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HP Photosmart C4424

24.10.2008 | 10:20 Uhr |

Der HP Photosmart C4424 gehört zu den Multifunktionsgeräten des Herstellers, die nur über den PC kopieren. Die eingeschränkte Kopierfunktion war jedoch nicht das einzige, was im Test auffiel.

Besonderheit: Der Photosmart C4424 gehört zur neuen Generation von HP-Multifunktionsgeräten, die nur kopiert, wenn sie mit einem laufenden Rechner verbunden ist. Das Kopieren im Stand-alone-Betrieb ist nicht möglich.

Tempo: Der Umweg über den PC ging im Test zu Lasten der Arbeitsgeschwindigkeit. Am Bedienfeld des Kombigeräts befinden sich je eine Taste für Schwarzweiß- und Farbkopie - gut. Nach dem Betätigen einer Taste öffnete sich am Bildschirm des Rechners das HP-Kopierprogramm. Dort nahmen wir die Einstellungen - zum Beispiel die Anzahl der Kopien - vor und starteten den Vorgang. Es öffnete sich ein Fenster mit der Mitteilung "Scanvorgang wird fertig gestellt - gescannte Bilder werden an den Drucker gesendet". Das Wort "kopieren" wird strikt vermieden, obwohl der Hersteller die Funktion "PC Copy" nennt. Fünf Graustufenkopien dauerten auf diese Weise 5:20 Minuten, eine Farbkopie 2:15 Minuten - in beiden Fällen eine extrem langsame Arbeitsweise. Das gilt beim C4425 auch fürs Scannen: Die Vorschau war erst nach 23 Sekunden fertig aufgebaut, und auf den Farbscan warteten wir 57 Sekunden. Die Messwerte im Drucken ergaben ein geteiltes Bild: Im Textmodus schaffte der C4424 noch ordentliche Zeiten wie der zehnseitige Grauert-Brief in einer Minute zeigt. Auf Farbdokumente warteten wir dagegen länger: 4:30 Minuten dauerte es, bis das zehnseitige PDF fertig gestellt war. Das A4-Foto benötigte 5:38 Minuten.

Qualität: Die Schwarztinte des Geräts ist pigmentiert und produzierte eine gute Deckung auf dem Papier. Allerdings stellten wir sowohl etwas raue Buchstabenränder als auch Satellitentröpfchen fest. Dafür gefielen die harmonischen, leuchtenden Farben, wenn auch stets ein Raster sichtbar blieb. Spezialaufgaben wie Hauttöne meisterte das Gerät gut, auch ohne die optionale Fotopatrone (rund 24,50 Euro), mit der sich das Tintenangebot von vier auf sechs Farben steigern lässt. Die verbaute Scaneinheit überzeugte sowohl in der Farbgebung als auch in der Tiefenschärfe der Scans. Unsere Testkopien dagegen wiesen Mängel auf: Das Gerät erzeugte die Graustufenkopien mit Hilfe der Farbpatrone. Das mindert Schärfe und Deckung. Zudem hätten Farbkopien mehr Details gut vertragen.

Ausstattung: Am Bedienfeld findet sich ein winziges Vorschaudisplay, das sich im Test als recht dunkel herausgestellt hat. Ein Pictbridge-Anschluss fehlt genauso wie ein Slot für Compact-Flash-Speicherkarten. Dafür findet der Anwender Einschübe für die Kartentypen SD, MS, xD und MMC. Der Scandeckel ließ sich hinten nicht anheben, was das Digitalisieren von Büchern erschwert.

Verbrauch: Die Seitenkosten errechneten wir anhand der XL-Patronen des Herstellers, die die höchste Reichweite bieten. Dabei kamen wir auf 3,2 Cent für das schwarzweiße und 6,2 Cent für das farbige Blatt - akzeptabel. Gleiches gilt für den Umgang des C4424 mit Energie: Im Standby zeigte unser Messgerät 4,5 Watt an, ausgeschaltet ging das Gerät auf 0,9 Watt.

Fazit: Das HP-Modell ist als Einstiegsgerät für den Heimgebrauch gedacht. Den Zweck erfüllt es. Allerdings macht der Hersteller bei den Leistungsmerkmalen zu viele Einschnitte. Das rächt sich selbst bei einem günstigen Preis.

Alternative: Vergleichbar im Preis ist der Epson Stylus SX200 . Für ihn sprechen jedoch die separaten Tintenkartuschen genauso wie der genügsame Umgang mit Energie. Zu beachten sind dagegen die vergleichsweise hohen Seitenpreise.

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