Laut und hart

Guitar Hero World Tour im Megatest (PS3)

Freitag den 28.11.2008 um 10:48 Uhr

von Markus Pilzweger

Activision Guitar Hero: World Tour (Wii)
Activision Guitar Hero: World Tour (Wii)
2 Angebote ab 14,66€ Preisentwicklung zum Produkt
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© 2014
Pünktlich zum Weihnachtsgeschäft und nahezu zeitgleich zu den USA hat Activision Guitar Hero World Tour auch in Europa veröffentlicht. Maximal vier Personen können mit dem Titel virtuell die Gitarre quälen, das Schlagzeug malträtieren oder ihre Gesangskünste unter Beweis stellen. Ob das Ganze auch Spaß macht, oder einem die Nachbarn die Polizei auf den Hals hetzen, haben wir getestet.
Gamer sind schon eine wahrhaftig eigene Spezies. Zwar sind mittlerweile schon viele Zocker der ersten Stunde Mitte 30 und älter, doch nicht jeder Altersgenosse kann die fast schon kindliche Begeisterung für Videospiele teilen. Besonders kritisch wird man in diesem Zusammenhang beäugt, wenn Spiele derartige Ausmaße einnehmen, dass dank spezieller Controller das halbe Wohnzimmer voll gestellt (manche Frauen sagen auch "voll gemüllt") wird. Aktueller Spiele-Vertreter in dieser Hinsicht ist ohne Zweifel Guitar Hero World Tour , das bei Musikspiel-Fans Tränen in die Augen treten lässt, bei allen anderen eher Kopfschütteln verursacht. Was schade ist, denn Sie verpassen ein echtes Highlight. Die gewaltige Verpackung beinhaltet neben dem eigentlichen Spiel ein Mikrofon, einen Gitarren-Controller sowie den heimlichen Star: das digitale Schlagzeug.
Die neue Gitarre
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Die Instrumente

Schlagzeug - Höhen und wenige Schwächen

Schließlich noch der größte Brocken im Paket: das Schlagzeug. Im Vergleich zu Rock Band, wo beim Gestell Plastik regiert, kommt bei Guitar Hero World Tour Metall zum Einsatz. Dennoch ist das Schlagzeug nach dem Aufbau ein wenig wackelig, insbesondere, wenn die Schlagfläche bis ganz nach oben ausgefahren wird. In diesem Fall liegt offenbar der Schwerpunkt ein wenig ungünstig. Eine Umfallgefahr bestand allerdings zu keiner Zeit während des Tests. Die mitgelieferten Sticks sind im Vergleich zu den Rock-Band-Sticks ein wenig kürzer und auch ein wenig leichter. Die Rock-Band-Sticks liegen besser in der Hand, die Guitar-Hero-Sticks machten insgesamt einen eher billigen Eindruck.

Nach dem Aufbau hat man zwar im Wohnzimmer einen halben Quadratmeter weniger Platz, dafür aber zumindest die Illusion eines "echten" Schlagzeugs erhalten. Vor allem die High-Hats heben das Guitar-Hero-Schlagzeug im Vergleich zu Rock Band hervor. Die Drum-Pads sind weich gummiert und beim Anschlag wesentlich leiser, als bei Rock Band, die High-Hats hingegen knallen schon deutlich. Auch das Schlagzeug von Guitar Hero World Tour eignet sich somit eindeutig nicht dafür, sich abends, wenn die Familie im Bett ist, auszutoben. Ein zweiter Schwachpunkt ist das Fußpedal für die Bass-Drum. Im Gegensatz zu Rock Band kann dieses nicht mit dem Schlagzeuggestell verbunden werden, so dass - gerade bei schnellen Songs - das Pedal leicht verrutschen kann. Die Verarbeitung des Pedals ist hingegen wesentlich stabiler, als bei Rock Band.

Insgesamt macht das Schlagzeug optisch einen guten Eindruck. Es ist recht stabil, bietet mit den High-Hat-Controllern eher die Illusion eines echten Schlagzeugs und fordert auf Grund der High Hats den Spieler auch mehr. Denn im Gegensatz zu Rock Band müssen hier bis zu sechs Buttons geschlagen/getreten werden.

In Sachen Instrumente hat Guitar Hero World Tour im Vergleich zu Rock Band 1 die Nase vorn.

Freitag den 28.11.2008 um 10:48 Uhr

von Markus Pilzweger

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