1758135

MSI Geforce GTX 680 Lightning im Test

25.04.2013 | 15:46 Uhr |

Starke Taktraten in Kombination mit einem effizienten Kühldesign und einem entsperrten BIOS: Die MSI Geforce GTX 680 Lightning bietet viele Kaufanreize, insbesondere für Overclocker. In welchen Kategorien die Grafikkarte aber Federn lassen muss, erfahren Sie im Test.

Die Geforce GTX 680 Lightning von MSI visiert die anspruchsvolle Zielgruppe der Overclocker an. Und die Grafikkarte könnte eine gute Wahl sein: Ab Werk ist das Geräte-BIOS bereits entsperrt, es stehen mehr Stromphasen als bei der Referenz zur Verfügung und das Kühldesign bedient sich unter anderem zweier großer Lüfter. Wie es um die Leistung beschaffen ist, lesen Sie im Test.

Wie PC-WELT Grafikkarten testet

Multimedia-Leistung: Starke Performance

Starke Computing-Leistung.
Vergrößern Starke Computing-Leistung.

Schon lange ist der Grafikprozessor nicht nur für die Berechnung von Grafikeffekten zuständig. Auf der GPU finden mittlerweile weitere hochkomplexe Aufgaben statt wie die Berechnung von Physik und der künstlichen Intelligenz in Spielen. Die Daten dafür müssen aber über bestimmte Programmierschnittstellen fließen, mittlerweile haben sich zwei recht gut etabliert: das offene OpenCL und die DirectX-11-API Direct Compute. Im ersteren Test mit Luxmark 2.0 ist das Ergebnis nur mittelmäßig, im zweiten Test mit Computemark erhalten wir schon bessere Ergebnisse. Doch gleichwertige Karten auf AMD-Basis sind in dieser Kategorie flotter unterwegs.

MULTIMEDIA-LEISTUNG

MSI Geforce GTX 680 Lightning (Note: 3,66)

Direct Compute (Computemark, 1920 x 1080 Pixel, Preset: Complex)

1628 Punkte

OpenCL-Leistung (Luxmark 2.0, Sala-Benchmark)

661 Tausend Samples/Sekunde

Spiele-Leistung: Diese komplexen Haare

Ergebnisse der Oberklasse.
Vergrößern Ergebnisse der Oberklasse.

In der Hauptdisziplin schlägt sich die GTX 680 Lightning nicht schlecht, alle Spiele lassen sich in maximalen Details daddeln. Überrascht hat uns das Ergebnis im neusten Tomb Raider: Bei aktiviertem Tress-FX und in Full-HD beschleunigt die Karte auf im Schnitt auf 42 Bilder pro Sekunde. Das ist zwar vollkommen flüssig, aber das langsamste Ergebnis von den drei getesteten Games. Vermutlich stellen Lara Crofts Haare die Lightning vor eine besondere Herausforderung. Im ausführlichen DirectX-11-Benchmark des neuen 3DMark sind die Ergebnisse durch die Bank gut, andere Karten können das aber etwas besser.

SPIELE-LEISTUNG

MSI Geforce GTX 680 Lightning (Note: 1,77)

Battlefield 3: Ultra-Voreinstellungen, 4xAA, 8xAF (1.920 x 1.080)

68 Bilder/s

Anno 2070: sehr hohe Voreinstellungen, 4xAA, 8xAF (1.920 x 1.080)

102 Bilder/s

Tomb Raider: sehr hohe Voreinstellungen, 4xAA, 8xAF (1.920 x 1.080)

42 Bilder/s

DirectX 11 (3DMark: 1920 x 1080 Pixel, Ice Storm)

138 117 Punkte

DirectX 11 (3DMark: 1920 x 1080 Pixel, Cloud Gate)

23 879 Punkte

DirectX 11 (3DMark: 1920 x 1080 Pixel, Fire Strike)

6824 Punkte

So tunen Sie Ihre Nvidia-Geforce-Grafikkarte

Ausstattung: hoher Takt ab Werk

Starker Übertakt bereits ab Werk.
Vergrößern Starker Übertakt bereits ab Werk.

Die Kepler-GPU GK104 besticht durch ein hohes Leistungsniveau, MSI kitzelt aber noch mehr raus und schraubt den Chiptakt auf sehr hohe 1111 MHz, ergo kommt der GPU Boost auf ebenfalls höhere 1176 MHz. Die restlichen technischen Daten gleichen der Referenz. Der Hersteller macht unmissverständlich klar, dass Sie mit der Lightning in der Oberklasse spielen. Besonders interessant für Overclocker ist der Umstand, dass das BIOS bereits ab Werk entsperrt ist. Auf diese Weise lassen sich Spannungswerte frei konfigurieren. Damit die Spannung auch zuverlässig bestehen bleibt, verbaut der Hersteller insgesamt 12 Phasen - sechs mehr als beim Referenz-Design. Die Wölbung auf der Unterseite der Platine ist der sogenannte "GPU Reactor": Diese zusätzliche Schicht filtert Spannungen des Chips und soll dadurch stabilere Overclocking-Versuche zulassen.

Ein Displayport, einmal HDMI und zweimal DVI.
Vergrößern Ein Displayport, einmal HDMI und zweimal DVI.

