Notebook und Tablet

Lenovo Yoga 13 im Test

Mittwoch den 23.01.2013 um 10:00 Uhr

von Thomas Rau

Lenovo IdeaPad Yoga 13 (MAM2RGE)
Lenovo IdeaPad Yoga 13 (MAM2RGE)
Preisentwicklung zum Produkt
13,3-Zoll-Ultrabook, das sich zum Tablet falten lässt: Lenovo Yoga 13 im Test
Vergrößern 13,3-Zoll-Ultrabook, das sich zum Tablet falten lässt: Lenovo Yoga 13 im Test
Beim Lenovo Yoga 13 ist der Name Programm: Das bewegliche Ultrabook verwandelt sich in Sekundenschnelle in ein Tablet. Der Test klärt, ob es in beiden Positionen überzeugt.
Seine Konstruktion macht das Yoga 13 zum mobilen Alleskönner. Es ist ein Notebook, das sich zu einem Tablet zusammenlegen lässt, indem Sie das Display um 360 Grad drehen. In dieser Postione können Sie es deutlich bequemer per Finger bedienen als ein normales Notebook mit Touchscreen. Sein Vorteil gegenüber modularen Lösungen mit einer Ansteck-Tastatur wie dem Acer Iconia W510 : Sie haben die Tastatur immer dabei und schalten schneller zwischen erholsamem Tablet- und produktivem Notebook-Modus um.
Das zusammengeklappte Yoga 13 im Tablet-Modus
Vergrößern Das zusammengeklappte Yoga 13 im Tablet-Modus

Doch dieses Konzept hat auch Nachteile: Das Yoga 13 ist schwer - mit 1540 Gramm eines der schwereren Ultrabooks mit 13,3-Zoll-Display. Und für ein Tablet ist dieses Gewicht viel zu hoch: Längere Zeit werden Sie das Yoga 13 als Tablet nicht herumtragen wollen. Außerdem fühlt sich das Notebook im zusammengelegten Modus sehr ungewohnt an: Die Tastatur des Yoga wird dann zur Griff-Fläche für die Hände. Tasten und Touchpad sind im Tablet aber de-aktiviert.

Geschwindigkeit

Das Yoga 13 ist eher ein Ultrabook mit einer Tablet-Option: Denn seine hohe Rechenleistung weist es eindeutig als Mobil-PC aus - es liegt im Test gleichauf mit den schnellsten Ultrabooks. Dafür sorgen ein Intel Core i5-3317U, 8 GB Arbeitsspeicher und die schnelle SDD PM 830 von Samsung. Die lässt auch Windows 8 auf dem Yoga in 11 Sekunden extrem rasch starten.

GESCHWINDIGKEIT Lenovo Yoga 13 (Note: 2,40)
Geschwindigkeit bei Büro-Programmen 71 Punkte (von 100)
Geschwindigkeit bei Multimedia-Programmen 82 Punkte (von 100)
Geschwindigkeit bei 3D-Spielen 60 Punkte (von 100)
Startzeit 11 Sekunden

Ausstattung und Akkulaufzeit

Bei der Ausstattung bietet das Yoga 13 mehr als ein Tablet, aber weniger als die meisten Ultrabooks: Der interne Speicher ist rund 97 GB groß - viel für ein Tablet, aber wenig für ein Notebook. Von der Gesamtkapazität der SSD gehen 20 GB für die Ruhezustands- und Wiederherstellungspartition ab. Ähnliches gilt für die Anschlüsse: Das Yoga 13 hat einen SD-Kartenleser, zwei USB-Buchsen und einen HDMI-Ausgang. Ein LAN-Anschluss fehlt aber. Auch bei der Akkulaufzeit schneiden die meisten Notebooks besser an als das Yoga 13, das im Test nur knapp über fünf Stunden durchhält.

MOBILITÄT Lenovo Yoga 13 (Note: 4,18)
Akkulaufzeit 5:05 Stunden
Gewicht: Notebook (mit Akku) / Netzteil 1540 / 280 Gramm

Software

Die übliche Software-Ausstattung von Windows 8 reichert Lenovo mit eigenen Apps an, die aber nicht vom Hocker hauen: Lenovo Companion ist ein Portal für Apps, die Lenovo empfiehlt. Lenovo Cloud Storage bietet 5 GB kostenlosen Web-Speicherplatz. Mit Motion Control steuern Sie in bestimmten Anwendungen einzelne Funktionen per Geste, die von der Web-Kamera des Notebooks erfasst wird - das funktioniert zum Beispiel beim Windows Media Player, wo Sie per Winken das nächste Lied aufrufen.

Bildschirm

Das 13,3 Zoll große Display ist sehr blickwinkelstabil - Sie können das Yoga 13 im Tablet-Modus also ohne Einbußen bei der Bildqualität drehen und wenden. Mit 1600 x 900 Bildpunkten zeigt es eine etwas höhere Auflösung als die meisten Ultrabooks. Helligkeit und Kontrast sind für drinnen sehr gut, durch die homogene Ausleuchtung sehen beispielsweise Fotos sehr gut aus. Aber aufgrund der spiegelnden Bildschirmoberfläche tun Sie sich schwer, unter freiem Himmel etwas auf dem Display zu erkennen.

