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Notebook und Tablet

Lenovo Yoga 2 Pro im Test

18.02.2014 | 10:00 Uhr |

Das Lenovo Yoga 2 Pro können Sie als Notebook oder Tablet nutzen. Und es beeindruckt immer mit seiner extrem hohen Display-Auflösung. Der Test zeigt, wo seine Schwachstellen liegen.

Bei den Yoga-Modellen von Lenovo wird üblicherweise vor allem über den flexiblen Faltmechanismus gesprochen, der das Notebook in ein Tablet oder einen digitalen Bilderrahmen verwandelt. Doch beim Lenovo Yoga 2 Pro sticht noch etwas anderes heraus: Das Display zeigt die enorm hohe Auflösung von 3200 x 1800 Bildpunkten. Damit nimmt das Yoga-Notebook einen aktuellen Trend auf: Full-HD war gestern, High-DPI sind der letzte Schrei - bei Laptops und Tablets. Das Lenovo Yoga 2 Pro bringt es mit seinem 13,3-Zoll-Display auf eine Punktdichte von 276 ppi - mehr als das Retina-Display im Apple iPad Air . Ein Ultrabook mit Full-HD-Auflösung wie das Asus Zenbook UX301LA kommt auf 166 ppi.

Drei Apps nebeneinander: Die hohe Auflösung des Yoga 2 Pro bringt auch bei Windows-Apps Vorteile
Vergrößern Drei Apps nebeneinander: Die hohe Auflösung des Yoga 2 Pro bringt auch bei Windows-Apps Vorteile

Massig Bildpunkte: Was ein High-DPI-Display bringt

Ein Display mit hoher Auflösung und Punktdichte bringt zahlreiche Vorteile für verschiedenen Anwendungen: Selbst große Fotos lassen sich pixelgetreu darstellen, Full-HD-Filme können Sie im Vollformat bearbeiten und trotzdem die Menüleisten der Schnitt-Software einblenden. Bei Excel-Tabellen bringen Sie mehr Spalten und Zeilen aufs Display und sparen sich so das Scrollen. Auch Multi-Tasker profitieren von der hohen Auflösung: Dadurch können Sie mehrere Programmfenster nebeneinander platzieren, bei Kachel-Apps können Sie unter Windows 8.1 mehr als zwei Apps gleichzeitig anzeigen.

Gerade im Desktop-Modus sollten Sie allerdings unbedingt die Anzeige vergrößern. Schrift und Icons sind bei unskalierter Darstellung so winzig, dass sie höchstens für einen Sehtest, aber nicht fürs Arbeiten zu gebrauchen sind. Ab Werk hat Lenovo daher "Größer" für die Darstellung ausgewählt - eine sinnvolle Lösung: Dann bekommen Sie ein ungefähr so großes Bild wie bei einer Full-HD-Auflösung, es verliert aber auf dem Lenovo-Display nichts von seiner Schärfe.

Der Stand-Modus des Lenovo Yoga 2 Pro eignet sich vor allem zum Filme schauen
Vergrößern Der Stand-Modus des Lenovo Yoga 2 Pro eignet sich vor allem zum Filme schauen
© Lenovo

Bildschirm: Sehr hohe Auflösung, hohe Helligkeit

Neben der hohen Auflösung überzeugt der Bildschirm mit guter Helligkeit und sehr gleichmäßiger Ausleuchtung. Nur der Kontrast fällt eher mittelmäßig aus, weil Schwarz etwas ins Gräuliche spielt. Damit Sie die Stellungswechsel des Yoga optimal ausnützen können, hat Lenovo zwei Apps installiert: Über Lenovo Transition lässt sich bestimmen, wie ein gestartetes Programm abhängig vom Notebook-Modus angezeigt wird - haben Sie das Yoga 2 Pro also beispielsweise zum Filmeschauen im Stand-Modus aufgestellt, startet der Media Player immer im Vollbild. Bei Lenovo Picks schlägt das Notebook je nach Aufstellungsmodus anderes Apps vor, die sich besonders dafür eignen, etwa PhotoTouch oder Pandora für den Tablet-Modus.

BILDSCHIRM

Lenovo Yoga 2 Pro (Note: 2,33)

Größe

33,7 Zentimeter / 13.3 Zoll

Auflösung

3200 x 1800 Bildpunkte

Punktedichte

276 dpi

Helligkeit

290 cd/m²

Helligkeitsverteilung

82 %

Kontrast

470:1

Entspiegelung

gering

Veriface und Motion Control sind zwei Apps zur Gesichtserkennung und Gestensteuerung - sie funktionieren eher schlecht als recht. Bei Motion Control werden einige Gesten sehr zuverlässig erkannt, zum Beispiel das Stummstellen bei Filmen, indem Sie den Zeigefinger auf die Lippe legen. Bei anderen reagiert das Notebook erst nach mehrmaliger Wiederholung oder gar nicht.

Das Lenovo Yoga 2 Pro im Zelt-Modus
Vergrößern Das Lenovo Yoga 2 Pro im Zelt-Modus
© Lenovo

Haswell-CPU und SSD machen Tempo

Die Tempo-Tests bescheinigen dem Lenovo Yoga 2 Pro eine hohe Rechenleistung, auf dem Niveau aktueller Ultrabooks. Kein Wunder, mit dem Core i5-4200U (1,6 GHz, Turbo Boost bis 2,3 GHz) steckt ein Haswell-Prozessor im Gerät, den eine sehr schnelle Samsung-SSD unterstützt.

