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Pflanzensensor mit WLAN im PC-WELT-Test

27.08.2012 | 16:00 Uhr |

Wer hat nicht gerne gesunde und hübsch blühende Pflanzen um sich. Doch bedeuten Pflanzen in der Regel auch Arbeit: Man muss den richtigen Platz für sie finden und sie regelmäßig gießen. Koubachi will mit dem Wi-Fi Plant Sensor genau hier helfen - denn der Sensor schickt Gießanweisungen und andere Befehle direkt aufs iPhone.

Der Koubachi Wi-Fi Plant Sensor sieht aus wie ein zu kurz geratener Golfschläger und hat für sein schickes Design bereits einen reddot-Design-Award bekommen. An der Oberseite sitzt ein schwarzer Knopf, über den Sie die WLAN-Verbindung (WiFi 802.11 b/g mit WEP, WPA und WPA2) zu Ihrem Router herstellen. Die verriegelbare Unterseite lässt sich abnehmen und erlaubt Zugriff auf die zwei AA-Batterien, die der Sensor für den Betrieb braucht.

Installation: Per iPhone oder PC-Browser

Der Koubachi Wi-Fi Plant Sensor verschwindet fast komplett im Topf.
Vergrößern Der Koubachi Wi-Fi Plant Sensor verschwindet fast komplett im Topf.
© Koubachi

Damit der Wi-Fi-Sensor arbeiten kann, braucht er eine Verbindung zum Koubachi-Server. Das funktioniert entweder via iPhone-App oder dem Browser eines PCs. Wir haben die PC-Variante ausprobiert: Wir registrieren uns auf der Website my.koubachi.com , und müssen anschließend den PC mit dem Sensor verbinden, damit dieser später die Messwerte weiterleiten kann. Dazu folgen wir den Anweisungen, die wir auf der Website erhalten. Nach diversen WLAN-An-/Ausschalt-Aktionen - die jedoch so vorgesehen sind - steht die kabellose Verbindung.

Einrichten: Pflanzen registrieren

Im nächsten Schritt wählen wir über die Koubachi-Website unsere Pflanze aus der umfassenden Pflanzenbibiothek aus, die sich auch manuell erweitern lässt. Ein nettes Gimmick dabei ist, dass man auch Form und Farbe des Topfes anpassen kann. Übrigens ist der Sensor nicht für den Außeneinsatz geeignet, lässt sich also nur bei Zimmerpflanzen nutzen. Unsere Testpflanze, eine Grünlilie am Fenster des Arbeitszimmers, ist in der Pflanzenbibiothek schnell gefunden und muss nun vom Sensor analysiert werden, damit er die richtigen Pflegehinweise geben kann. Wir stecken also den Sensor in den Topf der Pflanze und aktivieren ihn laut Anleitung auf der Website, indem wir den schwarzen Knopf drücken - die Verbindung mit dem Koubachi-Server ist schnell hergestellt. Nun will der Koubachi-Sensor die Pflanze in Ruhe diagnostizieren. Dazu müssen wir sie so stark gießen, bis die Erde komplett durchnässt ist.

Über die Website http://my.koubachi.com können Sie den Koubachi-Sensor konfigurieren und alle Infos abrufen.
Vergrößern Über die Website http://my.koubachi.com können Sie den Koubachi-Sensor konfigurieren und alle Infos abrufen.

Nun heißt es abwarten, denn während der folgenden Tage analysiert der Sensor die Bedürfnisse und Lebensumstände der Pflanze, genauer gesagt den Wasserverbrauch sowie die vorherrschenden Lichtverhältnisse und Temperaturen. Die erhobenen Messwerte gleicht das Gerät mit der Pflanzenbibliothek ab. Wandert bei unserer Grünlilie einer der Parameter in einen gefährlichen Bereich, bekommen wir eine Mail mit der Aufforderung, den Missstand zu beheben: Dann müssen wir die Pflanze gießen oder ihren Standort wechseln. Anhand seiner Pflanzenbibiothek erinnert der Koubachi-Sensor ferner ans Düngen und Besprühen.

Fazit: Hilfreich, aber recht teuer

Der Sensor von Koubachi hilft bei der optimalen Pflege Ihrer Pflanzen, ist aber recht teuer.
Vergrößern Der Sensor von Koubachi hilft bei der optimalen Pflege Ihrer Pflanzen, ist aber recht teuer.
© Koubachi

Natürlich ist der Nerd-Faktor beim Koubachi Wi-Fi Plant Sensor sehr hoch. Und das Einrichten geht auch einigermaßen flott und unkompliziert über die Bühne. Allerdings kostet der Sensor etwa bei Getdigital.de stolze 119 Euro - und dafür bekommt man eine Menge Pflanzen.

Und auch wenn ein Sensor mehrere Pflanzen überwachen kann - Sie ordnen ihm einfach zusätzliche Pflanzen über die Website oder die iPhone-App zu. Eine aktuelle Analyse führt das Gerät natürlich nur bei der Pflanze durch, in deren Topf es steckt. Zuguterletzt ist es ein No-Go, dass es die App nicht für Android gibt.

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