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Ricoh GR Digital III im Test

11.08.2009 | 08:30 Uhr |

Ein Objektiv mit 28 Millimeter, Festbrennweite und Lichtstärke ab 1/1,9 - die Hauptmerkmale der Ricoh GR Digital III machen die Digitalkamera zum Nischenprodukt für Fotoprofis. Lesen Sie unseren Test.

Eine Allround-Digitalkamera ist die Ricoh GR Digital III sicherlich nicht. Das liegt vor allem daran, dass sie mit einer Festbrennweite von 28 Millimetern arbeitet, also kein Zoom besitzt. Eine weiter Besonderheit der Ricoh GR Digital III ist das sehr lichtstarke Objektiv, das bei 1/1,9 beginnt. Diese hohe Lichtstärke ermöglicht einerseits kürzere Verschlusszeiten sowie niedrigere ISO-Werte, was sich wiederum positiv auf das Rauschverhalten einer Digitalkamera auswirkt. Andererseits reduzieren Sie die Tiefenschärfe, je offener Sie die Blende wählen. Wir hatten die Ricoh GR Digital III im Testcenter, haben Sie jedoch aufgrund der besonderen Ausstattung nicht in unserer Topliste gewertet.

Bildqualität: Wie bei einer Lichtstärke von 1/1,9 nicht anders zu erwarten, produzierte die Ricoh GR Digital III selbst bei hoher Lichtempfindlichkeit nur wenig Bildrauschen. Hinzu kommt der sehr gute Dynamikumfang, durch den die Digitalkamera auch kontrastreichere Motive abbildet, ohne dass Lichter und Schatten absaufen. Zudem fügt die GR Digital III viele Helligkeitsstufen zwischen den hellsten und den dunkelsten Bildbereichen ein. Einzig der Wirkungsgrad - also die Anzahl der tatsächlich für Bildinfos genutzen Pixel, war für diese Megapixelklasse zu niedrig. Positiv war jedoch zu vermerken, dass die Auflösung der Ricoh GR Digital III sehr gleichmäßig verlief und zum Bildrand hin nur wenig abfiel.

Handhabung: Die Ricoh GR Digital III arbeitete sehr schnell. Allerdings fanden wir die Bedienung des Moduswählrads etwas umständlich - um das Rad zu drehen, müssen Sie erst einen Knopf drücken, um es zu entriegeln. Zum Ändern der wichtigsten Bildparameter stehen Ihnen bei der Ricoh GR Digital III mehrere Möglichkeiten zur Verfügung: die Vergrößerungswippe rechts unter dem Moduswählrad, den "ADJ."-Knopf, das Vier-Wege-Kreuz oder das Wählrad über dem Auslöser.

Ausstattung: Der integrierte Blitz der Ricoh GR Digital III lässt sich über einen Schiebeschalter aufklappen. Über das Moduswählrad wählen Sie die Halbautomatiken und rufen das Scene-Menü auf. Letzteres enthält statt der üblichen Motivprogramme einen Modus für Bilder mit erhöhtem Dynamikumfang, eine "Schräg-Korrektur" etwa für fotografierte Tafeln, eine Option zum Abbilden von Text sowie den Videomodus.

Fazit: In Sachen Bildrauschen zeigte sich die Ricoh GR Digital III von ihrer besten Seite, und auch der Dynamikumfang war hoch. Einziger Wermutstropfen: die zu niedrige Auflösung. Dafür war die Digitalkamera sehr schnell und sollte dank ihrer außergewöhnlichen Ausstattung auch Fotoprofis neugierig machen. Sie hat allerdings einen stolzen Preis.

Varianten: Ricoh GR Digital III

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