An Videoschnittstellen dürfen Sie auf einen Displayport, einmal HDMI und zweimal DVI zurückgreifen, um insgesamt vier Monitore ansteuern zu können. Der Lieferumfang entspricht fast dem Standard: Ein Adapter, eine Treiber-CD und ein Stromkabel. Hinzu kommen jedoch zwei Spannungskabel, um die Spannungen direkt auf der Platine zu messen, sowie das Overclocking- und Monitoring-Tool MSI Afterburner. Das beliebte Programm versteht sich nicht nur mit Grafikkarten von MSI, sondern auch mit Versionen anderer Boardpartner. Ein Spiel liegt leider nicht bei.

AUSSTATTUNG

MSI Geforce GTX 680 Lightning (Note: 3,81)

Video-Anschlüsse

Displayport

1

HDMI

1

DVI

2

beigelegte Adapter

1x DVI-auf-VGA, 2x Strom, 2x Spannungs-Kabel, 1x SLI-Brücke

beigelegte Programme

MSI Afterburner

beigelegte Spiele

nicht vorhanden

Anzahl der gleichzeitig anschließbaren Bildschirme

4

TECHNISCHE DATEN

MSI Geforce GTX 680 Lightning

Grafikprozessor (Takt)

Nvidia Geforce GTX 600

GPU-Takt

1111 MHz

Anschluss

PCI Express x16 3.0

Anzahl der Shader

1536

Shader-Takt

1111 MHz

DirectX-Version

11.1

Speicher-Größe

2048 MB

Speicher-Typ

GDDR5-RAM

Speicher-Takt

1502 MHz

Speicher-Busbreite

256 Bit

Grafikkarten-Bios

80.04.28.00.39

Grafikkarten-Treiber

Forceware 314.07 (9.18.13.1407)

Kartenlänge

27,0 Zentimeter

Kartenbreite

2 Steckplätze

Stromanschluss

2x 8polig

Die Funktionen der neuen Grafikkarten-Generation

Der Aspekt Umwelt und Gesundheit: benötigt viel Strom

Zwei 8polige PIN-Anschlüsse sind notwendig.
Vergrößern Zwei 8polige PIN-Anschlüsse sind notwendig.

Bereits im kaum fordernden Dekstop-Betrieb verlangt die Lightning 101 Watt an Strom, die Konkurrenten liegen bei etwas über 90 Watt. Da überrascht uns auch nicht das hohe Ergebnis von 340 Watt bei voller Auslastung - das ist eindeutig zu viel. Besonders leise verrichtet die Karte seine Dienste auch nicht, wie Sie der Tabelle entnehmen können. Gute Arbeit leistet dafür das Kühldesign, das die Temperaturen bei unseren Test-Szenarien nicht über 61 Grad Celsius steigen lässt. Die Kombination aus Aluminium-Radiatoren, Heatpipes und den beiden Lüftern bewährt sich also.

UMWELT UND GESUNDHEIT

MSI Geforce GTX 680 Lightning (Note: 4,35)

Stromverbrauch des Test-PCs: Leerlauf

101 Watt

Stromverbrauch des Test-PCs: Last

340 Watt

Betriebsgeräusch: Leerlauf

1,1 Sone

Betriebsgeräusch: Last

2,1 Sone

Temperatur: Leerlauf

26° Celsius

Temperatur: Last

61° Celsius

Test-Fazit zur MSI Geforce GTX 680 Lightning

Besonders Overclocker können mit der Lightning zufrieden sein, denn dank der vielen Komfort-Features lässt sich die Grafikkarte schnell, einfach und zuverlässig übertakten. Das Twin-Frozr-IV-Kühldesign arbeitet dabei stets effizient. Aber auch Gamer spielen aufgrund der hohen Taktraten durchweg ohne Ruckler, selbst bei eingeschalteter Kantenglättung. Der Lieferumfang ist eher als moderat zu bezeichnen. Allerdings ist die Leistungsaufnahme zu hoch, die beiden Lüfter rauschen bei voller Last hörbar.  Für knapp 500 Euro ist die Grafikkarte fast schon teuer, bei der Leistung schneiden andere vergleichbare Grafikkarten etwas besser ab.

TESTERGEBNISSE (NOTEN)

MSI Geforce GTX 680 Lightning

Testnote

befriedigend (3,19)

Preisurteil

preiswert

Multimedia-Leistung (30%)

3,66

Spiele-Leistung (30%)

1,77

Ausstattung (20%)

3,81

Umwelt und Gesundheit (15%)

4,35

Service (5%)

2,83

Service

MSI Geforce GTX 680 Lightning (Note: 2,83)

Garantiedauer

24 Monate

Service-Hotline / deutsch / Wochenenddienst / Erreichbarkeit / durchgehend / per E-Mail erreichbar

069/40893191 / ja / nein / 9 Stunden / ja / ja

Internetseite / deutsch / Handbuch verfügbar / Treiber verfügbar / Hilfsprogramme verfügbar

www.msi-computer.de / ja / ja / ja / ja

ALLGEMEINE DATEN

MSI Geforce GTX 680 Lightning

Testkategorie

Grafikkarten

Grafikkarten-Hersteller

MSI

Internetadresse von MSI

www.msi-computer.de

Preis (unverbindliche Preisempfehlung)

499 Euro

MSIs technische Hotline

069/40893191

Garantie des Herstellers

24 Monate

0 Kommentare zu diesem Artikel
1758135