BILDSCHIRM Lenovo Yoga 13 (Note: 2,51)
Größe 33,7 Zentimeter / 13.3 Zoll
Auflösung 1600 x 900 Bildpunkte
Punktedichte 138 dpi
Helligkeit 235 cd/m²
Helligkeitsverteilung 84 %
Kontrast 600:1
Entspiegelung gering

Bedienung

Das Schreibgefühl am Yoga 13 leidet wie bei den meisten Ultrabook unter einem sehr flachen Hub. Außerdem gibt die Tastatur geringfügig nach, wenn Sie kräftig in die Tasten hauen. Die Druckrückmeldung ist aber ordentlich. Das große Touchpad erlaubt eine flüssige Steuerung, war für meinen Geschmack aber zu glatt. Die im Touch-Feld integrierten Tasten haben einen sehr ausgeprägten Druckpunkt.

Im Tablet-Modus lässt sich das Yoga 13 sehr flüssig in der Kacheloberfläche mit dem Finger bedienen. Als zusätzliche Tasten sitzen eine Drehsperre und ein Lautstärkeregler am Gehäuse, der Windows-Knopf ist unten im Display angebracht. Den Touchscreen können Sie natürlich auch im Notebook-Modus bedienen: Das ist allerdings etwas unbequem, weil der Bildschirm bei jeder Berührung leicht federt.

Das Yoga 13 lässt sich auch als digitaler Bilderrahmen
verwenden
Vergrößern Das Yoga 13 lässt sich auch als digitaler Bilderrahmen verwenden

Ansonsten überzeugen Design und Verarbeitung des Yoga 13: Die Oberfläche des minimal keilförmigen Gehäuses ist leicht aufgeraut und liegt griffig in der Hand. Noch griffiger ist die Handballenablage, die mit einem dunklen Überzug ausgekleidet ist, der an das Vinyldach eines 70er-Jahre-Autos erinnert - besonders angenehm fühlt sie sich nicht an. Angenehm ist dagegen das flache, zigarettenschachtelgroße Netzteil, das auch in kleinen Rucksäcken noch Platz hat. Unbequem: Das Yoga 13 lässt sich nur schwer mit einer Hand öffnen, da es keinen Griff am Deckel oder eine griffgünstige Abflachung im Gehäuse hat.

UMWELT UND GESUNDHEIT Lenovo Yoga 13 (Note: 2,38)
Betriebsgeräusch: geringe /hohe Last 0,1 / 1,0 Sone

Lenovo Yoga 13 im Test: Fazit

Flexibler geht's nicht: Das Lenovo Yoga 13 ist Ultrabook, Tablet und digitaler Bilderrahmen in einem. Also ideal, wenn Sie Ihre mobile Geräteflotte verkleinern wollen - und besser zu bedienen als ein normales Notebook mit Touchscreen.

Allerdings bekommen Sie weniger als die Summer der Teile: Als Ultrabook überzeugt das Yoga 13 mit hohem Tempo und einem ordentlichen Bildschirm. Bei Ausstattung und Akkulaufzeit schneiden aber selbst günstigere Ultrabooks besser ab. Außerdem ist der Tablet-Modus höchstens ein Bonus: Denn aufgrund des hohen Gewichts werden Sie das Yoga 13 nur selten auf diese Weise bedienen.

TESTERGEBNIS (NOTEN) Lenovo Yoga 13
Testnote 2.93 (befriedigend)
Preis-Leistung teuer
Geschwindigkeit (20 %) 2,40
Ausstattung (15 %) 3,38
Bildschirm (20 %) 2,51
Mobilität (35 %) 4,18
Tastatur (5 %) 2,21
Umwelt und Gesundheit (5 %) 2,38
Service (5 %) 2,32
Aufwertung 0,25 (drehbarer Touchscreen)
DIE TECHNISCHEN DATEN Lenovo Yoga 13
Prozessor (Taktrate) Intel Core i5-3317 U (1,70 GHz)
verfügbarer Arbeitsspeicher (eingebauter Arbeitsspeicher), Typ 7880 MB (8192 MB), DDR3-1600
Grafikchip (Grafikspeicher) Intel HD Graphics 4000 (2,1 GB max., vom Arbeitsspeicher)
Bildschirm: Diagonale, Auflösung, Typ 13.3 Zoll (33.7 Zentimeter), 1600 x 900, spiegelnd
Festplatte 96,9 GB (nutzbar)
optisches Laufwerk - (-)
Betriebssystem Windows 8 64 Bit
LAN nicht vorhanden
WLAN 802.11n
Bluetooth Bluetooth 4.0
Schnittstellen Peripherie 1x USB 2.0 (rechts), 1x USB 3.0 (links), 1x Kartenleser (rechts, SD)
Schnittstellen Video 1x HDMI (links), 1x Webcam
Schnittstellen Audio kombineirter analoger Audioausgang/-eingang, Mikrofon
ALLGEMEINE DATEN Lenovo Yoga 13
Internetadresse von Lenovo www.lenovo.com/de
Preis (unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers / Straßenpreis) 1299 Euro / 1289 Euro
Technische Hotline 07032/1549201
Garantiedauer 24 Monate

Mittwoch den 23.01.2013 um 10:00 Uhr

von Thomas Rau

Kommentieren Kommentare zu diesem Artikel (0)
1668252