbeiten mit mindestens vier Farben, manche bieten Speicherkarteneinschübe und/oder Anschlüsse für Digitalkameras. Kopieren können alle Kombigeräte unabhängig vom PC.

Die PC-WELT bewertet Multifunktionsgeräte in den Kategorien: Geschwindigkeit , Qualität , Handhabung , Ausstattung und Service . Die einzelnen Testkriterien fließen unterschiedlich stark in die Testnote ein: Die Qualität im Drucken, Scannen und Kopieren macht 40 Prozent der Wertung aus und ist damit der wichtigste Punkt. Es folgen Geschwindigkeit mit 20 Prozent, Handhabung und Ausstattung mit jeweils 15 Prozent sowie Service mit zehn Prozent. Alle Tests laufen unter Windows 7.

Qualität von Drucken und Kopien
Je genauer ein Multifunktionsgerät Farben darstellt, desto weniger treten störende Farbstiche auf. Das Spektral-Colorimeter von X-Rite überprüft die Farbtreue der Drucke. Je genauer das Multifunktionsgerät mit Farben umgeht, desto mehr Farbtreffer erhält es. Zudem landen alle Ausdrucke sowie Kopien unter einer feinen Lupe („Fadenzähler“). Prüfkriterien sind Tintenspritzer, Farbübergänge, Tintenauftrag und Buchstabenschärfe.

Qualität der Scans
PC WELT erstellt einen Testscan mit mehreren Farbfeldern. Damit lässt sich feststellen, wie farbtreu der Scanner arbeitet. In der Auswertung ist "0" der Idealwert. Je größer die Zahl in der Testtabelle, desto stärker die Abweichung bei Farbe und Helligkeit: "2" bedeutet einen mäßigen, "7" einen deutlichen Farbstich. Ein Scan kann zum Beispiel bei Rot zu hell und gleichzeitig bei Blau zu dunkel sein.

Je schärfer die Kanten des Zuckers und je deutlicher die
Kaffeebohnen, desto besser steht um die Tiefenschärfe des Scanners
eines Multifunktionsgeräts.
Vergrößern Je schärfer die Kanten des Zuckers und je deutlicher die Kaffeebohnen, desto besser steht um die Tiefenschärfe des Scanners eines Multifunktionsgeräts.
© 2014

Zusätzlich zählt der Gesamteindruck der Testscans. Hier wird jedes Gerät mit einer Schulnote bewertet. Außerdem geht die Tiefenschärfe in die Wertung ein. Dazu wird ein kleiner Ausschnitt aus dem Testbild mit dem Referenzscan aus einem hochwertigen Profiscanner verglichen. Eine Schulnote verdeutlicht die Qualität der Schärfe.

Geschwindigkeit im Drucken
Bei Drucken auf Normalpapier wählt PC WELT im Treiber den Standardmodus, bei Qualitäts- und Fotoausdrucken die entsprechenden Empfehlungen des Herstellers. Gibt es mehrere, passende Einstellungen, geht das Ergebnis des schnellsten Laufs in die Wertung ein. Die Messung beginnt mit dem Absenden des Druckauftrags und endet, sobald das fertig bedruckte Papier in der Ablage des Multifunktionsgeräts liegt.

Geschwindigkeit im Scannen und Kopieren
PC WELT misst, wie lange das Multifunktionsgerät jeweils für einen Vorschau-, Farb-, Graustufen- und Textscan braucht. Der Scantreiber ist stets auf eine Auflösung von 300 ppi (Pixel per Inch, Bildpunkte pro Zoll) eingestellt. In die Wertung geht die schnellste Zeit aus drei Läufen ein. Das Kopiertempo wird in den Werkseinstellungen gemessen. Die Uhr startet beim Betätigen der Kopiertaste und stoppt, wenn das letzte Blatt in der Papierablage liegt.

Ausstattung
Hier zählen die Ausstattungsdetails eines Multifunktionsgeräts - von den Anschlüssen über die Treiberausstattung bis zu den mitgelieferten Programmen. Wenn ein Kombidrucker faxen kann, er einen kleinen Bildschirm oder einen automatischen Dokumenteneinzug besitzt, gibt’s Zusatzpunkte, die sich in der Ausstattungsnote niederschlagen.

Handhabung
Neben den Treibern und den beigelegten Handbüchern beurteilt PC-WELT das Bedienfeld. Außerdem liegt das Augenmerk auf den Folgekosten. Für jeden Kombidrucker wird der Stromverbrauch ermittelt. Wichtiger als der Energiebedarf während des Betriebs ist die Strommenge, die das Multifunktionsgerät im Ruhemodus verbraucht. Denn die treibt Ihre Stromrechnung in die Höhe, ohne dass Sie einen Gegenwert erhalten. Dasselbe gilt für den Ausschalter. Trennt er das Kombigerät nicht komplett vom Stromnetz, verbraucht es weiter unnötig Energie. 
PC-WELT ermittelt die Tintenkosten für eine Schwarzweiß- und eine Farbseite. Die Papierkosten bleiben bei dieser Rechnung außen vor.

Service

Dienstag den 01.03.2011 um 16:28 Uhr

von Ines Walke-Chomjakov

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