Smartphone

LG Electronics Optimus Black im Test

Mittwoch, 11.05.2011 | 10:09 von Yvonne Göpfert
LGs Optimus Black kommt mit neuer Nova-Display-Technologie: Der Bildschirm soll heller sein und Energie sparen. Ob das nur leere Worte sind, verrät der Test.
LG Optimus Black - heller Bildschirm ohne
Spiegeln
Vergrößern LG Optimus Black - heller Bildschirm ohne Spiegeln
© LG Electronics

Es tut sich was bei den Handy-Displays: Zu Apples Retina-Display und Samsungs AMOLED-Bildschirm gesellt sich nun eine dritte hochrangige Display-Technologie namens Nova. Die neuen Nova-Bildschirme von LG sollen mit durchschnittlich 700 Candela pro Quadratmeter leuchten. Herkömmliche Touchscreens bringen es auf Werte zwischen 200 und 500 cd/m2. Der Hersteller verspricht: Endlich kann man auch bei praller Sonne noch ablesen, wer gerade anruft, oder was im Sucher der Handycam zu sehen ist. Und dieser Luxus soll auch nur halb so viel Strom schlucken wie bisherige Bildschirme. Das erste Handy mit Nova-Display ist das LG Optimus Black.

Neue Android-Smartphones im Frühjahr 2011
Neue Android-Smartphones im Frühjahr 2011

Klare Sicht, wenig Spiegelungen auf dem LG Optimus Black

Die Wahrheit: Wenn die Sonne knallt, ist das LG Optimus Black wirklich immer noch gut lesbar – sofern keine Fingerabdrücke die Sicht trüben. Bei Sonne empfiehlt es sich daher, öfter mal das Display zu putzen. Allerdings müssen Sie immer einen Kontrollblick auf das Energiespar-Widget werfen und prüfen, ob auch wirklich die maximale Display-Helligkeit eingestellt ist. Standardmäßig ist nämlich nur eine mittlere Helligkeit mit rund 330 Candela aktiviert, um Akkuleistung zu sparen. In einem Gebäude reicht diese Helligkeit aus, draußen in der Natur müssen Sie dagegen hochschrauben.

Und das geht zu Lasten des Akkus. Hier stimmen die vollmundigen Versprechungen des Herstellers nicht ganz mit der Wirklichkeit überein: Im Test hat sich gezeigt, dass das LG Optimus Black abends wieder an die Steckdose muss, wenn Sie GPS einen knappen halben Tag lang eingeschaltet haben und zwei Stunden im Internet surfen. Damit sticht es bei der Akkulaufzeit Handys anderer Hersteller mit einem ähnlich großen Display keineswegs aus.

Die besten Smartphones mit Android

4-Zoll-Bildschirm mit Standard-Auflösung

Bei der Auflösung des Nova-Bildschirms hat LG keinen Trumpf in der Tasche: Der 4 Zoll große Touchscreen liefert 480 x 800 Bildpunkte – das zählt aktuell als Standard bei den Topmodellen. Das Smartphone ist einen Tick flacher als das iPhone und mit 109 Gramm auch richtig leicht. Display und Rückseite bestehen aus Kunststoff, dennoch kann sich das unauffällige Design sehen lassen. Gut gefallen hat den Testern, dass der Micro-USB-Anschluss oben am Gerät per Schiebeabdeckung verschlossen werden kann. So ist er gut vor Staub und Fusseln aus der Hosentasche geschützt.

