15.04.2010, 15:33

Bernhard Haluschak

AVM Fritz!WLAN Repeater N/G

Konfiguration & Testergebnisse

Manuelle Konfiguration: Für WLAN-Router, die kein WPS unterstützen, gibt es eine Alternative: Für die Ersteinrichtung macht der Repeater ein eigenes WLAN-Netz auf. Nachdem Sie sich mit ihm verbunden haben, tippen Sie in Ihren Browser fritz.repeater ein und landen beim Konfigurationsassistenten. Er listet die gefundenen WLANs der Umgebung mitsamt der Empfangsstärke auf. Aus der Liste wählt man sein eigenes aus und gibt den Sicherheitsschlüssel ein - unterstützt werden die Verschlüsselungen WEP, WPA, WPA2. Wenn das eigene WLAN nicht gefunden wird, ist der Repeater möglicherweise zu weit vom Router entfernt. Eine zweite Ursache könnte sein, dass die Netzwerkkennung (SSID) im Router als „versteckt“ konfiguriert ist. In diesem Fall hilft es, die SSID - zumindest für den Zeitraum der Repeater-Konfiguration - sichtbar zu schalten.
Für eine stabile Verbindung und gute Datenraten muss der Repeater ein ausreichend starkes Signal bekommen - zwei Feldstärke-Balken sollten es mindestens sein.
Die Erstkonfiguration ist damit abgeschlossen. Der Repeater schaltet seine eigene Netzwerkkennung ab und sendet mit der des ausgewählten WLANs. Der Repeater ist jetzt aktiv.
Erweiterte Konfiguration: Nachdem Sie eine Verbindung mit dem WLAN hergestellt haben, können Sie weiterhin über die Adresse fritz.repeater auf das Gerät zugreifen. Da die Erstkonfiguration abgeschlossen ist, landen Sie jetzt im Hauptmenü und können erweiterte Einstellungen vornehmen. So ist es möglich, dem WLAN, das vom Repeater ausgeht, abweichende SSID und Netzwerkschlüssel zu vergeben.
Um die Funkemissionen zu verringern, kann man die Sendeleistung manuell runterschrauben, oder sie vom Repeater automatisch nach Bedarf regulieren lassen. Zusätzlich lässt sich eine Nachschaltung aktivieren, die in einem gewünschten Zeitfenster das WLAN abschaltet - auch unter Stromsparaspekten eine sinnvolle Funktion. Hinter dem Menüpunkt „Monitor“ verbirgt sich eine Auflistung der aktiven WLANs in der Umgebung und deren Kanalbelegung. Zu viele Funknetze auf der gleichen Frequenz senken die Datenrate. Der „Monitor“ hilft, einen freien Kanal zu finden. Um diesen dann einzustellen, müssen Sie die Konfiguration des Routers anpassen, nicht die des Repeaters.
Verwirrend: Der Monitor fasst im Kanaldiagramm die Teilnehmer des eigenen WLANs nicht zu einem Balken zusammen. Daher muss man die eigenen WLAN-Geräte selber von der Anzahl der auf dem gleichen Kanal gefundenen Teilnehmer abziehen. Nur so kann man beurteilen, ob sich zu viele auf der gleichen Frequenz tummeln.
Wie fast jedes AVM-Gerät lässt sich auch der Repeater per Firmware-Update um neue Funktionen und Fehlerkorrekturen erweitern.
Testergebnisse: In einem Praxistest (Router im Erdgeschoss, Repeater im Keller) muss sich der AVM Fritz!WLAN Repeater N/G beweisen. Dabei werden Dateien von einem Basisrechner aus, über die Fritz!Box Fon WLAN 7270 und weiter über den Repeater auf eine weiteres Notebook kopiert. Bei den Dateien handelt es sich zum einen um ein Verzeichnis mit vielen kleinen Files und zum anderen um eine große Videodatei. Die Ergebnisse in Form von Datentransferraten sind in der folgenden Tabelle aufgelistet:
Programm-Dateien (Datentransferrate)
Notebook - LAN - Router - WLAN - Notebook: 1,46 MByte/s
Notebook - WLAN - Router - WLAN - Notebook: 0,72 MByte/s
Notebook - LAN - Router - WLAN - Repeater - WLAN - Notebook: 0,60 MByte/s
Notebook - WLAN - Router - WLAN - Repeater - WLAN - Notebook: 0,45 MByte/s
Video-Datei (Datentransferrate)
Notebook - LAN - Router - WLAN - Notebook: 2,01 MByte/s
Notebook - WLAN - Router - WLAN - Notebook: 0,93 MByte/s
Notebook - LAN - Router - WLAN - Repeater - WLAN - Notebook: 0,81 MByte/s
Notebook - WLAN - Router - WLAN - Repeater - WLAN - Notebook: 0,54 MByte/s
Es zeigt sich, dass bei einer kompletten WLAN-Strecke mit zwischengeschaltetem Router und Repeater die Netto-Datenrate auf knapp 0,5 MByte/s absinkt. Für den gelegentlichen Datentransfer zwischen zwei Rechnern ist das gerade noch ausreichend. Einen Server, der am LAN angeschlossen ist, erreicht man immerhin noch mit 0,6 bis 0,8 MByte/s. Nicht berauschend schnell aber besser als gar keine Verbindung zum Server.
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