18.10.2004, 12:00

Bernd Weeser-Krell, Martin-Roger Jones

Lidl-PC Targa Visionary PCX 3200 (Oktober 2004)

Herbst ist es, und wie jedes Jahr heißt das: Die Welle der Discounter-PCs rollt an. Wie bereits in den vergangenen Jahren macht Lidl mit einem Targa-PC den Anfang. Wir haben den Rechner nach dem Testschema, das wir kürzlich neu eingeführt haben, getestet.
Herbst ist es, und wie jedes Jahr heißt das: Die Welle der Discounter-PCs rollt an. Wie bereits in den vergangenen Jahren macht Lidl mit einem Targa-PC den Anfang. Wir haben den Rechner nach dem Testschema, das wir kürzlich neu eingeführt haben, getestet. Daher können wir den Rechner nicht, wie bislang immer geschehen, direkt mit seinen Vorgängern vergleichen. Er musste sich vielmehr mit den kürzlich von uns getesteten PCs aus unserem Schwerpunkttest messen.
Die im Targa Visionary PCX 3200 verbauten Komponenten sind allesamt gehobene Mittelklasse. Dementsprechend erzielte der PC in unseren Benchmarks auch eher mittelmäßige Resultate. Einzig bei unseren Multimedia-Tests mit starker Betonung auf die Videoleistung konnte er sich knapp hinter den Spitzenreitern positionieren. Insbesondere die 3D-Leistung war nicht besonders gut, aber für die meisten aktuellen Spieletitel trotzdem ausreichend.
Dennoch ist aus unserer Sicht die Ausstattung durchaus ausgewogen. So stehen klar die Multimedia-Fähigkeiten im Vordergrund: Lautsprecher, Funktastatur und –maus, Speicherkartenleser, Firewire-Schnittstellen, Video-Eingänge und DVD-Brenner sowie Funknetz-Adapter bieten dem Heim-Anwender die nötige Grundausstattung.
Zum Multimedia-Vergnügen trägt auch die Mittelklasse-Grafikkarte mit integriertem Radio- und TV-Tuner bei. Allerdings wird das Antennenkabel etwas umständlich über eine beiliegende Kabelpeitsche – die auch noch die Video-Ausgänge bereitstellt – angeschlossen.
Noch erträglich war das Betriebsgeräusch: 39,1 dB(A) unter Last und 29,7 dB(A) im Ruhezustand sind noch tolerabel fürs Arbeitszimmer, fürs Wohnzimmer jedoch zuviel. Beim Stromverbrauch zeigt der leistungshungrige Intel-Prescott-Prozessor Wirkung: Immerhin 120,6 Watt im Betrieb haben wir gemessen.

Fazit: Mit diesem Multimedia-Boliden eröffnet Lidl den heißen Herbst der Discounter-PCs. Anders als bei den letzten Lidl-Rechnern setzt Hersteller Targa mit dem Visionary PCX 3200 auf ein Intel-basiertes System. Leistungsmäßig liegt es eher im Mittelfeld. So hat Targa zum Beispiel beim Speicher gespart und nur ein 512-MB-Modul verbaut. Die anderen PCs kamen mit zwei Modulen für Dual-Channel-Betrieb. Trotzdem eignet sich der Visionary PCX 3200 durchaus als PC für Videoschnitt, Bildbearbeitung und auch mit einem guten Monitor als Fernseher fürs Arbeitszimmer. Das eher bürotypische Design und das doch nicht gerade leise Betriebsgeräusch der Multimedia-Schaltzentrale mit den vielen Anschlüssen wären jedoch im Wohnzimmer eher störend.
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