Lenovo Thinkpad Z60m

Donnerstag den 08.12.2005 um 13:00 Uhr

von Thomas Rau

Recht teures und schweres Notebook, das im Test aber kaum Schwächen zeigte.
Neue Zielgruppe: IBM-Notebooks gelten als hochwertige, aber auch teure Mobilrechner, die sich vor allem Geschäftskunden leisten. Im Mai übernahm der chinesische PC-Hersteller Lenovo die PC- und Notebooksparte von IBM. Lenovo verkauft in seinem Heimatmarkt vor allem an Privatkunden - daher erwartete man entsprechende Angebote auch in Europa. Mit der Z60-Serie macht Lenovo nun einen ersten Schritt in diesen Markt: Die Modellreihe verfügt mit Breitbild-Display, Speicherkartenleser und einem gefälligen Design über Merkmale, die vor allem bei privaten Notebook-Nutzern gut ankommen.

Ausstattung für Profis und Privatnutzer: Das Thinkpad Z60m erwies sich als weitgehend stabil verarbeitet – nur auf der rechten Seite beim optischen Laufwerk knarzte das Gehäuse merklich. Außerdem wackelte der Akku leicht in seiner Halterung. Zum insgesamt soliden Gesamteindruck des Thinkpad Z60m trug der massive Displaydeckel aus Titan bei. Amüsante Kleinigkeit am Rande: Das Z60m ist das erste Thinkpad mit einer Windows-Taste. Die Hardware-Ausstattung kann sich sehen lassen: Neben einer 100-GB-Festplatte findet sich ein DVD-Brenner, der zwar keine zweilagigen Rohlinge, dafür aber RAM-Medien beschreibt – sinnvoll für Backups. Ebenfalls ganz auf professionelle Anwender ist die Netzwerk-Hardware mit Gigabit-LAN, 11a/g-WLAN und Bluetooth ausgerichtet. Ebenfalls für Profis sind der Fingerprint-Scanner zum Zugangsschutz sowie der Dockinganschluss gedacht, der allerdings nur für neue Dockingstationen passt - ältere Thinkpad-Dockinglösungen lassen sich nicht ans Z60m ankoppeln. Für Erweiterungskarten besitzt das Thinkpad Z60m sowohl den gewohnten PC-Card-Steckplatz als auch einen Expresscard-Slot für neuere Karten. Auch die nützlichen Think-Vantage-Tools finden sich auf dem Z60m: So können Sie zum Beispiel Backups anlegen und diese auch ohne funktionierendes Windows wiederherstellen.

Schnell und mit langem Atem: Dank der schnellen CPU und des üppigen Speichers, der sich dank eines freien Steckplatzes bequem aufrüsten lässt, glänzt das Thinkpad Z60m auch bei Multimedia-Anwendungen, die Mittelklasse-Grafikkarte reicht immerhin für das Spiel zwischendurch. Dafür saugt sie nicht zu sehr am Akku – die fette Batterie ragt zwar hinten übers Gehäuse heraus, hält das Thinkpad Z60m aber über sechs Stunden am Laufen. Wer noch mehr Laufzeit benötigt, kann einen zusätzlichen (optionalen) Akku statt des optischen Laufwerks einsetzen. Allerdings sollte man das Z60m nicht in Betracht ziehen, wenn man viel unterwegs ist, denn es ist mit 3,3 Kilogramm selbst für ein 15-Zoll-Widescreen-Notebook sehr schwer.

Spaß an der Arbeit: Am Schreibtisch macht das Thinkpad Z60m als Arbeitstier eine sehr gute Figur. Navigieren lässt sich bequem per Trackpoint oder Touchpad, die Tastatur zeigte sich sehr stabil und mit angenehmen Druckpunkt. Ebenfalls zum Arbeiten lädt das sehr helle Display mit gut verteilter Helligkeit ein, vor allem aufgrund seines hohen Kontrasts – das extra helle Display baut Lenovo allerdings nur in ausgewählte Modelle der Z60m-Serie ein.

Fazit: Das Thinkpad Z60m überzeugt als Notebook für Profianwender. Doch auch für Privatkunden mit einem dicken Geldbeutel lohnt der Blick auf das gut ausgestattete, flexibel aufrüstbare Notebook mit langer Akkulaufzeit und hochwertigem Display. Nicht ganz profihaft waren die leichten Schwächen bei der Verarbeitung, die unser Testgerät aufwies - damit ist die Kritik am Thinkpad Z60m aber schon erschöpft.

Donnerstag den 08.12.2005 um 13:00 Uhr

von Thomas Rau

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