MP3-Player

Sandisk Sansa Fuze kurz vorgestellt

Dienstag den 13.01.2009 um 14:05 Uhr

von Martin Hensel

Sandisk Sansa Fuze
Vergrößern Sandisk Sansa Fuze
© 2014
Der kompakte MP3-Player Sansa Fuze von Sandisk ähnelt dem iPod Nano 3, ist aber deutlich günstiger. Wir haben das Gerät genauer unter die Lupe genommen.
Sandisk wildert mit dem Sansa Fuze in Gefilden, die bisher von Apples iPod Nano der dritten Generation dominiert wurden. Im Vergleich zum iPod punktet der Sandisk-MP3-Player vor allem über den Preis: Das Gerät ist schon ab 55 Euro im Handel erhältlich. Rein äußerlich ähnelt der Player der iPod-Konkurrenz recht stark. Die Klavierlack-Optik des sehr gut verarbeiteten schwarzen Gehäuses wirkt edel, ist aber sehr anfällig für unschöne Fingerabdrücke. Mit nur rund sieben Millimetern Dicke und Abmessungen von rund 7,5 x 5 Zentimetern passt der Player locker in jede Hosentasche. An der Vorderseite sind als Bedienelemente lediglich ein Rad mit zentraler Taste sowie ein Home-Button angebracht. Aktiviert wird der Player über einen Schalter an der rechten Gehäuseseite.

Das integrierte 1,9-Zoll-TFT-Display bietet eine Auflösung von 220 x 176 Bildpunkten. Im Test gefiel der kleine Bildschirm durch gute Farbdarstellung und Helligkeit. Leider ist das Display nicht entspiegelt, was das Ablesen bei direkter Sonneneinstrahlung praktisch unmöglich macht. Die Navigation durch die Untermenüs erfolgt über das Bedienrad und die zentrale Taste. Durch die betont einfach gehaltene Menüstruktur gibt die Steuerung des Sansa Fuze auch Technik-Laien keine Rätsel auf.

ID3-Tags schaffen Ordnung

Der Sandisk-Player spielt Musikdateien in den Formaten MP3, WMA, WAV und Audible ab. Eine Ordnerverwaltung ist nicht vorhanden, stattdessen orientiert sich der Player an den ID3-Tags der Dateien. Gerade bei größeren Musiksammlungen sind daher gut gepflegte Tags oberstes Gebot, um die Übersicht über den Inhalt des Players zu behalten. Alternativ können am Rechner oder direkt auf dem Sansa Fuze Playlisten erstellt und gespeichert werden. Der Datentransfer erfolgt per USB 2.0 und geht flott über die Bühne. Eine spezielle Software ist nicht erforderlich, der Player wird einfach als Wechsellaufwerk angezeigt und per Drag & Drop mit Daten gefüttert. Schade: Sandisk verwendet einen eigenen USB-Stecker, der nicht zu Standard-USB-Kabeln kompatibel ist. Geht das mitgelieferte Transferkabel einmal verloren, ist Ersatz nur schwer zu bekommen.

Im Praxistest konnte die Audioqualität überzeugen: Bässe und Höhen wurden sauber und ohne hörbare Verzerrungen wiedergegeben. Der mitgelieferte Kopfhörer ist brauchbar, lässt aber die wahren Qualitäten des Sansa Fuze nicht zur Geltung kommen. Ein höherwertiges Exemplar schafft hier Abhilfe. Der integrierte Equalizer ermöglicht die Anpassung des Klangbilds an individuelle Vorlieben. Durch Drehen des Bedienrads wird die Lautstärke eingestellt. Während der Musikwiedergabe werden auf dem Display Informationen aus dem ID3-Tag sowie alternativ das Albumcover oder der Equalizer angezeigt. Zusätzlich sind ein FM-Radio mit 40 Senderspeichern sowie eine Diktiergerät-Funktion an Bord.

Nette Zusatzfeatures und gute Akkulaufzeit

Fotowiedergabe: kein Problem. Videowiedergabe: nur nach
Konvertierung.
Vergrößern Fotowiedergabe: kein Problem. Videowiedergabe: nur nach Konvertierung.
© 2014

Neben der reinen Musikwiedergabe beherrscht der Sansa Fuze auch die Anzeige von Fotos im JPEG-Format. Bilder werden dazu einfach auf den Player übertragen und werden dann automatisch skaliert und angezeigt. Videos kann der kleine Fuze ebenfalls abspielen. Diese müssen allerdings erst über ein mitgeliefertes Tool in das passende Format konvertiert werden. Angesichts des relativ kleinen Displays kommt trotz der guten Darstellungsqualität kein richtiger mobiler Filmspaß auf.

Der integrierte Akku hielt im Test rund 20 Stunden Dauerbetrieb bei wechselnder Audio-und Videonutzung durch. Damit liegt der Sansa Fuze nur knapp unter der Herstellerangabe von 24 Stunden Akkulaufzeit, die im reinen MP3-Betrieb plausibel erscheint. Geladen wird der Akku über das mitgelieferte Transferkabel, ein herkömmliches Ladegerät fehlt leider. Sandisk bietet den Player in Varianten mit zwei, vier und acht GByte Kapazität an. Alle Varianten können durch microSD- oder microSDHC-Karten erweitert werden. Die Preise liegen je nach Speicherausstattung zwischen rund 55 und 70 Euro.

Fazit:
Wer einen kleinen, unkomplizierten und günstigen MP3-Player mit guter Verarbeitung sucht, wird mit dem Sansa Fuze glücklich werden. Trotz des moderaten Preises bietet der Sandisk-Player viele Funktionen und gute Audioqualität. Kleine Kritikpunkte sind lediglich die magere und teils proprietäre Zubehörausstattung sowie das nicht entspiegelte Display.

Hersteller: Sandisk
Web: www.sandisk.de
Preis: ab 55 Euro

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Vergleichstest: Multimedia-Player

Dienstag den 13.01.2009 um 14:05 Uhr

von Martin Hensel

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