162598

Alcohol 120 5.0 Blu-ray

22.10.2008 | 09:30 Uhr |

Alcohol 120% ist ein gutes und einfach zu bedienendes Kopier-Programm mit Laufwerksemulator, das in der aktuellen Version 5.0 auch Blu-ray unterstützt.

Die Installation verläuft flott, benötigt aber einen PC- Neustart. Etwas nervig ist die Eingabe der Seriennummer mit Groß-/Kleinschreibung. Nach dem Start fällt ein neuer Punkt im Hauptmenü der unveränderten, gewohnt übersichtlichen Oberfläche auf: der Xtra-Assistent. Damit kann man nun auch neue Medien erstellen, indem man die zu brennenden Dateien per Drag&Drop oder via „Datei hinzuf.“ in ein Fenster zieht. Alcohol 120% zeigt dabei je nach Datenmenge an, ob eine CD, DVD(-DL) oder Blu-ray-Disk benötigt wird.

In jedem Fall erstellt die Software zunächst ein Image, wahlweise im ISO- oder MDS-Format, das man anschließend brennen kann. Das kostet unnötig Zeit, wenn man nur schnell ein paar Dateien auf eine Scheibe bannen will. Zudem fehlt die Möglichkeit, die zu brennenden Daten auf mehrere Images passender Größe aufzuteilen. Das ist ärgerlich, wenn etwa der Zielrechner, für den die Datenzusammenstellung bestimmt ist, nur ein CD-Laufwerk hat, das erstellte Image aber größer als 700 MB ist.

Wie schon in den früheren Versionen sind manche Bezeichnungen nicht glücklich gewählt. Unter „Aufzeichnungsassistent“ etwa versteht der Hersteller nach wie vor das Auswählen und Brennen eines Datenträger-Images. Auch tummeln sich im Hauptmenü noch immer viele Assistenten, die keine wirklichen Helfer sind, da sich nach einem Klick auf den entsprechenden Button meist nur ein neues Fenster öffnet.

Handhabung: Die Bedienung von Alcohol 120% ist trotzdem sehr einfach. Medien kopieren, Images von CDs, DVDs oder Blu-ray-Disks erstellen und diese bei Bedarf auf einen Rohling brennen funktioniert mit wenigen Mausklicks. Alcohol 120% erkannte im Test eingelegte Medien wie Audio-CDs, Video-DVDs und Blu-ray-Scheiben zuverlässig und wählte jeweils die geeigneten Einstellungen zum Auslesen. Geschützte Inhalte konnten im Test – konform zur aktuellen Gesetzeslage – nicht kopiert werden. Nur Schutzmechanismen wie Key2Audio ignorierte das Programm, und defekte Sektoren auf den Quell-Datenträgern stellten ebenfalls kein Hindernis dar.

Alcohol 120% beherrscht den Umgang mit vielen bekannten Formaten wie ISO-, MDS-, CDRWin-, Nero- und Discjuggler-Images. Im Test wurden alle Brenner mit dem jeweiligen Schutz vor Puffer-Leerlauf zuverlässig erkannt und unterstützt. Bei mehreren Laufwerken im PC kann Alcohol 120% auch mehrere Medien gleichzeitig brennen oder duplizieren. Dies ist auch mit älteren PCs problemlos möglich, da die CPU-Last sehr gering bleibt. Praktisch nicht nur für Notebook-Besitzer: Alcohol 120% kann bis zu 31 virtuelle Laufwerke anlegen, in die sich Images laden lassen. Der Verzicht auf ein optisches Laufwerk reduziert das Betriebsgeräusch bei allen Rechnern und verlängert die Akkulaufzeit bei Notebooks. Zudem können so auch Computer ohne Blu-ray-Laufwerk Images dieser Medien laden. Alcohol 120% arbeitete im Test problemlos – auch unter Vista - und ohne Abstürze.

Fazit: Alcohol 120% ist ein gutes und einfach zu bedienendes Kopier-Programm mit Laufwerksemulator, das in der aktuellen Version auch eigene Zusammenstellungen ermöglicht. Der Preis ist etwas zu hoch.

Alternative: WinonCD 2009 ( www.roxio.de ) kostet weniger, bietet aber einen weitaus größeren Funktionsumfang.

BEWERTUNG

Leistung (50%): Note 2,0
Bedienung (35%): Note 2,0
Dokumentation (5%): Note 3,0
Installation/De-Installation (5%): Note 3,0
Systemanforderungen (5%): Note 1,0

GESAMTNOTE: 2,1

Anbieter:

Franzis Verlag GmbH

Weblink:

www.franzis.de

Preis:

60,- Euro

Betriebssysteme:

Windows 2000, XP, Vista

Plattenplatz:

ca. 8 MB

0 Kommentare zu diesem Artikel
162598