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Samsung R700 Aura T9300 Dillen

05.03.2008 | 10:00 Uhr |

Das schicke Samsung R700 ist ein ausgewachsenes 17-Zoll-Notebook, wiegt aber nur knapp über drei Kilogramm. Drinnen steckt mit dem Core 2 Duo T9300 die aktuellste CPU-Technik von Intel.

Verarbeitung: Der Displaydeckel des Samsung R700 erstrahlt in schwarzer Klavierlack-Optik, ebenso wie die Schmuckleisten oberhalb und unterhalb der Tastatur. Das Gehäuse ist nicht vollkommen verwindungssteif, beim Hochheben knarzt es hörbar.

Geschwindigkeit: Dank seiner 6 MB L2-Cache macht der Core 2 Duo T9300 (2,5 GHz) richtig Dampf – besonders bei aufwendiger Video- und Bildbearbeitung kann Intels Penryn-CPU glänzen. Hier helfen aber auch die 3GB RAM, die Samsung ins R700 packt. Insgesamt erreichte das Samsung R700 im Sysmark 2007 126 Punkte und bietet so Top-Rechenleistung für alle Anwendungen. Die Mittelklasse-Grafikkarte Geforce 8600M GT reicht bei älteren DX9-Spielen wie Far Cry locker für die maximale Auflösung (1440 x 900) aus, bei F.E.A.R. auch – allerdings nur ohne Kantenglättung. Für frischere Spiele (zum Beispiel Company of Heroes) ist sie im DX10-Modus deutlich zu langsam. Bei Direct X9 reicht es noch für 25 Bilder pro Sekunde – ausreichend für Echtzeitstrategie-Games.

Ausstattung: Samsung packt eine große 250-GB-Festplatte sowie einen Lightscribe-fähigen DVD-Brenner ins R700. Die Netzwerk-Ausrüstung ist mit Gigabit-LAN, 11n-WLAN und Bluetooth 2.0+EDR auf dem neuesten Stand. Am Gehäuse finden sich insgesamt vier USB-Buchsen, davon je eine gut erreichbar seitlich links und rechts. Externe Monitore lassen sich digital per HDMI-Ausgang anschließen. TV-Ausgang und Firewire-Port fehlen dem Samsung R700.

Ergonomie: Das spiegelnde Display zeigte eine ordentliche Helligkeit, schnitt aber bei Helligkeitsverteilung (rechts unten 25 Prozent dunkler als in der Mitte) und Kontrast deutlicher schlechter ab. Auch die Farbwiedergabe war wenig kräftig, Hauttöne gerieten zu blass. Der Lüfter war häufig in Betrieb, aber selbst unter voller Last mit maximal 0,9 Sone nur in ruhiger Umgebung hörbar.

Mobilität: Die Rechenkraft des Penryn-Prozessor schlägt sich im Akkubetrieb nicht in einer höheren Leistungsaufnahme wieder. Insgesamt kam das Samsung R700 auf rund 22 Watt – diesen Wert unterbieten auch Merom-Notebooks mit Geforce-Grafikkarte nur selten. Dafür war der T9300 im Samsung R700 aber auch im Akkubetrieb sehr schnell – bei ungefähr gleicher Akkulaufzeit ist es zum Beispiel 30 Prozent schneller als das Dell XPS M1530. Mit nur 3,08 Kilogramm Gewicht ist das Samsung-Notebook außerdem eines der leichtesten 17-Zoll-Laptops.

Handhabung: Ins große Gehäuse passt eine Standard-Tastatur plus vierspaltigem Ziffernblock. Die Tasten haben ein ausreichendes Feedback, die Tastatur ist stabil eingebaut und auch beim schnellen Tippen leise.

Fazit: Das Samsung R700 ist deutlich rechenstärker als 17-Zoll-Notebooks unter 1000 Euro, aber nicht ganz so gut ausgestattet wie die Laptops zum PC-Ersatz, die über 1200 Euro kosten. Dennoch geht die Ausstattung insgesamt in Ordnung, die Qualität des Displays ist aber nur mittelmäßig. Das Samsung R700 kommt daher vor allem für Anwender in Frage, die auch bei einem 17-Zoll-Notebook Wert auf Gewicht und Design legen.

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