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Sapphire Radeon HD 4670 512MB GDDR4

12.02.2009 | 17:00 Uhr |

Riesenlüfter, Spezialkühler und dazu noch ein flotter Chip. Wer DVD-, Blu-Ray- und HD-Videos mag, ist immer auf der Suche nach einer leisen Grafikkarte, die aber auch leistungsmäßig überzeugen muss.

Das Besondere an dieser Grafikkarte ist der Aluminiumkühlkörper, der Platz für einen besonders großen Lüfter bietet. Aufgrund seiner Abmessungen muss er sich nicht schnell drehen, um genügend Luft durch die Kühllamellen zu transportieren. Im Test werkelte der Lüfter daher nahezu lautlos vor sich hin - klasse! Der Kühlkörper berührt übrigens auch die Speicherchips und kühlt auch diese gleich mit. Die Chips auf der Rückseite der Karte bekamen von Sapphire ebenfalls kleine Kühlkörper spendiert. Dank dieses Kühlkonzeptes haben Sie nicht nur die Möglichkeit, einen sehr leisen PC zu bauen. Auch können Sie die Karte kräftig übertakten, indem Sie im Grafikkartentreiber die Taktraten von Grafikchip und Speicher nach oben stellen .

Das Herzstück dieser Grafikkarte ist ein Mittelklasse-Grafikchip von AMD . Er heißt ATI Radeon HD 4670 . Die Chipfläche ist 145 Quadratmillimeter groß. Hier finden dank des feinen 55-Nanometer-Verfahrens 514 Millionen Transistoren Platz. Sie bilden unter anderem 8 ROPs (Raster Operation Processor) und 320 Unified Shader, um damit 3D-Anwendungen via DirectX 9 und DirectX 10.1 zu beschleunigen. Der Chip beherrscht übrigens auch das Shader-Model 4.1, das jedoch derzeit - ebenso wie DX 10.1 - noch von keinem bekannten 3D-Kracher genutzt wird.
Der Grafikchipchip ist recht genügsam - die vom Hersteller angegebene Verlustleistung liegt bei 59 Watt - zum Vergleich: AMDs Spitzenmodell ATI Radeon HD 4870 heizt mit 157 Watt fast drei Mal so stark.

3D-Leistung: Dieser Grafikchip besitzt genügend Leistung, um alle erhältlichen 3D-Titel bei niedriger Bildqualität in jeder Auflösung zu spielen. Selbst das eine oder andere 3D-Features wie etwa Schatten- oder Blendeffekte sind möglich. DirectX 10 und hohe Bildqualität gehen hingegen nur zuverlässig bis 1280 x 1024 Pixel. Und bei besonders anspruchsvollen 3D-Spielen wie Crysis oder Far Cry 2 liefen nicht mal 1024 x 768 Bildpunkte ruckelfrei. Dafür ging die HD-Videowiedergabe wiederum sehr gut. Die Dekodierung wurde fast komplett übernommen und belastete die Rechner-CPU nur noch mit kaum spürbaren 8 Prozent.

Ausstattung: 512 MB sind okay. Das reicht für alle aktuellen 3D-Titel. Knapp würde er eventuell nur bei höchster Bildqualität, hoch aufgelösten Texturen in Verbindung mit hohen Auflösungen sowie Funktionen zur Kantenglättung - aber hierfür bietet der Grafikchip ohnehin nicht genügend Leistung.
Die Grafikkarte stellt eine komplette Schnittstellenausstattung zur Verfügung, die für die meisten Arbeitsumgebungen genügen sollte: Es gibt je eine VGA-, DVI- und HDMI-Buchse. So finden allerlei Geräte ganz ohne Adapter Anschluss - im eher knappen Lieferumfang ist daher wohl auch kein einziger enthalten.

Fazit: Tolle Grafikkarte für Videos. Sie war im Test sehr leise. 3D-Anwendungen liefen bis 1280 x 1024 Bildpunkte meist ruckelfrei, zumindest bei mittlerer Bildqualität.

Alternativen: Die Sapphire Radeon HD 3850 Ultimate , die HIS Radeon HD 4670 IceQ Turbo und die Point of View Geforce 9600 GT sind in der Praxis in etwa so schnell wie die getestete Sapphire Radeon HD 4670. Mit Preisen von 83, 86 respektive 92 Euro sind die Konkurrenten allerdings nicht ganz so attraktiv wie das vorliegende Modell.

Varianten: Sapphire Radeon HD 4670 512MB GDDR3 (GDDR3-Speicher, passive Kühlung)
Sapphire Radeon HD 4670 512MB GDDR3 (GDDR3-Speicher)
Sapphire Radeon HD 4670 512MB GDDR4 (Testmodell)

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