Kompaktkamera mit Wechselobjektiven

Olympus PEN E-P2 im Test

Montag den 18.01.2010 um 10:36 Uhr

von Verena Ottmann

Die Olympus PEN E-P2 ist eine Kompaktkamera, die mit Wechselobjektiven arbeitet. Das macht sie sehr flexibel, aber bei weitem nicht so groß und schwer wie eine Spiegelreflexkamera. Lesen Sie in unserem Test, was uns an der Olympus PEN E-P2 noch gefallen hat.
Olympus PEN E-P2 im Test
Vergrößern Olympus PEN E-P2 im Test
© 2014

Mit der PEN E-P2 bringt Olympus seine zweite Kompaktkamera, die im Micro-Four-Thirds-Standard gefertigt ist. Wie bereits bei der Vorgängerin E-P1 müssen Sie auch bei der E-P2 auf einen integrierten Sucher und einen Blitz verzichten. Doch im Vergleich zur E-P1 liegt der "Neuen" standardmäßig ein elektronischer Sucher zum Aufstecken bei, den Sie am Blitzschuh befestigen.

Ausstattung: Mit den Art-Filtern der Olympus PEN E-P2 lassen sich Bilder verschönern. So sorgt etwa "Pop Art" für knallige Farben, "Lochkamera" reduziert die Helligkeit an den Bildrändern und "Modellbau" setzt einen drastischen Fokuswechsel ein, was Objekte sehr künstlich aussehen lässt. Die Kamera fertigt zudem mehrfachbelichtete Bilder - während des Fotografierens mit zwei Bildern, im Editiermodus lassen sich sogar drei Bilder zusammenmontieren.

Neben dem bereits erwähnten Aufstecksucher, der serienmäßig beiliegt, lässt sich auch das 3-Zoll-Display der Olympus PEN E-P2 zum Einfangen eines Motivs einsetzen. Um die HD-Videofunktion mit 1280 x 720 Pixeln auch "standesgemäß" übertragen zu können, steht ein Mini-HDMI-Anschluss bereit. Der mechanische Bildstabilisator der Olympus PEN E-P2 arbeitet über den beweglich gelagerten Sensor, der die Verwackler ausgleicht.

Bildqualität: Die Auflösung der Olympus PEN E-P2 ließ zum Bildrand hin nur wenig nach. Somit hat sie auch keine Probleme mit der Schärfe an den Bildrändern. Insgesamt kam die Olympus PEN E-P2 dadurch auf einen hohen mittleren Wirkungsgrad. Auch die Helligkeit blieb über das gesamte Bild hinweg nahezu konstant - ein Randabfall, auch "Vignettierung" genannt, stört vor allem bei sehr hellen Motiven wie Himmel oder Strand. Das Rauschverhalten der Olympus PEN E-P2 war größtenteils gut. Lediglich bei ISO 100 stellten mit einen leicht erhöhten Wert fest. Bei ISO 3200 war das Ergebnis immerhin noch ausreichend.

Die Ausgangsdynamik, also die Anzahl der Helligkeitsstufen, die eine Kamera von den hellsten bis zu den dunkelsten Bildbereichen darstellt, war nur befriedigend. Die Eingangsdynamik erwies sich dagegen als sehr hoch, was bedeutet, dass die Olympus PEN E-P2 auch kontrastreichere Motive darstellen kann, ohne dass Lichter und Schatten ausbrennen beziehungsweise absaufen.

Handhabung: Die Olympus PEN E-P2 arbeitete im Test superschnell, was Auslöseverzögerung und Bereitschaft zwischen den Aufnahmen angeht. Praktischerweise lässt sich die Bildvorschau auf bis zu 1 Sekunde reduzieren und auch ganz ausschalten. Bildparameter ändern Sie über das Bedienkreuz, einen drehbaren Ring um das Bedienkreuz oder einen silberfarben gekennzeichneten Drehregler. Interessant: Die Lichtempfindlichkeit lässt sich manuell bis ISO 100 herunterdrehen. Die Automatik beginnt dagegen erst bei ISO 200.

Etwas versteckt ist die Wasserwaage, die beim Ausrichten eines Motivs helfen kann. Um sie zu aktivieren, müssen Sie zuerst in den Setup-Bereich(Schraubenschlüssel-Symbol) des Kameramenüs. Aktivieren Sie dort die Menü-Anzeige. In der Menü-Anzeige finden Sie unter "DISP/PC" die Option "Nivell.-Anzeige". Das ist die Wasserwaage, die sowohl horizontal, als auch vertikal funktioniert. Sie wird nun im Display als Balken angezeigt.

Fazit: Olympus' zweites PEN-Modell überzeugte hinsichtlich Handhabung und Ausstattung - vorausgesetzt, Sie kommen mit dem Aufstecksucher klar und benötigen keinen eingebauten Blitz. Denn die Olympus PEN E-P2 war schnell, meist intuitiv zu bedienen und steht hinsichtlich ihrer Ausstattung einer Einsteiger-DSLR in nichts nach. Einzig die Bildqualität könnte hinsichtlich der Ausgangsdynamik etwas besser sein.

Alternativen: Das erste Micro-Four-Thirds-Modell, die Olympus PEN E-P1 , bekommen Sie derzeit mit dem gleichen Objektiv für etwa 600 Euro, allerdings ohne den Aufstecksucher. Die E-P1 schnitt in unseren Bildqualitätstests etwas besser ab als die E-P2, vor allem beim Wirknungsgrad und beim Bildrauschen. Dafür war die Olympus PEN E-P2 nicht zuletzt wegen des mitgelieferten Suchers besser ausgestattet als die E-P1.

Varianten:
Olympus PEN E-P2 mit Objektiv Olympus Digital 14-42 mm
Olympus PEN E-P2 mit Pancake-Objektiv 17 mm

Olympus PEN E-P2
Olympus PEN E-P2

Montag den 18.01.2010 um 10:36 Uhr

von Verena Ottmann

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