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Dell Studio XPS 16

04.03.2009 | 10:00 Uhr |

Lack und Leder: Das elegante Dell Studio XPS 16 wandelt nicht nur mit seinem Premium-Design auf den Spuren von Apples Macbook Pro. Auch einige andere Ideen hat sich Dell von den Apfel-Notebooks abgeschaut.

Wie das Macbook Pro besitzt das Dell Studio XPS eine hinterleuchtete Tastatur. Auch das Dell Dock auf dem Windows-Desktop erinnert an die Tool-Leiste von MacOS mit Shortcuts zu Mail-Client und Browser, Web-Cam, Musik- und Videowiedergabe sowie Office-Programmen. Wie bei den aktuellen Apple-Notebooks sitzen auch beim Studio XPS 16 Display sowie Panel-Rahmen hinter einer einheitlichen Glasfront und der DVD-Brenner ist als Slot-In-Laufwerk ohne Schublade ausgeführt. Im Gegensatz zum schlichten, aber schicken Alu-Gehäuse der Macbooks setzt Dell beim Studio XPS 16 auffälligere Designelemente ein: Der glanzlackierte Deckel weist unten einen Lederbesatz auf. Das Gehäuse mit seinen abgerundeten Ecken verdickt sich leicht nach hinten. Ganz durchdacht scheint das Design aber nicht: Bei geöffnetem Bildschirm verdeckt der untere Displayrahmen den Lüfterausgang auf der Gehäuserückseite - an dieser Stelle staut sich dann der Abluftstrom. Das ist besonders nervig, da sich der Lüfter fast ständig dreht. Trotzdem erwärmt sich das Notebook schon nach kurzer Zeit spürbar.

Hohes Tempo dank schneller CPU und Festplatte
Die Rechenleistung des Dell XPS Studio 16 liegt auf hohem Niveau: Das Notebook erreichte im Benchmark Sysmark 2007 sehr gute 126 Punkte - nur einige Spiele-Notebooks mit höher getakteter Core-2-Duo-CPU oder einem Quad-Core-Prozessor liegen vor dem Dell-Laptop. Dell installierte auf unserem Testgerät die 64-Bit-Version von Vista Home Premium: Daher kann das Notebook den kompletten 4 GB großen Arbeitsspeicher nutzen, was ihm vor allem bei speicherintensiven Anwendungen wie Bild- und Videobearbeitung Tempovorteile bringt.

Die Festplatte in unserer Testkonfiguration war nur 250 GB groß, arbeitete allerdings mit schnellen 7200 Umdrehungen pro Minute. In der Praxis brachte das aber nichts - selbst bei Office-Programmen, die von einer schnellen Festplatte profitieren, konnte sich das Dell-Notebook im Test nicht besonders auszeichnen.

Klug konfiguriert hat Dell den Grafikchip: Die 3D-Leistung des Mitteklasse-Chips AMD Mobility Radeon HD3670 passt perfekt zur Displayauflösung von 1366 x 768 Bildpunkten. Selbst bei anspruchsvollen DirectX9-Spielen schaffte das Studio XPS 16 flüssige Bildraten - bei World in Conflict beispielsweise 35 Bilder pro Sekunde, bei F.E.A.R. mit aktivierter Kantenglättung immerhin noch 24 Bilder pro Sekunde. Für DirectX-10-Spiele ist er allerdings zu langsam.

16:9-Display mit kräftigen Farben
Das spiegelnde 16-Zoll-Display im 16:9-Seitenformat arbeitet mit weißer LED-Hintergrundbeleuchtung - das sorgt für hohe Helligkeit und sehr kräftige Farben, wobei besonders Grün und Blau ungewohnt kräftig wirken. Auch beim Kontrast heimste das Dell Studio XPS 16 Bestwerte ein. Ebenfalls positiv: Die Helligkeit lässt sich in feinen Stufen regeln und somit flexibel an unterschiedliche Lichtverhältnisse anpassen. Weniger gelungen war die Verteilung der Leuchtdichte: Auf der rechten Seite war das Display sichtbar dunkler als im Zentrum.

Das Dell-Notebook bietet drei Optionen zum Anschluss eines externen Monitors: Ein analoges Display lässt sich per VGA anstöpseln, digitale Bildschirme per HDMI oder Displayport - ein neuer Standard, den künftig immer mehr Monitore nutzen werden. Dafür bietet das Dell-Notebook aber auch nur drei USB-Ports statt der üblichen vier - einer davon ist als Kombi-Buchse mit e-SATA ausgeführt. Keine Einbußen gibt es bei der Netzwerk-Ausstattung: Das Studio XPS 16 bringt Gigabit-LAN, Draft-N-WLAN und Bluetooth mit.

Mit 2,96 Kilogramm Gewicht ist das Dell Studio XPS 16 etwas schwerer als die meisten 15,4-Zoll-Notebooks und somit für den mobilen Einsatz nur bedingt geeignet. Im Akkubetrieb hielt es knapp über drei Stunden durch.

Fazit: Das Dell Studio XPS 16 ist ein echtes Schmuckstück - das Notebook verbindet elegantes Design mit üppiger Rechenleistung. Dafür zahlt man aber auch einen hohen Premium-Preis. Nur Kleinigkeiten wie der ständig laufende Lüfter trüben den guten Gesamteindruck.

Alternativen: Auf einem ähnlich hohen Design-Niveau spielt das Apple Macbook Pro, das deutlich weniger Schnittstellen, aber ein besseres Display bietet.

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