LCD-Fernseher

Dienstag den 25.07.2006 um 13:58 Uhr

von Georg Renelt

Die Preise für LCD-TVs fallen langsam und die Mehrwertsteuererhöhung kommt bestimmt. Digital.World untersucht sechs LCD-TV-Geräte der 32-Zoll-Klasse im Testlabor.
Wir werden hier nicht mehr erörtern, warum oder wann Sie einen LCD-Fernseher kaufen sollten - das haben wir hier erledigt. Wir trennen gute LCD-Fernseher von nicht so guten oder gar schlechten – aber das ist gar nicht so einfach. Denn neben den einfach zu erfassenden Parametern wie Schnittstellen oder intuitive Bedienung kommt es besonders bei den Flüssigkristallanzeigen auf die Bildqualität an.

Der Haken: Die eine, alles bestimmende Bildqualität gibt es nicht. Sie wird zwar einerseits von den Fähigkeiten des eingesetzten Panels bestimmt, aber ein gutes Panel rettet nicht vor den Hässlichkeiten einer schlechten Signalverarbeitung. Und: Wir haben noch PAL – egal, wie schön das HD-Bild ist, PAL muss gut aussehen.

HD-READY: Alle getesteten LCD-TVs sind – ausgestattet mit HDCP-fähiger HDMI- oder DVI-Schnittstelle sowie einem Panel mit 1360 x 768 Bildpunkten – grundsätzlich zur Wiedergabe von HD-Inhalten geeignet. Und fünf der sechs belegen, dass das HD-ready-Logo kein Versprechen auf die Bildqualität ist. Lediglich der Samsung LE-32R71 akzeptiert an seinem VGA-Eingang ein Signal, das fast seiner nativen Auflösung entspricht. Das bedeutet, dass sich etwa von einem Media-Center-PC ein – mit brutaler Rechenpower – hochwertig skaliertes und gefiltertes Bild zuspielen lässt. Dann sieht auch HD gut aus. Alle anderen verstehen bestenfalls ein 720p oder 1080i-Signal und skalieren selbst. An der Stelle sei erwähnt, dass nahezu alle Fernseher mit PCs am HDMI-/DVI-Eingang Schwierigkeiten haben – Samsung rät sogar generell von dieser ansonsten vielversprechenden Verbindung ab. Aber für die VGA-Eingänge – so sie vorhanden sind – gilt das Gleiche: Eine 50-Hertz-Zuspielung ist hier generell nicht vorgesehen. 50-Hertz-Video lässt sich mit 60 Hertz Bildwiederholfrequenz nur mit reduzierter Bildqualität wiedergeben. Das Problem lässt sich nur mit hochwertigen Chipsätzen für Fernseher halbwegs lösen.

GUTES BILD MIT BACKLIGHT-TRICKS Eine neue Technik räumt alte Vorurteile aus: LCD-Fernseher der neuesten Generation analysieren den Bildinhalt und reduzieren die Intensität der Hintergrundbeleuchtung (Backlight) des Panels, wenn der Bildinhalt keine besondere Leuchtstärke erfordert. Vor allem in dunklen Filmszenen wird schwarz durch Abdunklung wirklich fast schwarz. Für Eisbären in der Schneehölle dreht der Fernseher andererseits voll auf. Die Sache hat aber einen Haken: Die Röhren des Backlights lassen sich nicht einfach hell und dunkel stellen – die Technik ist etwas schwieriger. Wer also die Röhren beherrscht, macht das Rennen.

Dienstag den 25.07.2006 um 13:58 Uhr

von Georg Renelt

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