Display
Größe 52 x 87 Millimeter
Auflösung 480 x 800 Pixel
Helligkeit 698 cd/m2
Touchscreen sehr gut

Zukunftsmusik auf dem LG Optimus Black: Android 2.3

Auf dem LG Optimus Black läuft Android 2.2 alias Froyo, ein Upgrade auf Android 2.3 hat LG bereits in Aussicht gestellt. Wann, ist noch unklar. Über das Betriebssystem hat LG die eigene Bedienoberfläche Optimus UI 2.0 gelegt. Damit stehen unter anderem ein paar nette Funktionen wie die LG World oder der App Advisor zur Verfügung. Via LG World bietet der Hersteller eigene Apps für seine Smartphones an. Der App Advisor empfiehlt praktische Software-Häppchen, die auf allen Android-Smartphones laufen. Ein Blick lohnt auf jeden Fall. Zum Testzeitpunkt hat LG beispielsweise den Cardio Trainer für Sport-Fans oder den Shop Savy Barcode Scanner empfohlen. Des Weiteren sind noch Facebook, Twitter, MySpace und Google Navigation, ein Betrachter für Office-Dokumente sowie Bearbeitungssoftware für Bilder und Videos installiert. Im Hauptmenü können Sie Ordner erstellen, in denen sich verschiedene Programme zusammenfassen lassen, um so ein wenig Ordnung zu schaffen.

Die besten Handys mit Windows Phone 7

LG Optimus Black - ein Kamera-Profi

Auf dem LG Optimus Black gibt es zwei Kameras: Die 2-Megapixel-Frontkamera dient für Videotelefonate, die rückseitige Kamera macht Fotos mit 5 Megapixeln Auflösung. Die Bildqualität kann sich sehen lassen, insbesondere im Makrobereich, wo Sie bis auf sechs Zentimeter an Ihr Motiv herangehen können. Die Schärfe ist gut, Sie können auf jede beliebige Stelle im Bild fokussieren. Erkauft wird die gute Bildqualität jedoch durch eine lange Auslöseverzögerung von bis zu drei Sekunden. Bewegliche Motive haben sich da oft schon verflüchtigt. Videos fängt die Kamera mit maximal 1280 x 720 Pixeln ein. Dabei schafft sie aber nur unter 25 Bilder pro Sekunde, und so ist auch der ein oder andere sanfte Ruckler zu verzeichnen. Das Breitbild-Format verzerrt übrigens die Proportionen recht heftig, insofern sollten Sie sich überlegen, ob Sie Ihre Umgebung nicht lieber nur mit 720 x 480 Pixeln und gefälligeren Proportionen aufzeichnen. Bei schlechten Lichtverhältnissen hilft ein LED-Blitz weiter und zwar sowohl im Foto- als auch im Videomodus. Musik, Videos und Fotos können Sie auf einer Micro-SD-Karte ablegen. Bei Kauf bekommen Sie ein 2-GB-Modell mitgeliefert. Der interne Speicher des LG Optimus Black beläuft sich auf 1 GB – hier landen die Apps aus dem Android Market.

Handycam
Auflösung Fotos 2592 x 1944 Pixel
Autofokus ja
Makro ja
Motivprogramme ja
Bildstabilisator Foto nein
Optischer Zoom nein
Auflösung Videos 1280 x 720 Pixel
Bildstabilisator Video nein

 Ins Internet mit dem LG Optimus Black: Tethering und WLAN-Hotspot

Internet-Fans bietet das LG Optimus Black viele Optionen: Es lässt sich per USB-Teathering mit dem Notebook verbinden oder als WLAN-Hotspot für bis zu fünf Geräte nutzen. So kommen Sie auch dann mit Ihrem Notebook ins Internet, wenn nur UMTS / HSDPA zur Verfügung stehen. Gute Nachricht für Flash-Freunde: Wer gern online bei Flash-Games mitzockt, hat mit dem LG Optimus Black keinerlei Probleme – Flash wird unterstützt.

Lesen Sie auch: Test des LG Optimus Chic und Test des LG Optimus 7

Bis Ende Mai ist das LG Optimus Black exklusiv bei 1&1 erhältlich . Der Zwei-Jahresvertrag kostet rund 40 Euro pro Monat. Dafür gibt es 500 MB Volumen zum Surfen und eine Telefon-Flat Flat in alle deutschen Netze.

Mittwoch, 11.05.2011 | 10:09 von Yvonne Göpfert
Kommentieren Kommentare zu diesem Artikel (0)
808543