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Tablet-PC

LG V900 Optimus Pad im Test

08.09.2011 | 09:00 Uhr |

Das Android-Tablet V900 Optimus von LG hat etwas, das kein anderes Tablet bietet: Eine 3D-Kamera. Im Test zeigte das neue Gerät aber auch andere Qualitäten.

Das LG V900 Optimus Pad arbeitet mit Android 3.0 (Honeycomb). Es ist genauso schwer wie das Apple iPad 2, zeigt aber auf seinem kleineren 8,9-Zoll-Display eine höhere Auflösung, nämlich 1280 x 768 Bildpunkte. Außer den Standard-Apps von Android 3.0 installiert LG nur zwei weitere Programme – die machen das V900 aber zu einem besonderen Tablet: Die Apps 3D-Camcorder und 3D-Player nutzen nämlich die eingebaute 3D-Kamera: Die Kamera auf der Tablet-Rückseite nimmt über zwei Linsen mit jeweils 5 Megapixel Stereo-Bilder auf.

LG Optimus Pad: 3D nur mit Brille

Das Tablet selbst hat aber keinen 3D-Bildschirm: Um den 3D-Effekt zu betrachten, können Sie das LG Optimus V900 zum Beispiel per HDMI-Ausgang an einen 3D-Fernseher anschließen – LG legt ein passendes Adapter-Kabel bei. Die 3D-Player-App auf dem Tablet spielt aufgenommene Videos im Side-by-Side-Verfahren ab, der 3D-Fernseher verarbeitet dieses Format dann zu Bildern mit Tiefeneffekt. Direkt auf dem Tablet lässt sich der 3D-Effekt mit einer Anaglyphen-Brille anschauen, wenn Sie bei der App die Anaglyph-Ausgabe aktivieren. In beiden Fällen bleibt der 3D-Effekt minimal – ein überzeugender Kaufgrund ist er nicht.

HDMI, 3D und 3G: Gute Ausstattung beim LG Optimus Pad V900

Dafür überzeugt die Ausstattung des LG Optimus Pad: Das Tablet bietet 3G, WLAN, Bluetooth und GPS. Neben dem erwähnten HDMI-Ausgang können Sie das Honeycomb-Tablet mit dem beiliegenden USB-Kabel ans Notebook anschließen, um Daten zu übertragen. Der interne Speicher ist 32 GB groß – er lässt sich aber nicht erweiten, denn dem 3D-Tablet fehlt ein Kartenleser.

Das beste Android-Tablet im Test

Auch das LG V900 kämpft mit Android-Problemen

Eine eigene Bedieneroberfläche spendiert LG dem Optimus Pad nicht. Auch sonst hat sich LG wenig Mühe gegeben, die Honeycomb-Basis zu optimieren, denn das V900 kämpft wie andere Android-Tablets mit Mini-Rucklern und kleinen Eingabeverzögerungen. Das macht sich beim Scrollen durch bilderlastige Webseiten deutlich bemerkbar. Auch das Vergrößern von Webseiten oder Fotos funktioniert beim V900 nicht besonders flüssig. Ebenfalls Honeycomb-Standard ist die Bildschirm-Tastatur des Optimus Pad: Um Ziffern und Sonderzeichen einzugeben, müssen Sie auf eine zweite Tastaturseite umschalten. Die Tasteneingaben zeigt das Tablet aber verzögerungsfrei an. Webseiten lädt und verarbeitet das LG-Tablet sehr flott – zusammen mit dem Samsung Galaxy Tab 10.1 liegt es bei den Browser-Tests an der Spitze. Die Rechenkraft des Dual-Core-Prozessor Nvidia Tegra 2 macht sich hier deutlich bemerkbar. Flash-Videos spielt es problemlos ab, nachdem man den Flash Player aus dem Android Market installiert hat: Nur bei Flash-Videos in höherer Qualität ruckelt es.

BEDIENUNG

LG V900 Optimus Pad

Bildschirm / Bildschirm-Tastatur / Bedienung über Mehrfinger-Gesten / Bildschirm-Technik

angenehm / angenehm / ja / kapazitiv

Spracheingabe / Flugzeugmodus

ja / ja

E-Mail-Zugang: POP3 / Imap / Exchange

ja / ja / ja

Zugriff auf Gerät per PC / Datensicherung auf PC möglich

ja / teilweise

LG Optimus Pad V900: Gute Noten für Akkulaufzeit und Bildschirm

Bei der Akkulaufzeit liegt das LG Optimus Pad im oberen Mittelfeld: Das Apple iPad 2 und das Motorola Xoom zeigen zwar deutlich mehr Ausdauer. An den Ergebnissen des V900, das über sechs Stunden beim Abspielen eines Videos und über neun Stunden beim WLAN-Surfen durchhält, gibt es aber nicht zu meckern. Gleiches gilt für den sehr hellen und blickwinkelstabilen Bildschirm, den Sie unter fast allen Lichtverhältnissen gut ablesen können.

MOBILITÄT

LG V900 Optimus Pad

Gewicht (mit Akku) / Gewicht Netzteil

620 / 100 Gramm

Akkulaufzeit: Video-Test / WLAN-Test

6:07 / 9:15 Stunden

PC-WELT-Bestenliste Tablets

Das Multimedia-Vergnügen ist eingeschränkt

Mehr als Standard-Honeycomb hat das LG Optimus Pad V900 auch in Sachen Multimedia nicht zu bieten: Mit dem vorinstallierten Video-Player lassen sich nur 3GP- und MP4-Videos abspielen – letztere allerdings nicht in H.264 High Profile. Erst mit einem alternativen Player wie Rock Player Lite und aktiviertem Software-Decoding gibt das V900 auch AVI- und WMV-Videos wieder.

Das LG Optimus Pad V900 ist ein Top-Tablet - ob es am Apple iPad 2 und dem Samsung Galaxy Tab 10.1 vorbeiziehen kann, erfahren Sie im Test-Fazit auf der nächsten Seite.

BILDSCHIRM

LG V900 Optimus Pad

Diagonale / Auflösung / 16:9-Format

8,9 Zoll (22,7 Zentimeter) / 1280 x 768 Bildpunkte / nein

Helligkeit / Kontrast / Entspiegelung

377 cd/m² / 821:1 / gering

GESCHWINDIGKEIT

LG V900 Optimus Pad

Browser: Geschwindigkeit / mittlere Ladezeit für Webseiten / darstellbare Internetformate / stellt Flash-Elemente dar

89,9 Punkte / 5,5 Sekunden / 79.1 Prozent / vollständig

Startzeit: ausgeschaltet / aus Bereitschaft

45 / 1 Sekunden

Video-Wiedergabe in normaler / HD-Auflösung

flüssig / flüssig

WLAN-Tempo

19,5 MBit/s

Dateien auf Gerät übertragen (700 MB)

122 Sekunden

MULTIMEDIA

LG V900 Optimus Pad

Abspielbare Video- / Audioformate

3GP, MP4 / AAC, MP3, OGG, WAV

Anzeigbare Foto- /Text- /e-Book-Formate

BMP, GIF, JPG, PNG / DOC, PDF, PPT, TXT, XLS / -

Audioqualität: Frequenzgangabweichung / max. Lautstärke

3,0 dB(U) / 64 dB(A)

UMWELT UND GESUNDHEIT

LG V900 Optimus Pad

Betriebsgeräusch: geringe / hohe Last

0,0 / 0,0 Sone

Leistungsaufnahme: Betrieb / Bereitschaft / Aus

6,8 / 0,0 / 0,0 Watt

Wärmeentwicklung

30° Celsius

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