GESCHWINDIGKEIT

Lenovo Yoga 2 Pro (Note: 2,03)

Geschwindigkeit bei Büro-Programmen

77 Punkte (von 100)

Geschwindigkeit bei Multimedia-Programmen

91 Punkte (von 100)

Geschwindigkeit bei 3D-Spielen

49 Punkte (von 100)

Startzeit

15 Sekunden

Auch die Akkulaufzeit pendelt sich mit rund 7,5 Stunden im Office-Betrieb bei den Top-Ergebnissen anderer Haswell-Ultrabooks ein. Trotz der flexiblen Scharnier-Konstruktion wiegt das Yoga 2 Pro mit 1388 Gramm nicht mehr als 13-Zoll-Ultrabooks, die sich nicht verbiegen lassen. Höchstens für einen längeren Einsatz als Tablet ist dieses Gewicht zu hoch. Auch beim neuen Yoga funktioniert der Drehmechanismus einfach und zuverlässig. Die Tasten sind im Stand und Tablet-Modus nicht fixiert, aber ohne Funktion beim Draufdrücken. Sinnvoll für unterwegs ist auch das Netzteil im flachen Zigarettenschachtel-Design, das in der Notebook-Tasche kaum aufträgt.

MOBILITÄT

Lenovo Yoga 2 Pro (Note: 2,27)

Akkulaufzeit

7:28 Stunden

Gewicht: Notebook (mit Akku) / Netzteil

1388 / 285 Gramm

Tastatur, Touchpad und Ausstattung

Beim Yoga 2 Pro lohnt sich der Touchscreen als Ersatz für Maus und Tastatur: Der Mausersatz besitzt eine unangenehm glatte Oberfläche, die Tastatur einen etwas undeutlichen Druckpunkt. Immerhin lassen sich die Tasten auch beim schnellen Tippen sicher treffen, außerdem ist die Tastatur hinterleuchtet.

Das Yoga 2 Pro hat Ultrabook-typisch sehr wenig Anschlüsse - unter anderem nur zwei USB-Ports - davon einer mit 3.0. Einen Speicherkarten-Leser gibt es, aber eine LAN-Buchse fehlt. Das ist ärgerlich, weil das WLAN nur über 2,4 GHz funkt - diese Frequenz ist häufig stark gestört und liefert dementsprechend magere Datenraten in der Praxis. Auch wenn Sie das Lenovo hart rannehmen, wird es Ihnen nicht auf die Nerven gehen: Der Lüfter dreht auch unter Last recht ruhig, das Gehäuse erwärmt sich nicht unangenehm stark.

UMWELT UND GESUNDHEIT

Lenovo Yoga 2 Pro (Note: 2,00)

Betriebsgeräusch: geringe /hohe Last

0,1 / 0,5 Sone

Wärmeentwicklung

48,6 Grad °

Lenovo Yoga 2 Pro im Test: Fazit

© Lenovo

Das hochauflösende Display des Lenovo Yoga 2 Pro bringt bei bestimmten Anwendungen einen deutlichen Mehrwert: Besonders Video- und Fotokünstler sowie Excel-Akrobaten werden sich mit dem High-DPI-Bildschirm schnell anfreunden.

Auch sonst stimmen die Test-Ergebnisse des Lenovo-Notebooks - anderen Top-Ultrabooks wie dem Apple Macbook Air 13 oder dem Asus Zenbook UX301LA ist es nur in Details unterlegen - etwa beim fehlende LAN-Port oder dem mäßigen Display-Kontrast. Dafür hat es aber den großen Vorteil der Flexibilität, weil es sich auch als Tablet einsetzen lässt.

TESTERGEBNIS (NOTEN)

Lenovo Yoga 2 Pro

Testnote

Gut (2.15)

Preis-Leistung

noch preiswert

Geschwindigkeit (20 %)

2,03

Ausstattung (15 %)

3,33

Bildschirm (20 %)

2,33

Mobilität (35 %)

2,27

Tastatur (5 %)

2,37

Umwelt und Gesundheit (5 %)

2,00

Service (5 %)

3,32

Aufwertung

0,30 (Touchscreen, beleuchtete Tastatur)

ALLGEMEINE DATEN

Lenovo Yoga 2 Pro

Internetadresse von Lenovo

www.lenovo.com/de

Preis (unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers / Straßenpreis)

1299 Euro / 1279 Euro

Technische Hotline

07032/1549201

Garantiedauer

12 Monate

DIE TECHNISCHEN DATEN

Lenovo Yoga 2 Pro

Prozessor (Taktrate)

Intel Core i5-4200 (1,60 GHz)

verfügbarer Arbeitsspeicher (eingebauter Arbeitsspeicher), Typ

7890 MB (8192 MB), DDR3-1600

Grafikchip (Grafikspeicher)

Intel HD Graphics 4400 (1,84 GB (max., vom Arbeitsspeicher))

Bildschirm: Diagonale, Auflösung, Typ

13.3 Zoll (33.7 Zentimeter), 3200 x 1800, spiegelnd

Festplatte

223,4 GB (nutzbar)

optisches Laufwerk

- (-)

Betriebssystem

Windows 8.1 (64 Bit)

LAN

nicht vorhanden

WLAN

802.11n

Bluetooth

Bluetooth 4.0

Schnittstellen Peripherie

1x USB 2.0 (rechts), 1x USB 3.0 (links), 1x Kartenleser (rechts, SD)

Schnittstellen Video

1x HDMI (rechts, Micro), 1x Webcam

Schnittstellen Audio

kombinierter Audioeingang, -ausgang

Akku

54 Wattstunden

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